Unsere Reisepläne für 2020

Auf dieser Seite veröffentlichen wir unsere geplanten Reiserouten. Es ist in der Natur des Wohnmobilfahrens, dass diese nicht immer genau eingehalten werden, sei es wegen des Wetters oder einer spontanen Entscheidung. Entsprechende kurzfristige Änderungen geben wir dann bekannt.

Unsere ursprünglichen Planungen für dieses Jahr haben wir bereits über den Haufen geworfen. Das kam so: Anfang Januar starteten wir Richtung Spanien in der Absicht, dort zu überwintern. Da die Stuttgarter CMT Messe gerade zu diesem Zeit stattfand und Stuttgart auf unserer Reiseroute lag, entschieden wir uns, einen 2-tägigen Stopp einzulegen, um uns über die neuesten Entwicklungen auf dem Wohnmobilmarkt zu informieren.

Schon in den Wochen zuvor hatten wir Überlegungen angestellt, vielleicht unseren Dethleffs Trend gegen ein neueres Wohnmobil einzutauschen. Nach sieben Jahren Schönwettertouren in den Sommermonaten und einer Überwinterung in Spanien und Portugal reizt es uns auch, in der kalten Jahreszeit in die Wintersportgebiete zu fahren. Dafür ist aber unser Trend nur bedingt geeignet. Idealerweise hat man dann einen doppelten Boden und einen beheizten Abwassertank. Aber derart ausgestattete Wohnmobile rangieren eine Preisklasse höher. Allerdings würde ein neues Wohnmobil ja mit der Schadstoffklasse 6 d temp ausgeliefert, was uns auch wichtig war. Diese Messe bot uns nun die Möglichkeit, mehr über entsprechende Wohnmobile herauszufinden.

Am Sonntagabend, den 12. Januar erreichten wir das Stuttgarter Messegelände und bekamen nur mit Mühe noch einen Stellplatz (20 € pro Nacht). Den ganzen Montag trieben wir uns in den sehr gut besuchten Messehallen herum, sprachen mit verschiedenen Herstellern, sammelten Informationsmaterial und waren gegen 17 Uhr bereits auf dem Weg zurück zu unserem eigenen Wohnmobil, als wir zufällig über den Stand der Firma Bürstner quasi stolperten; denn dort gefiel uns auf Anhieb das Modell Lyseo TD. Wir also hinein. Beide waren wir sofort von der Raumaufteilung, dem hellen Dekor und besonders von der Badezimmerlösung angetan. Dieses Modell hatte außerdem einen doppelten Boden. Der Preis für das Ausstellungsmodell lag über unseren Vorstellungen, da wir ja noch vieles an Zusatzausstattung benötigen (aut. SAT-Anlage, TV, Markise, Solar auf dem Dach, SOG-Toilettenentlüftung, Wechselrichter, Ladebooster etc. etc.).

Trotzdem unterhielten wir uns mit einem Verkäufer und erfuhren ganz erfreut, dass es ein Messeangebot für dieses Modell (Lyseo TD 728 G Harmony Line) gab. In diesem Angebot waren bereits viele der Extra-Ausstattungen, auf die wir Wert legten, enthalten, so auch ein beheizter Abwassertank und das ganze für einen sehr guten Preis. Natürlich musste man darüber nochmal schlafen, aber es war schon sehr verlockend. Mittlerweile war es Feierabend auf der Messe. Wir versprachen dem Verkäufer, am nächsten Morgen mit einer Entscheidung zurückzukommen und gönnten uns dann ein zünftiges Abendessen in einer urigen Blockhütte auf dem Messegelände, direkt neben unserem Stellplatz.

Unsere Begeisterung über das neue Wohnmobil war auch am nächsten Morgen ungebrochen, und schon früh waren wir zurück auf dem Stand der Fa. Bürstner, um das Geschäft mit dem Verkäufer abzuwickeln.

Überraschenderweise erfuhren wir, das die Auslieferung bereits im März erfolgen würde. Damit hatten wir so gar nicht gerechnet, sind die üblichen Lieferzeiten für neue Wohnmobile doch bis zu und mehr als 12 Monate. Das bedeutete für uns, so schnell wie möglich den Trend zu verkaufen (denn das war natürlich Voraussetzung). Der Händler bot uns zwar eine Inzahlungnahme an, die aber nicht unseren Vorstellungen entsprach. Wir unterschrieben den Vertrag und begruben damit gleichzeitig unsere Tour in den warmen Süden.

Stattdessen ging es zurück in den Norden, der Trend wurde ausgeräumt, geputzt und dann im Internet zum Verkauf angeboten. Erfreulicherweise gab es mehrere Interessenten. Schon die ersten, die sich das Wohnmobil anschauten, waren ganz begeistert und wir wurden uns schnell einig. Innerhalb einer Woche waren alle Formalitäten erledigt und am Mittwoch, den 26. Februar holten die neuen Eigentümer den Dethleffs bei uns ab.

Für uns wurde es jetzt hektisch. Den neuen Bürstner sollten wir am 3. März in Sulzemoos bei München übernehmen. Wir hatten bereits Flüge gebucht und verschiedene Werkstattermine geplant, um Solarmodule und weitere zusätzliche Ausstattungen einbauen zu lassen. Doch nach Erhalt der schriftlichen Auftragsbestätigung wurden wir stutzig hinsichtlich der Zuladungsreserve. Eine genaue Überprüfung ergab, dass uns nur 250 kg verblieben. Darauf waren wir im Verkaufsgespräch nicht hingewiesen worden.

Also Kommando zurück. Der Auftrag wurde sofort storniert und, da wir ja jetzt kein Wohnmobil mehr hatten, machten wir uns erneut auf die Suche. Kriterien: Wintertauglichkeit, d.h. doppelter Boden und beheizter Abwassertank, Schadstoffklasse 6 d oder 6 d temp, Einzelbetten und ca. 500 kg Zuladung. Schnell stellte sich heraus, dass wir uns wegen der Zuladungsanforderung auf max. 7 m Länge beschränken mussten.

Auf Youtube gab es sehr viele nützliche Informationen und da wurden wir recht schnell fündig. Der Eura Profila T 695 EB erfüllte alle unsere Wünsche und war im Preis noch stemmbar. Leider hatte keiner der Eura Händler in unserer näheren Umgebung ein 2020er Modell kurzfristig verfügbar. Mehr Glück hatten wir aber bei der Firma MS-Reisemobile in Münster. Dort standen mehrere , neue Fahrzeuge dieses Typs auf dem Hof. Schon am Tag nach dem Verkauf des Trends fuhren wir nach Münster, um uns dort die Eura-Modelle anzuschauen. Wir waren von dem Profila T sofort überzeugt. Die Entscheidung fiel uns leicht. Einziger Wermutstropfen: eine Wartezeit von zwei Monaten. Das liegt daran, dass wir noch einige Wünsche hinsichtlich der Ausstattung haben: Markise, autom. Sat-Anlage mit TV, Hubstützen (mechanisch) und eine SOG-Toilettenentlüftung.

Notgedrungen müssen wir uns also bis Ende April gedulden (vorausgesetzt der Händler hält die Lieferzeit ein).

Eura Profila T 695 EB

So sieht er aus, unser neuer Eura Profila T 695 EB, 160 PS

Die weiteren Pläne für 2020

Wenn mit der Lieferung alles klappt, machen wir als erstes eine Deutschland Reise. Mit dieser Tour verbinden wir außerdem noch einige Werkstatttermine. In Mühlacker bei Pforzheim werden 2×150 Watt Solarmodule montiert. Im Dethleffs Trend hatten wir im November 2018 eine 160 Ah Lithium-Batterie installiert. Diese wurde im Februar wieder gegen zwei AGM-Batterien getauscht, da wir die Lithium-Batterie in unser neues Wohnmobil installieren wollen. Das wird zusammen mit der Montage der Solarmodule eingeplant.

Im Anschluss soll das neue Wohnmobil komplett mit einer Nano Glas-Kristallschicht versiegelt werden. Dies erleichtert die laufende Pflege der Karosserie und des GFK-Aufbaus und erhält die Lackqualität für bis zu zehn Jahre. Die Arbeiten werden von der Firma Nano-Veredelung in Konken (bei Kaiserslautern) ausgeführt. In Bad Königshofen (Oberfranken) erhalten wir dann noch maßgeschneiderte Schaffell-Sitzbezüge. Diese hatten wir auch bei den bisherigen Wohnmobilen und waren damit sehr zufrieden.

Acht Wochen Dänemark, Schweden und Norwegen

Falls alles klappt, wie wir es geplant haben, geht’s dann Anfang bis Mitte Juni nach Skandinavien. Dafür werden wir uns ca. acht Wochen Zeit nehmen. Diesmal ist die Westküste bis hoch zur norwegischen Grenze das erste Ziel, dann Süd-Norwegen mit einem Besuch der Stadt Lillehammer und von dort in die Provinz Dalarna in Schweden. Der weitere Reiseverlauf wird dann auch mit vom Wetter bestimmt. Nachdem wir in den vergangenen Jahren immer mit der Fähre von Travemünde nach Malmö gefahren sind, planen wir diesmal die neue Fährverbindung von Grenaa in Dänemark nach Halmstad in Schweden. Das ermöglicht es uns, auch noch einige schöne Gegenden in Dänemark zu erkunden.

Mitte August wollen wir dann wieder in Deutschland sein. Ca. zwei Wochen werden wir dann zuhause verbringen. Im Anschluss geht’s auf eine längere Tour durch Thüringen und Sachsen. Mal sehen, was uns da noch alles erwartet.

Reiseberichte wird es dann erst im Juni wieder geben.

 

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