Kenmare und Sneem

 In Irland

Dienstag, 19. Juni 2018
Von Eyeries über Kenmare nach Sneem

Und wieder mal packten wir unsere Sieben Sachen und reisten weiter. Der Stellplatz hatte eine gute Ent- und Versorgungsstation, so dass wir alles erledigen und mit frisch gefülltem Wassertank weiterfahren konnten. Noch einmal genossen wir die Fahrt durch das grüne Irland. Regen, Sonne und auch ein Regenbogen hatten uns begleitet und so hatten wir die “Forty Shades of GREEN” erlebt. Doch die Straße Richtung Kenmare auf dem letzten Abschnitt des „Ring of Beara“ war dann doch manchmal arg eng und Frederick musste höllisch aufpassen, nicht mit irgendwelchen Außenspiegeln entgegenkommender Fahrzeuge oder den Steinhecken an der linken Straßenseite zu kollidieren. Die Hecken sind nämlich tückisch. Sie sind begrünt, aber bestehen aus übereinander geschichteten Granitsteinen, die nach unten immer breiter werden, aber nicht zu sehen sind. Zu dicht darf man da nicht ‚ranfahren.

Sumpflandschaft auf der Fahrt nach Kenmare

So eng ist es häufig auf irischen Straßen

Beara hat so viel zu bieten. Es gibt die Gärten, die Gallerien (Bilder, Keramik, Schmuck), die historischen Stätten, jedoch sind diese meist über enge Straßen zu erreichen, nichts für unser Fahrzeug. Deshalb verzichteten wir auf weitere Erkundungen. Nach einer Stunde hatten wir die Stadt Kenmare erreicht. Sie ist das Tor zur Beara Halbinsel, die wir gerade verlassen hatten, dem Ring of Kerry und dem südlichen Teil des Wild Atlantic Way. Kenmare hat etwa 2400 Einwohner und ist stark vom Tourismus geprägt. Es gibt also viele Verführungen, angefangen bei einladenden Cafes, Restaurants über Gallerien zu kleinen Läden mit allerlei Schnickschnack. Bummeln macht hier also wirklich Spaß. Beim Lidl-Shop durften wir zwei Stunden kostenlos parken, dafür haben wir später dann auch dort eingekauft.

Holy Cross Kirche

Holy Cross Kirche

Bunte Ladenzeile

Bunte Ladenzeile

Celtic Cross vor der Kirche

Celtic Cross vor der Kirche

Wer sich mehr Zeit nimmt, kann die große Kirche Holy Cross besichtigen, den Steinkreis mit dem Dolmen, auf den Spuren der Wikinger wandeln. Wir zogen es vor, durch die belebte Kleinstadt zu bummeln. Immer wieder beeindruckend: die vielen bunten Läden, die den irischen Städten ihren Charakter verleihen. Ein Laden voller Süßigkeiten hatte es uns angetan. So etwas hatten wir noch nicht gesehen. Ein Paradies für Kinder und Erwachsene. Anne leistete sich eine Willie Wonka Schokoladentafel (100g für 3 €).

Ein Laden voller Süßigkeiten

Ein Laden voller Süßigkeiten

Eine Tafel "Willie Wonka" Schokolade

Eine Tafel „Willie Wonka“ Schokolade

In einem Straßencafé gönnten wir uns „Scones“ mit Erdbeermarmelade, die köstlich schmeckten.  Weil uns Kenmare so gut gefiel, fragten wir in der Tourist Info nach einem Stellplatz. Leider gibt es dort keinen. wir wurden auf einen 2 km entfernten Campingplatz verwiesen. Da wir dann wieder 30€ hätten zahlen sollen, verzichteten wir und entschieden uns auf dem „Ring of Kerry“ in westlicher Richtung weiterzufahren.   Wir bogen ab auf die Iveragh Peninsula (Halbinsel) auf der N70 nach Sneem. Dort sollte es lt. Stellplatz App einen schönen Wohnmobilstellplatz geben. Wir hätten beinahe auf das Abenteuer Ring of Kerry verzichtet, da Einheimische uns ja die Beara Halbinsel empfohlen und Kerry als zu touristisch beschrieben hatten, entschieden uns aber letztendlich doch dafür. Nun war das Wetter aber besser geworden und wir versprachen uns ein paar großartige Ausblicke auf Berge, Hügel, Landschaft, Meer. Wir folgten dem Tipp, mit dem Uhrzeiger zu fahren und das erwies sich als genau richtig! Dadurch fuhr man nicht hinter den vielen Touristbussen hinterher, sondern diese kamen uns entgegen. Die Busse müssen nämlich den Ring gegen den Uhrzeiger befahren.

Die Straßen waren überwiegend breit genug und auch gut. Natürlich klappert und ächzt es mal hier und da in unserem Gefährt, weil einige Straßenabschnitte dann doch allzu holprig sind. So erreichten wir gegen 16 Uhr den kleinen und wieder mal bunten Ort Sneem, dessen Einwohnerzahl nicht bekannt ist (wir schätzen, weniger als 1000). Wahrscheinlich steigt man nicht mehr durch, Touristen, fliegende Händler, Einwohner, im Wohnmobil Übernachtende etc.
Wir fanden einen sehr schönen, am Fluss und Stromschnellen gelegenen Stellplatz für 10€ und bezahlten in Murphys Bar. Als Aktivitäten werden Wandern, Wassersport und Einkaufen angeboten.

Eyeries – Kenmare – Sneem

Stromschnellen und im Hintergrund unser toller Stellplatz

Wir entschieden uns für Letzteres. Schnell hat man den Ort mit seinen vielen Geschäften erkundet. Klar, dass hier die vielen Busse, am Ende der Rundreise angekommen, halten und die Touristen noch mal nach Herzenslust ihr Geld ausgeben. Bei uns wurden es aus Mangel an live Musik im Pub drei CD‘s mit irischer Musik, eine neue  irische Kappe für Frederick und für mich eine wollene Jacke, „made in Italy“!

Je länger man sich hier aufhält, desto mehr entdeckt man auch hier: so zum Beispiel den Sneem Sculpture Park und den „Garden of the Senses“ (den Garten der Sinne). Wir wanderten alles ab, machten Aufnahmen, auch vom Pyramiden Garten direkt neben dem Stellplatz. Anne krabbelte sogar in eine der Pyramiden hinein. Auch die Stromschnellen oberhalb des Stellplatzes sind recht spektakulär, denn das Wasser rauscht dort mit hoher Geschwindigkeit und großem Getöse durch die Felsen.

Klare Aufforderung

Klare Aufforderung

Anne erforscht das Innere einer Pyramide

Anne erforscht das Innere einer Pyramide

Heute Abend wollten wir mal in einem Restaurant – hoffentlich – gut essen. Wegen der Vielzahl der Angebote fragten wir in einem Laden nach Empfehlungen und wurden auf das Restaurant „Sacre Coeur“ verwiesen. Der Tipp war wirklich gut, denn das Essen stellte sich als ausgezeichnet heraus. Ein guter Tropfen Chenin Blanc rundete einen tollen Abend ab.

Das Rauschen des Wassers in den Stromschnellen wiegte uns diesen Abend in den Schlaf.

Öffentlicher Grillplatz in Sneem

Der "Beste Fisch & Fisch Shop in Irland"

Der „Beste Fisch & Fisch Shop in Irland“

Der Pub „Sneem Tavern“

Einer der vielen Seen entlang der Route

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