Ystad Aug. 2013

 In 2013, Schweden

Freitag, 23. August 2013

Campingplatz in Ystad

Campingplatz in Ystad

Nach der leckeren Waffel in Smygehuk waren wir gut gerüstet für die Weiterfahrt. Am Stadtrand vor Ystad fuhren wir an einem schönen Stellplatz direkt am Strand vorbei, auf dem bereits viele Wohnmobile standen. Das half uns aber nichts, da wir ver- und entsorgen mussten und dieser Platz es nicht im Angebot hatte. Also fuhren wir zunächst Richtung Marina, dort war aber weit und breit keine Stellfläche in Sicht. Also das langsam flüssiger werdende Schwedisch herauskramen und jemanden fragen. Der Herr half uns weiter und empfahl, ganz durch Ystad zu fahren und praktisch am anderen Ende der Stadt den Campingplatz linker Hand anzufahren. Im Sommer sei der zwar immer total voll, aber nun sollte wohl Platz vorhanden sein. Wir folgten dem Rat und in wenigen Minuten konnten wir unser Mobil neu versorgen, abstellen und zurück per Fahrrad in die Stadt (ca. 10 Minuten) fahren.  Die Übernachtung kostete ca. 27 Euro, inkl. Ver- und Entsorgung, Duschen etc., nur Strom und Internetanschluss muss extra bezahlt werden. Das war für uns „okej“, so schreiben die Schweden das!

Gut erhaltene Fachwerkhäuser

Gut erhaltene Fachwerkhäuser

Am Bahnhof stellten wir unsere Räder ab. Gegenüber war das Touristenbüro. Dort war man bestens vorbereitet auf Wallander-Touristen.  Die nette Dame händigte „In the footsteps of Wallander“-Broschüren aus mit von A bis J und von 1 bis 46 informativen genannten Punkten der Dreharbeiten! Der Herr vor uns fragte sogar genauestens nach dem Bankautomaten, der in einem der Filme mit einer Bombe versehen explodierte und jemanden tötete.  Die nette Dame erklärte aber, dass die (Film-)Leiche nunmehr schon weggeräumt sei. Wir erinnerten uns schwach an die Filmszene …  Es werden sogar begleitete Wallander-Touren angeboten. Die Gäste fahren die Locations mit einem alten Feuerwehrauto ab. Das schafft sicher ein paar Arbeitsplätze! Bisher haben fünf Schauspieler die Rolle des Kommissars gespielt, angefangen bei Rolf Lassgard, dann auch Kenneth Branagh (englische Verfilmungen), zur Zeit Krister Henriksson, der zwei seiner Träume Wirklichkeit werden lässt: Am Meer zu leben und einen Hund zu besitzen! 26 x wurde in Ystad gefilmt, kein Wunder, dass einem die kleine Stadt vertraut vorkommt!

Wallanders Lieblingscafé "Fridolfs"

Wallanders Lieblingscafé „Fridolfs“

Fußgängerzone

Fußgängerzone

Sechs weitere Filme sind in Vorbereitung.  Auf jeden Fall wollen wir noch in das dem Touristenbüro  gegenüberliegende Café „Fridolf“, wo Wallander immer seinen Kaffee trinkt …

Und – hurra! – wir kauften die Tickets für den Abend mit Robbie Williams. Ich freute mich riesig auf den Abend!

Nun aber gingen wir erst mal auf Entdeckungsreise in Ystad. Nach dem „jungen“  Malmö (Studentenstadt) schien Ystad eher wie Malente … naja, etwas größer und belebter schon, aber WO waren die jungen Leute? Es gab niedlich kleine Gassen, mit Cottage-ähnlichen Häuschen, eine  hübsche Fußgängerzone, beschauliches schwedisches Leben. „Schwedische Gardinen“ sieht man eher selten, in die meisten Fenster kann man hineinschauen, sie sind nicht verhängt  und man kann die gemütlich eingerichteten Zimmer sehen. Auch hier in Mode Orchideen auf den Fensterbänken und fast immer  stehen irgendwie nach IKEA aussehende Lampen in den Fenstern. Design- und einrichtungsmäßig haben die Schweden schon was drauf, wir bewundern das!

St. Marienkirche in Ystad

St. Marienkirche in Ystad

Wir kauften noch etwas ein in einem wunderlich altmodisch anmutenden Lebensmittelladen. Es war eher so etwas wie eine alte Markthalle, die Kundinnen schienen entsprechend zu sein. Vielleicht noch der einzige Lebensmittelladen im Ort. Alle anderen sind wahrscheinlich auf der „grünen Wiese“ und man benötigt ein Auto, um dorthin zu kommen. Die alte Chinesin an der Kasse sprach Schwedisch.

Die Marienkirche war in nordisch kühlen Farben gehalten, weiß und hellgrau, hatte aber eine schön gestaltete Kanzel mit Schnitzereien und viel Gold.

Zurück am Wohnmobil gab es frühes Abendessen, da wir um 20.00 Uhr per Fahrrad im TEATER (so schreiben es die Schweden) sein wollten.  Wir waren sehr gespannt.

Ein sehr netter blond bezopfter 2-Meter-Schwede begrüßte uns, wechselte gleich von Schwedisch auf Englisch, da er uns als Touris ausmachte und checkte unsere Tickets. Von „vollem Haus“ konnte leider keine Rede sein, und wieder: WO waren die JUNGEN Leute?? Überwiegend unsere Altersgruppe war vertreten und wollte beim live zugeschalteten Konzert mit Robbie Williams in Tallinn dabei sein. Das kleine Theater war sehr niedlich eingerichtet, mit Kronleuchtern, alten Möbeln und Theater-Café.

Ystad Theater

Ystad Theater

Endlich war es soweit und kurz vor acht wurden wir eingelassen. Der Bildschirm war riesig und die Menschenmenge in Tallinn, wohl ca. 70.000 Leute beeindruckend! Als ob man live dabei war! Punkt acht Uhr schwebte Robbie Williams dann an einem Seil hängend ein, es ist seine „Take the Crown Tour“, die bekam allein schon wegen der großartigen Bühnenshow ziemlich viele

Malmö - Ystad

Malmö – Ystad

Vorschusslorbeeren – und nicht umsonst: Es war gigantisch, was dort gezeigt und geleistet wurde! Ein Wahnsinns-Spektakel! Robbie – stimmlich gut, frech wie eh begeisterte seine Fans und auch uns im kleinen Theater. Zwei junge Mädchen hielt es nicht auf den Sitzen, irgendwann sprangen sie auf, um am Rand in den Gängen mitzufeiern und zu tanzen.  Der mittlerweile etwas übergewichtige Robbie erzählte, dass es fast zur Absage des Konzerts gekommen wäre, weil er an starken Rückenschmerzen litt. So bestand er die 2-stündige Show teilweise mit einem Handstock auf der Bühne, wollte seine Fans nicht enttäuschen und das gelang ihm in jeder Minute. Er hat eben eine tolle Bühnenpräsenz!  Es war ein großartiger Abend für uns, beschwingt mit dem Abschlusslied im Ohr,  „I’m loving angels instead“  ging es per Rad zurück, Gott sei Dank funktionierte das Licht zumindest an Fredericks  Fahrrad …

Wir bleiben noch einen Tag am Strandstellplatz und wollen morgen weiter Richtung Simrishamn.

Samstag, 24. August 2013

Aus dem weiteren Tag in Ystad wurde dann doch nichts. Nach dem Frühstück beendeten wir unseren Reisebericht und stellten ihn ins Internet. Das dauerte bis zum frühen Nachmittag. Dann füllten wir noch einmal unseren Frischwassertank auf und fuhren nach Ystad. Am Hafen fanden wir einen Parkplatz. Wir wollten ins Wallander Café „Fridolf“ und dort Kaffee und Kuchen genießen. Aber gerade als wir ankamen, machte der Laden dicht, um 16.00 Uhr! So ein Mist. Auch die meisten anderen Geschäfte in der Fußgängerzone hatten bereits geschlossen. Das war uns dann doch zu langweilig.

Ein kleiner Coop hatte noch auf, so dass wir unsere Vorräte noch aufstocken konnten. Dann ging’s zurück zum Wohnmobil und ab Richtung in Simrishamn entlang der Ostsee.

Fotogalerie Smygehuk / Ystad

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