Vác

 In 2016, Ungarn

Samstag, 16. April 2016
Vác

Heute war unser Ziel die nördlich von Budapest gelegene Stadt Vác. Wir hatten einiges über diese Kleinstadt gelesen, was uns neugierig gemacht hatte. Die ganze Anreise zum Westbahnhof also noch mal, wie am Tag zuvor. Wir verfehlten die Abfahrt des Zuges um eine Minute, war aber nicht so schlimm. Bereits ca. 20 Minuten später gab es die nächste Verbindung. Die Fahrt in dem nagelneu erscheinenden Zug dauerte 45 Minuten und führte uns durch die schönen begrünten Vororte des Donau-Knies. Vác hat ca. 35.000 Einwohner und liegt am linken Ufer der Donau, etwa 35 km von Budapest entfernt.

Zugabfertiger in Vac

Zugabfertiger in Vác

Der moderne Regionalzug nach Vác

Der moderne Regionalzug nach Vác

Kirschblüten vor dem Bahnhof

Kirschblüten vor dem Bahnhof

Kleine Litfasssäule

Kleine Litfasssäule

Gestell für Liebesschlösser

Gestell für Liebesschlösser

Das im ursprünglichen Design restaurierte Bahnhofsgebäude machte einen guten Eindruck auf uns. Der mittelalterliche Stadtkern war ursprünglich eine Festung. Die Bevölkerung musste über die Jahrhunderte einiges über sich ergehen lassen: Einfall von mongolischen Tartaren um 1240, Mitte des 16. Jahrhunderts die osmanische Besatzung für ca. 150 Jahre, weitere kriegerische Auseinandersetzungen und Stadtbrände. Schließlich wurde Vác unter Leitung der Bischöfe neu als barocke Anlage auf den mittelalterlichen Fundamenten aufgebaut. Um 1770 wanderten Bürger aus Deutschland, Böhmen, Mähren, Serbien, Kroatien, aus Italien und Frankreich ein und drückten dem Ort ihren Stempel auf. Es zogen Künstler nach, weil sie die gute Atmosphäre von Vác liebten.

Platz des 15. März

Platz des 15. März

Rathaus von Vác

Rathaus von Vác

Dunkle Wolken und Sonnenschein am Platz des 15. März

Dunkle Wolken und Sonnenschein am Platz des 15. März

Piarist Kirche

Piarist Kirche

Dreifaltigkeitssäule vor der Piaristkirche

Dreifaltigkeitssäule vor der Piaristkirche

So zeigt sich die Stadt heute als liebenswertes Barockstädtchen mit besichtigungswerten Kirchen, einer Synagoge und schönen Cafés und Restaurants an der Donau. Die Promenade ist ein Paradies für Spaziergänger und Radfahrer gleichermaßen. Viele Häuser sind restauriert und ein Bummel durch die Straßen lohnt sich. Ein gemütlicher Treffpunkt für Einheimische und Besucher der Stadt ist der schön hergerichtete „Platz des 15. März“. Wir spazierten entlang der Donau, sahen die Relikte der Burg und kehrten in einem Café ein. Wie viel anders – als der erste Eindruck von Esztergom trotz seiner geschichtlichen Bedeutung – war es doch hier: um vieles gepflegter und liebevoll hergerichtete Häuser. In Vác kann man den einzigen erhaltenen Triumphbogen des Landes bewundern.

Wanderweg entlang der Donau

Wanderweg entlang der Donau

Die Burg von Vác mit der Franziskanerkirche

Die Burg von Vác mit der Franziskanerkirche

Denkmal zum 1. Weltkrieg

Denkmal zum 1. Weltkrieg

Die Kathedrale von Vác

Die Kathedrale von Vác

 

Irgendwann wurden die Füße und der Verstand von all den neuen Eindrücken müde und wir machten uns auf den Heimweg. Wir kauften unser Abendessen im Supermarkt auf dem Westbahnhof ein. Es gab dann Nudeln à la Bolognese. Dann machten wir uns an das Schreiben unseres Berichts bzw. die Bildbearbeitung. Später beim Fernsehen wurde Anne schnell müde und ging ins Bett. Frederick spielte noch eine Weile auf der Gitarre, bis auch er müde wurde und in die Koje kroch.

Fotogalerie Vác

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