Sigulda – Turaida

 In Lettland

Sigulda, Donnerstag, 12. September 2019
Ein etwas anderer Campingplatz

Nach dem späten Frühstück, einigen weiteren Dingen, um die wir uns kümmern mussten (ab und zu ruft Malente!) und sobald die Toiletten-Entsorgung erledigt war, brachen wir auf zu unserem nächsten Ziel, der kleinen Stadt Sigulda (etwa 11.700 Einwohner), im Gauja-Nationalpark und am Ostufer des Flusses Gauja gelegen. Die Region, in der wir in Schleswig-Holstein wohnen, bezeichnet man als Holsteinische Schweiz, nun reisten wir in die Lettische Schweiz, einer reizvollen Landschaft mit vielen Burgen und Schlössern. Im Juli findet alljährlich ein Internationales Opernmusikfestival statt, ausgetragen innerhalb der Kulisse der Burgruine Turaida. Jetzt, im Herbst, geht auch hier merklich die Saison zu Ende. Allerdings kommen wir so ein bisschen in den Genuss eines „Indian Summers“, was die sich langsam zeigende Farbvielfalt der Laubbäume auf der Fahrt belegt.

Wir brauchten dringend Wasser, fuhren eine Tankstelle an und fragten nach. Da kein Wasseranschluss draußen vorhanden war, bekamen wir nichts. Wir googelten einen Campingplatz am Ortsanfang von Sigulda. Dummerweise war dort eine Baustelle im Weg und wir wurden hier- und dahin geleitet, immer um den Campingplatz herum, bis es uns zu dumm war. Wenigstens sahen wir auf diesem (Um-)weg die Werbung für eine Autowaschanlage. Unser Fahrzeug hatte es dringend nötig, mal wieder geputzt zu werden. Wir investierten 10€, Frederick ließ auch das Dach nicht aus und schrubbte es gründlich, danach begann es zu regnen …

Gut erhaltenes Holzhaus

Gut erhaltenes Holzhaus

Erste Herbstfarben

Erste Herbstfarben

Cesis -Sigulda

Cesis -Sigulda

Dann ging es weiter mit der Suche nach Wasser. Ganz in der Nähe war ein weiterer Campingplatz auf unserer Karte eingezeichnet. Er lag etwas außerhalb an einem See, die Zufahrt führte über einen 1,5 km Sandweg, nicht gerade schön für ein frisch gewaschenes Auto! Wir füllten dort den Wassertank auf und bezahlten 3€, das ist angemessen. Der Platz liegt wunderschön, aber zu weit weg vom Zentrum, das wir kennen lernen wollten. Letztendlich landeten wir direkt in der Stadt und – in Ermangelung eines vernünftigen Stellplatzes für Wohnmobile – erst einmal auf einem normalen Parkplatz.

Sigulda ist eine hübsch herausgeputzte Stadt und erinnerte uns an deutsche Kurorte. Es gibt eine große Anzahl von Hotels, Restaurants, Cafes. Wahrscheinlich ist es Einstiegsort für die Besucher des 1974 gegründeten Gauja-Nationalparks. Von hier aus lässt sich vieles unternehmen und besuchen. Wandern, Trekking oder Kanufahren. Es gibt sogar eine Skianlage mit Seilbahn.

Wir kauften in einem Supermarkt ein paar Lebensmittel ein und gingen anschließend auf Fotomotiv-Suche. Für Burgruinen war es bereits zu spät, aber der Bahnhof, ein schön restaurierter Bau aus dem Jahr 1889 machte sich gut, auch der schöne Uhren-Turm, mit dem die Firma Laima auf dem Bahnhofsvorplatz  für sich wirbt. Laima ist der größte Süßwarenhersteller in Lettland, Riga ist Unternehmenssitz. Die Firmengeschichte ist interessant. Wem bei dem Wort „Schokolade“ das Wasser im Munde läuft, bitte gern den Link mal anschauen. Die Firma produziert übrigens eine nationale Spezialität: weiße Schokolade mit Kümmel (nicht den Mut gehabt, zu probieren!). Auch in Riga gibt es eine Laima-Uhr, 1924 aufgestellt, damit die Arbeiter pünktlich zur Arbeit kommen! Leider haben wir die Besichtigung des Laima-Museums dort verpasst, also nächstes Mal.

Sigulda Bahnhof

Sigulda Bahnhof

Lustiger Stuhl auf dem Bahnhofsvorplatz

Lustiger Stuhl auf dem Bahnhofsvorplatz

Laima Uhrenturm

Laima Uhrenturm

Übrigens fällt mir dazu eine Besonderheit in den Supermärkten ein: aus großen offenen Kartons kann man sich alle möglichen Sorten Kekse aussuchen und in Tüten grammweise (oder kg) abfüllen. Auch für Bonbons, einzeln in buntes Papier gewickelt, gibt es solch ein Angebot. Die Vielfalt der Auswahl macht es mir wieder schwer, mich zu entscheiden, deshalb haben wir die Leckereien noch nicht probiert!

Im Bahnhof befindet sich das Touristenbüro. Dort traf ich auf ein nettes, reisendes Paar aus Australien. Ich wies sie darauf hin, dass draußen ein Mann mit einem Basecap und einer Kamera stünde, der ebenfalls Australier ist, sie könnten sich ja mal ein bisschen austauschen. Und tatsächlich fand ich Frederick mit den beiden im Gespräch vertieft vor, als ich die Tourist-Info verließ! Die Frau kam übrigens ganz aus der Nähe, wo auch Frederick mal ein Haus gebaut  und einige Jahre gelebt hatte.

Beim Bummeln kamen wir an einer neu eröffneten Markthalle vorbei, alles schick und hochmodern, viel Bio im Gemüse- und Obstangebot. Wir kauften 500 Gramm Blaubeeren für 3,50€. Also, voll war der Laden nicht. Preislich eben dem modernen Ambiente angepasst, aber doch einiges über dem sonst auf Märkten üblichen Niveau.

Das Innere der modernen Markthalle

Das Innere der modernen Markthalle

Moderne Markthalle in Sigulda

Moderne Markthalle in Sigulda

Nach kurzer Beratung im Wohnmobil und in Anbetracht der vielen Baustellen, die es schwer machten, sich im Ort zurecht zu finden, wählten wir einen kleinen, etwas außerhalb, in der Nähe der Turaida Burgruine liegenden Campingplatz im Wald (12€ die Übernachtung, über Park4Night), für die Übernachtung. Nach kurzer Fahrt durch den Nationalpark ging es ein bisschen in ein Tal und direkt zum am Fluss gelegenen Campingplatz. Wir waren das dritte Wohnmobil, München und Leipzig standen bereits unter den Bäumen am Waldrand. Außerdem stehen ein paar Hütten für Wandervögel und zünftige Camper im Wald. Canoeing ist von hier aus auch leicht möglich. Ein uriger Wald-Campingplatz! Das Sanitärgebäude ist absolut einmalig. Komplett aus Baumstämmen gefertigt, (jedenfalls das Äußere) gibt es dort drei Toiletten („Vernünftige“, wie uns die Dame an der Rezeption draußen versicherte) und eine Dusche sowie eine Dachterrasse mit Tischen und Stühlen. Der Aufgang ist etwas abenteuerlich – nämlich über die links und rechts vom „Gebäude“ aufgetürmten Baumstämme.

Der Eingang (Mundloch) der Gutsmannshöhle und Anne ganz klein

Der Eingang (Mundloch) der Gutsmannshöhle und Anne ganz klein

Uriges Sanitärgebäude auf dem Dainas Campingplatz

Uriges Sanitärgebäude auf dem Dainas Campingplatz

Die Dame, die uns in Empfang genommen hatte, sprach sofort Deutsch (Nummernschild-Erkennung) mit uns und war super-superfreundlich und lustig. Da es noch hell genug war, riet sie uns, gleich mal die Gutmannshöhle, zu Fuß nur ein paar Minuten entfernt, zu besuchen. Da sie als Highlight in jeder Touristenbroschüre erwähnt ist, folgten wir ihrem Rat sofort. Das „zwei Minuten von hier“ stimmte nicht ganz, wir brauchten knapp 10 Minuten durch den Wald. Aber dann tat es sich vor uns auf, diese 10 Meter hohe „Mundloch“ genannte Öffnung der Höhle. Seit Jahrhunderten wandern die Menschen dorthin, ritzen und kritzeln ihre Namen und Herzen und Gedichte in den rotgelben Sandstein. Entweder sind die Zeichen ganz frisch, oder sie stammen – wie an den Jahreszahlen abzulesen ist – aus einer Zeit vor über 100 Jahren! Man wundert sich nur, wie Leute es auch an die unzugänglichsten Stellen geschafft haben, sich dort zu verewigen. Aus dem Quellwasser, das als heilend gilt, schöpfte Frederick sich eine Handvoll und kippte es auf seinen Arm, da macht uns ein Hautfleck ein bisschen Sorgen und nach unserer Reise wird sofort der Hautarzt aufgesucht! – Wer mehr über die Entstehung und dazu die Legende dieser Höhle wissen möchte, folge bitte dem Link Gutsmannshöhle. Ist echt spannend, führt aber hier zu weit!

Die eingeritzten Daten von Nahem

Die eingeritzten Daten von Nahem

In der Felswand eingeritzte Namen und Daten

In der Felswand eingeritzte Namen und Daten

Der Höhleneingang von Nahem

Der Höhleneingang von Nahem

Für uns wurde es Zeit zum Abendessen, kalte Küche (also Brot, Käse, Aufschnitt), da es mittlerweile spät geworden war. Am nächsten Tag hatten wir ja noch Tolles vor: Besichtigung der Turaida Burg und ein Treffen mit Inga und Ivars. Ivars gehört zur Wohnmobil-Dethleffs-Trend-Familie auf Facebook. Er hatte unsere Reise die ganze Zeit über verfolgt, uns mit guten Tipps versorgt und uns zu einem Treffen eingeladen.

Turaida, Freitag, 13. September 2019
Burgbesichtigung im Regen und ein Treffen mit Freunden

Über Nacht hatte es geregnet, morgens tat es das immer noch, – es sah düster aus mit der Wettervorhersage. Trotzdem sahen wir – gemütlich im Wohnmobil frühstückend – ein paar Wandervögel in regenfester Kleidung an uns und am Fluss entlang vorbeiziehen. Es fehlte nur ein fröhliches Lied auf den Lippen. Eine größere Gruppe mit Kindern (!) machte sich bereit für eine Kanu-Tour – wohlgemerkt im strömenden Regen.

Wir hatten genügend Zeit, da wir uns mit Inga und Ivars erst um 17 Uhr zu einem Spaziergang und anschließendem Essen in Ikšķile (eine gute Stunde Fahrt Richtung Süden) treffen wollten. Mit Schirm bewaffnet folgten wir wieder dem Rat der netten Campingplatzbesitzerin: zur Burg links kostet – rechts umsonst! Wir also rechtsherum, wo es eine Weile am Fluss entlang, dann durch den dichten Wald und schließlich über hölzerne Stiegen 650 m hinauf in Richtung Burg. ging.  Stiegen bedeuten steigen und das taten wir dann auch!

Ganz weit oben angekommen, war eine große offene Grünfläche mit etlichen steinernen Skulpturen bestückt. Viele stellen Figuren aus den lettischen Mythen und Legenden dar. Die Dainas (lettische Volkslieder) sind ebenso eingebunden, deshalb heißt die Wiese auch Volksliederpark. Die Sammlung dieser Volkslieder – es gibt sie seit über 1000 Jahren – ist unter dem Namen „Dainu-Schrank“ ins UNESCO-UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen worden. Nun verstehen wir, warum der kleine urige, etwas wilde Campingplatz sich „Dainas“ nennt, der Name passt gut.

Figur im Skulpturenpark

Figur im Skulpturenpark

Figur im Skulpturenpark

Figur im Skulpturenpark

Über 400 m und hunderte von Stufen hinauf zur Burg

Über 400 m und hunderte von Stufen hinauf zur Burg

An keinem Ticket-Häuschen vorbeikommend, standen wir plötzlich vor einem Haus, in dem vieles zur Frühgeschichte Lettlands und der Burg erklärt wurde. Es war ganz schön viel Betrieb und die Touristen drängelten sich, viele Schulklassen mit ihren Lehrern unterwegs, so geht Geschichtsunterricht! Auf Grund des Gedränges konnten wir uns nicht die Zeit nehmen, die Ausstellung und Informationen gründlich zu verarbeiten – wie wir es normalerweise zu tun pflegen. Daher ging’s weiter zur Burgruine, deren Entstehung im Jahr 1214 begann und die einst hölzerne Burg des Königs Kaupo der Liven ersetzte.

Ein noch gut erhaltener Teil der Burg

Ein noch gut erhaltener Teil der Burg

Ruinen der Burg Turaida

Ruinen der Burg Turaida

Wieder mal begegnen uns deutsche Namen, wie etwa Bischof Philipp von Ratzeburg. Er führte die Anordnung des Erzbischofs Albert von Riga aus, die Burg aus Steinen zu errichten. Der Name „Turaida“ stammt aus dem Livischen und wird mit „Gottesgarten“ übersetzt. Am gegenüberliegenden Ufer befand sich die Burg des Schwertbrüderordens, die Burg Turaida diente somit als Gegengewicht. Bis 1776 war sie bewohnt, brannte dann jedoch ab, mit Ausnahme des Turms. Sie war aber wegen der weiterentwickelten Artillerie strategisch bedeutungslos geworden. Die gesamte Anlage wird seit 1953 rekonstruiert und als Museum, Skulpturengarten und Park ist sie ein überaus beliebtes Ausflugsziel. Übrigens erreichbar von Sigulda aus mit einer Seilbahn (der einzigen Lettlands)!

Mittelalterlicher Webstuhl

Mittelalterlicher Webstuhl

Turaida Burgreste

Turaida Burgreste

Blick vom Wehrturm auf den Gauja Fluss

Blick vom Wehrturm auf den Gauja Fluss

Während es draußen heftig regnete, durchschritten wir wieder einmal Raum für Raum und bewunderten die vielen Exponate aus über 800-jähriger Geschichte. Hier herrschte dann auch wesentlich weniger Andrang. Ein paar Fotos zeigen hoffentlich, dass sich ein Weg auch dorthin unbedingt lohnt.
Es begann wieder zu regnen und wir liefen mit Schirm bewaffnet – dieses Mal an der Straße entlang – zurück zum Campingplatz. Unsere nette Betreuerin war gar nicht da,  was kein Wunder war bei dem Wetter, – auch die übrigen Besucher hatten das Weite gesucht. Wir machten es uns gemütlich und arbeiteten eine Weile an Texten und Fotos, bis es Zeit wurde, nach Ikškile zum Treffpunkt zu fahren.

Ein Treffen mit Freunden

Wir hatten uns in der Zwischenzeit mit Ivars verständigt, uns eine Stunde später zu treffen und den Spaziergang wegen des Regens abgesagt. Auf der Fahrt nach Ikšķile durch eine fantastische Landschaft gab es leider ein paar Baustellen. Aber gut, dass sich was tut. Wir kamen deswegen jedoch fast zu spät am Restaurant an. Ivars und seine Frau Inga warteten dort schon auf uns. Frederick und Ivars kennen sich bereits sehr gut über Facebook. Es ist eine Freude, beide nun persönlich kennen zu lernen und es ist leicht, sich mit ihnen auszutauschen, da Ivars und seine Frau Inga beide sehr gut Deutsch und Englisch (und Russisch!) sprechen. Die beiden reisen sehr gern und auch viel, soweit es die Zeit erlaubt. Sie sind noch jung und voll berufstätig.

Man kann sich vorstellen, dass wir einen fantastischen Abend in dem schönen Lokal am Stausee der Düna miteinander verbrachten. Essen,  Service und das Zusammensein mit den beiden waren hervorragend, Ivars und Inga  sind als lokale Leute im Restaurant bekannt, hatten die Hochzeit der Tochter dort gefeiert. Fünf Stunden waren wie im Fluge vergangen, zum Abschied schenkten uns die beiden noch eine Spezialität: Riga Black Balsam, eine Flasche Likör aus schwarzen Johannisbeeren nach unverändertem Rezept von 1752! Es war für uns ein unvergesslicher Abend in Ikškile (danke Inga und Ivars) und wir hoffen auf einen Gegenbesuch in Malente!

Riga Black Balsam Likör - Geschenk von Inga und Ivars

Riga Black Balsam Likör – Geschenk von Inga und Ivars

Ein toller Abend mit Inga und Ivars

Ein toller Abend mit Inga und Ivars

Silgunda - Ikskele

Silgunda – Ikšķile

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Comments
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    Claus-D. Aßmann
    Antworten

    Hallo Dethleffs!
    Und Ihr dachtet schon, mich los zu sein. Ha!
    Das waren ja wieder aufregende Reisetage. Viel Wäsche und keine Waschmaschine.
    Kein Wasser im Auto und keine Wassertankstelle – wenn man sie braucht. Tolle Souvenirs, die man haben möchte, aber zu teuer sind
    oder zu Hause keinen Platz finden.
    So eine Reise im Mobil ist offenbar nicht nur ein reines „Zuckerschlecken“, sondern trainiert mit seinen glegentlichen Entbehrungen
    gleichzeitig den für die Zukunft so wichtigen Minimalismus, den uns gerade Greta Thunberg lehrt.
    Harte Zeiten kommen auf uns zu…..
    A pros pos: Ihr solltet schon mal den E-Detleffs in Eure Planung aufnehmen! Mit dem „Dethleffs for future“ könntet Ihr Euch dann für die
    Ehrenmitgliedschaft in der „Wohnmobil-Detleffs-Trend-Familie“ qualifizieren – sofern Ihr nicht schon aktive Mitglieder seid.
    Und, wenn Ihr dann mal wieder in Schweden seid, Greta besuchen!
    Ich feue mich feststellen zu können, dass Ihr Euch meinen Foto-Tip für die Darstellung der Größenverhältnisse auf den Fotos
    zu Herzen genommen habt. Frederick auf dem großen Stuhl, am großen Tisch mit großer Tasse und Anne auf dem großen,
    originellen Stuhl und als kleine Anne vor dem riesigen Höhlenschlund der Gutmannshöhle. Bravo!
    Ich wünsche Euch noch eine schöne Reise mit hoffentlich weniger Entbehrungen,
    Euer liebenswerter Klugscheißer
    Assi

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