Ponte de Lima

 In Portugal

Montag, 1. April 2019
Zwischenstopp in Portugals ältestem Dorf

Viana do Castelo hat uns sehr beeindruckt. Es fiel uns schwer, Portugal und seine liebenswerten Menschen, die in sich zu ruhen scheinen, die sauberen und zauberhaften Städtchen zu verlassen und wir zögerten es noch ein wenig hinaus. Auf dem Weg nach Santiago de Compostela besuchten wir daher noch Ponte de Lima, eine Kleinstadt mit etwa 44.500 Einwohnern. Wir hatten gelesen, dass das Städtchen als das älteste Dorf Portugals gilt und gleichzeitig die charmanteste und charaktervollste Stadt in ganz Portugal  sein soll. Viel Vorschusslorbeeren, mal sehen, was uns erwartet.

Stellplatz am Lima

Der kleine Stellplatz am Lima

Viansa do Castelo - Ponte de Lima

Viansa do Castelo – Ponte de Lima

Schon bei der Einfahrt in die Stadt sahen wir ein großes Zeltlager am Fluss. Ein Stellplatz in der Stadt war schnell über Campercontact gefunden. Er lag direkt am Fluss Lima, bot aber nur wenig Raum, so dass wir von Glück sagen konnten, noch einen Platz erwischt zu haben. Direkt neben dem Stellplatz gibt es ein modernes Flusswehr mit danebenliegender Fischtreppe, die wir in dieser Form noch nicht gesehen hatten.

Wehr und Fischtreppe im Lima

Wehr und Fischtreppe im Lima

Boot im Fluss

Boot im Fluss

Auch hier schauen wir ins Geschichtsbuch und lesen, wer schon alles hier war. Natürlich die großen Straßen-, Brücken- und Städtebauer, die Römer, gefolgt von den Westgoten. Im 8. Jahrhundert kam es zur arabischen Eroberung. Früh kam es zur Rückeroberung, erste Stadtrechte im unabhängigen Königreich Portugal wurden 1212 verliehen. So weit, so gut …

Zur Innenstadt läuft man direkt am Fluss entlang, und wir staunten nicht schlecht über das enorme Zeltlager am Fluss. Als wir näher kamen, entpuppte sich das Zeltlager als ein riesiger Markt, der – wie wir herausfanden – alle zwei Wochen montags stattfindet. So etwas hatten wir noch nie gesehen. Wir liefen unter den Schatten spendenden Bäumen den schönen Weg am Ufer entlang, an den vielen Ständen vorbei und schauten mal hier, mal da. Es gab nichts, was es nicht gab! Ein Stand mit so viel Schuhen, auf die Deichmann stolz wäre.

Riesiges Schuhsortiment - und dies sit nur ein Stand von vielen

Riesiges Schuhsortiment – und dies ist nur ein Stand von vielen

Nur ein kleiner Teil des Marktes

Nur ein kleiner Teil des Marktes

Wir bewunderten die alte Ponte Romana Brücke aus dem 1. Jahrhundert, die noch immer in Funktion ist. Es gibt einen wunderschönen Park, in den wir es allerdings zeitlich nicht mehr schafften. Das historische, also mittelalterliche kleine Zentrum liebten wir sofort. Auch hier ging alles, trotz des riesigen Marktes, seinen ruhigen Gang. Auf uns wirkte der Ort wie eine kleine Kurstadt, viele Blumenrabatte, gepflegte Grünanlagen, blitzsaubere kleine Gässchen. Wir machten eine kleine Pause, setzten uns draußen an einen der Tische vor dem Café und bestellten Kaffee und Erdbeer-/Schokoladentorte dazu. Völlig verblüfft waren wir über den Preis, den wir später für alles bezahlten: 3,90€! Erstens hat es lecker geschmeckt und zweitens wurden wir so nett bedient, in einem Mix aus Englisch und Portugiesisch. Auch hier: Ponte de Lima – Wir kommen wieder!

Pont de Lima, eine wirklich schöne Stadt

Pont de Lima, eine wirklich schöne Stadt

Statue des Kardinals Saraiva

Statue des Kardinals Saraiva

Kuriose Zeitschriftenauslage

Kuriose Zeitschriftenauslage

Die Kirche Nossa Senhora da Guia

Die Kirche Nossa Senhora da Guia

Wütener Stier

Wütener Stier

Zum Stellplatz zurück mussten wir nochmals durch den fast einen Kilometer langen Markt. Es waren viele Versuchungen, doch wir hielten denen stand. Wir wollten heute ja noch nach Santander de Compostela.

Weitere Fotos von Ponte de Lima

 

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Showing 4 comments
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    Michael
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    Liebe Anne, lieber Fréderick
    Auch wir lesen mit grossem Interesse eure Berichte. Bild wie Text sind ein Genuss.
    Auch wir kennen das mit dem Weiterziehen, obwohl es doch noch so schöne wäre.
    Wir sind auf unserer ersten Tour der Saison für 3 Wochen in Frankreich. Heute im Raum Avignon.
    Heute konnten wir erstmals im Freien sitzen. Da ist Portugal in dieser Jahreszeit natürlich wärmer.
    Mit lieben Grüssen
    Renate und Michael vom mobiblog.ch

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      Ozzie
      Antworten

      Liebe Renate, lieber Michael,
      Danke für euren netten Kommentar. Lesen wir immer wieder gern. wir sind in Biarritz, werden aber heute noch nach Bordeaux weiterfahren. So allmählich geht’s gen Heimat. Wir hatten ursprünglich vor, entlang der Küste nach Norden zu fahren. Aber die Wetteraussichten sind ziemlich trübe. Daher bleiben wir auf dem direkten Weg nach Norden. Die Strecke sind wir so noch nicht gefahren und wir erwarten noch das eine oder andere schöne Erlebnis. Die Reiseberichte hinken natürlich immer einige Tage hinterher. Dazu nutzen wir meist schlechtes Wetter, nur davon gab es ja bisher noch nicht so viel. Zur Zeit steht der Bericht über Santiago de Compostela kurz vor Fertigstellung. Euch wünschen wir viele schöne Erlebnisse auf eurer Tour.
      Liebe Grüße
      Anne und Frederick

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    Claus-D. Aßmann
    Antworten

    Hallo Dethleffs!
    Nun habt Ihr so ein tolles Wohmobil. Seid Rentner mit viel Zeit und habt davon doch immer zu wenig.
    Denn wenn man Eure Berichte liest, heißt es immer: Schade keine Zeit, müssen weiter – aber kommen wieder….
    Ihr macht Euch so zu Getriebenen Eurer Entdeckungswut und müsst doch sovieles unbeachtet lassen.
    Da ist doch irgendwie der Wurm drin.
    In unserem Badezimmer liegt ein Stein mit einer Gravur darauf: Nur wer sicht die Zeit nimmt – hat sie auch!
    Also nehmt Euch doch die Zeit. In unserem Alter hat man nicht mehr soviel (..Lebenszeit).
    Wer weiß schon, ob man da noch einmal hinkommt, wo man doch so gerne wäre und doch gerade ist.
    Wir als Zuhausgebliebene partizipieren von Euren tollen Reiseberichten und -fotos, die wir in aller Ruhe
    lesen bzw. betrachten können – die Euch wiederum so viel Zeit für die Erstellung kosten.
    Viel Freude auf Eurer weiteren Reise!
    Assi

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      Ozzie
      Antworten

      Hallo Assi,

      Das mit unseren Hinweisen auf „nicht genug Zeit“ oder „wir müssen weiter „ etc. musst du nicht so eng sehen. Das bedeutet nicht, dass wir uns getrieben oder unter Druck fühlen. Ganz im Gegenteil, wir genießen unsere Zeit ungemein und freuen uns über alle täglichen Erlebnisse. Aber wir haben halt ein paar wichtige Termine Ende des Monats und auch Kinder und Enkelkinder. Daher müssen wir eben planen und können nicht völlig losgelöst in den Tag hinein leben. Wir schreiben die Berichte gern, hauptsächlich als Tagebuch für uns selbst, aber wenn diese auch Familie, Freunden und vielen anderen eine Freude machen, motiviert uns das zusätzlich. Auch über Kommentare freuen wir uns immer wieder.

      Liebe Grüße
      Anne und Frederick

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