Cork

 In Irland

Mittwoch, 13. Juni 2018
Stadtbesuch in Cork und irre Suche nach eine LPG-Tankstelle

Da der Bahnhof ganz in der Nähe war, entschieden wir uns, heute mit dem Zug nach Cork reinzufahren, die Rückfahrttickets kosteten 20€ für uns beide. Wir reisten nach dem Frühstück gegen 9.30 Uhr los, die Fahrt mit einer Art Schienenbus dauerte eine halbe Stunde. Leider war es heute zum ersten Mal total bewölkt. Sogar regnen sollte es später. Geradezu schauderhaft dann die Ankunft: eine verlotterte Bahnhofsgegend begrüßte uns. Wir waren enttäuscht. Uns kam das alles ein bisschen sehr schmuddelig vor.

Industriegegend im Bahnhofsbereich

Industriegegend im Bahnhofsbereich

Cork Innenstadt mit den dort typischen Straßenlaternen

Cork Innenstadt mit den dort typischen Straßenlaternen

In der Innenstadt sah es dann schon etwas besser aus und der viel gepriesene English Market war einen Besuch wert. Hier war alles sauber, das Angebot an Lebensmitteln, in erster Linie Fleisch schien von hoher Qualität.  Natürlich ist auch alles schon ziemlich auf touristische Besucher eingestellt und die Preise an den Lebensmittel-Ständen doch schon recht hoch. Aber vielleicht gehört es auch zur Tradition oder zum guten Ton, hier einzukaufen.

Eingangshalle des "English Market"

Eingangshalle des „English Market“

Blumendekoration im Stadtzentrum

Blumendekoration im Stadtzentrum

Den Markt gibt es schon seit etwa 1788, jedoch wurde an den Gebäuden (ist ja ein Indoor-Market) immer wieder etwas verändert. Bekannt und beliebt sind die Händler für frischen Fisch und die Schlachterei-Abteilungen. Königin Elisabeth besuchte den Markt 2011. Es geht die Sage, dass der Fischhändler Pat (!) O’Connell die Queen mit irgendeiner Aussage zum Lachen gebracht hat. Aber es wird Stillschweigen darüber bewahrt, was er denn wohl gesagt hat. Wir Touristen sind gerade an Prinz Charles vorbei geschrammt, der heute Cork und dem English Market seinen Besuch abstattet. Schade, dass wir ihn und Camilla verpasst haben!

Eine der typischen Ladenfronten

Eine der typischen Ladenfronten

Metropole Hotel

Metropole Hotel

Noch eine schöne Front

Noch eine schöne Front

Nach zwei Stunden waren wir in Cork durch, das Gefängnis, Cork City Gaol von 1824, in dem einst die Häftlinge, die nach Australien gebracht werden sollten, eingesperrt waren wollten wir nicht besichtigen, ebenso wenig die Burg – Kulturbanausen! Cork mit seinen ca. 126.000 Einwohnern ist eben eine größere Stadt und somit nicht unbedingt unser Fall.
Also zurück zum Bahnhof und eine halbe Stunde später waren wir bereits zurück am Wohnmobil.

Der moderne Glaseingang zum Bahnhof

Der moderne Glaseingang zum Bahnhof

Obdachlosenunterkunft am River Lee

Obdachlosenunterkunft am River Lee

Bevor wir weiterfuhren, mussten wir noch eine LPG-Gastankstelle (von denen es in Irland nur sehr wenige gibt) finden sowie die linke Scheinwerferbirne austauschen. Beides sollte es in der Nähe des Flughafens geben. Die Information hatten wir aus dem Internet. Diese Suche danach erwiesen sich als schwieriger als gedacht. Wir brachen gegen 14 Uhr auf, wurden jedoch unter dem angegebenen GPS-Koordinaten nicht fündig und irrten von Adresse zu Adresse. Die angegebenen Firmen in den verschiedenen Industriegebieten hatten den Handel mit dem Gas aufgegeben oder existierten nicht mehr. Einzig den Fiat-Händler konnten wir schließlich ausfindig machen, der uns für nur 10€ die Birne auch noch montierte. Da war alles wieder gut für den Moment! Gas hatten wir aber immer noch nicht. Hier gefragt, da gefragt, endlich die (hoffentlich) richtige Auskunft. Eine verpasste Ausfahrt und eine falsche telefonische Angabe später immer noch nichts. Es führte uns bis fast nach Cork hinein und nun war es bereits 16.30 Uhr, Feierabendverkehr. Ein letzter Versuch, die richtige Ausfahrt zu nehmen und siehe da: die Tankstelle der Firma Amber hatte ”unser” Gas. Danach klappte alles wieder wie von selbst … der Ärger und Stress war verraucht, wir konnten unsere Fahrt in Ruhe fortsetzen und kamen bei strömendem Regen in Kinsale auf dem kostenlosen Stellplatz an. Also eher nicht IN dem Ort, sondern ein wenig höher, gegenüber dem Ort und etwas abgelegen, direkt neben dem viel besuchten Charles Fort. Es war reines Glück, dass wir hier mit Blick auf das Fort und die Bucht noch den letzten Platz erwischten! Leider war es auch nicht unbedingt etwas mit dem Blick, der Regen prasselte nur so herunter und versperrte somit die Sicht: das erste richtige irische Wetter für uns!

Es war auch schon sehr stürmisch geworden und somit gemütlich zum Abendessen. Aufs Fernsehen verzichteten wir lieber, wir wollten bei dem Sturm den Verlust unserer Satellitenanlage nicht riskieren! Lesen war auch gut und um 22 Uhr lagen wir bereits in der Koje!

Cobh – Kinsale

Trüber Blick auf das Charles Fort

Trüber Blick auf das Charles Fort

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