Wolohan’s Camping

 In Irland

Samstag, 14. Juli 2018
Faulenzen auf einem Campingplatz und Wäsche waschen

Wieder begrüßte uns die Sonne am Morgen. Wir schauten nach Campingplätzen für den nächsten Stopp, riefen bei zwei Plätzen an und erhielten Absagen. Sie waren bereits ausgebucht. Da wir dringend Frischwasser und Toilettenentsorgung brauchten, hatte Frederick die Idee, den nächsten Platz einfach ohne Buchung anzusteuern. Gesagt, getan. Leider führte eine sehr enge Einbahnstraße zum an der Steilküste gelegenen Platz und es musste ausgerechnet in dem Moment ein Wohnmobil ”von oben” kommen, dessen Fahrer sich weigerte, ein kleines Stück zurückzusetzen. Für uns war es wesentlich schwieriger, da 1. die zurückzulegende Strecke wesentlich länger war und 2. auch noch scharf um die Kurve ging. außerdem war mittlerweile bereits ein weiteres Fahrzeug auf uns aufgelaufen. Wir hatten Glück, dass ein Bewohner entlang dieser Straße das Dilemma erkannte und sein Zufahrtstor für uns öffnete, so dass der Klügere nachgeben und Frederick Platz machen konnte. Nachdem wir nach dem kleinen Intermezzo oben an der Rezeption angekommen, fragten wir nach einem Übernachtungsplatz. Die Betreiber winkten müde ab, alle Campingplätze in der Gegend seien hoffnungslos überlaufen, Wochenende! Sonntag Abend oder Montag wären wir willkommen.

Also fuhren wir weiter, hatten aber das Pech, noch mal an einen sturen Autofahrer (PKW!) – von unten kommend – zu geraten. Frederick musste zurücksetzen und machte seine Sache aber gut, wie auf der ganzen Tour mit all den Herausforderungen.

Der nächste Campingplatz bei Wicklow war ebenso ausgebucht, aber wir durften ”entsorgen”. Frederick zog los, musste dann aber feststellen, dass es mit der Entsorgungsstelle nicht klappte, sie war verstopft und wurde gerade repariert. So ein Pech! Das hätte man in der Rezeption aber wissen müssen. Wir hatten mehr Glück auf dem nächsten, nur einen km entfernten Platz. Dort bekamen wir sogar eine Parzelle für die Übernachtung zugewiesen, da wir keinen Strom benötigten.  Hier konnten wir entsorgen, Frischwasser auffüllen und unsere Wäsche waschen und trocknen. Außerdem gab es saubere, funktionierende Sanitärräume.

Greystones - Wolohans Camping

Greystones – Wolohans Camping

Auf dem Campingplatz

Auf dem Campingplatz

Gemütliches zuhause

Gemütliches zuhause

Sogar ein kleiner Laden war dort und die Betreiber des Platzes waren überaus nett. Der ganze Campingplatz befindet sich auf zwei riesigen Feldern an der Steilküste und heißt ”Wolohan`s Silver Strand”. Dei Bezeichnung Strand war aber etwas irreführend, wie wir später herausfanden. Von der Parzelle aus, die uns zugeteilt worden war lief ich etwa eine viertel Stunde zur “Laundry”, (Wäscherei)! Egal, das Wetter war gut, wir hatten einen Übernachtungsplatz zwischen Zeltern und waren letztendlich froh, unsere Belange erledigen zu können. Es war übrigens das erste Mal auf der gesamten Reise, dass wir ein bisschen in Bedrängnis hinsichtlich der Entsorgung kamen.

Campingplatz Koordinaten: N52.954715, O-6.016570

Den sehr winzigen Strand, über einen steilen Weg hinab entdeckten wir dann auch irgendwann, total überlaufen, Ostsee-Feeling stellte sich ein. Hier trafen wir auch einen Mann, der seine – offenbar neue- Drohne ausprobierte. Erst wollte sie nicht so richtig, dann aber zog sie ab und verschwand fast aus dem Blickfeld über dem Meer. Doch sie kam immer wieder problemlos zurück. Offenbar sind die Dinger so programmiert, dass sie automatisch zum Startpunkt zurückkehren, wenn sie kein Signal mehr empfangen oder auch, wenn die Batterieleistung zu niedrig ist. Was für eine Technik. Andere Urlauber, die dazukamen, waren gar nicht erfreut über diesen neumodischen Kram und schimpften, dass man ja dann ungewollt in seinem Garten oder einer einsamen Stelle am Strand beobachtet werden kann. Ist auch wieder war.

Die Drohne

Die Drohne

Blick vom Campingplatz auf die Irische See

Blick vom Campingplatz auf die Irische See

Wir stellten endlich mal Stühle und Tische heraus und – man wird es nicht glauben – faulenzten und lasen. Abends wurde dann auch mal wieder im Freien gegessen. Das tat mal gut, und so ließen wir den nächsten Tag auf uns zukommen.

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