Ardmore

 In Irland

Sonntag, 10. Juni 2018
Weiterfahrt nach Ardmore über Waterford

Wir verzichteten auf den (uns empfohlenen) Besuch von Hook Lighthouse, dem 800 Jahre und somit einem der ältestem noch funktionierenden Leuchttürmen der Welt. Auf die dorthin führenden, engen Straßen wollten wir uns nicht unbedingt einlassen und es gibt auch so genug zu sehen. Stattdessen steuerten wir Waterford an. Die Stadt ist bekannt durch das berühmte Waterford Kristall. Doch es erwies sich schwierig, nahe der Innenstadt einen Parkplatz für unser Wohnmobil zu ergattern, und so fuhren wir dann weiter zu unserem Tagesziel, dem kleinen Ausflugsort Ardmore an der Küste. Dort kamen wir gegen 16 Uhr an. Die Zufahrt zum Stellplatz ist eng und funktioniert nur mit vor- und zurück fahren bei Gegenverkehr und einigem Verständnis füreinander.

Stellplatz Koordinaten: N51.956734, O-7.723677

Eine Übernachtung kostet 10€, Ver- und Entsorgungsstation ist vorhanden, jedoch keine Mülleimer (merke: nimm’s wieder mit …). Das Problem lösen wir, indem wir kleine Tüten nutzen und sie im Ort in vorhandenen Boxen entsorgen (danke, Di und Dave für den Tipp!).

Der Platz ist riesig und liegt direkt am Meer. Unterhalb des Küstenweges liegt ein Strand. Der ist leider teilweise voller grüner Algen (Überdüngung aus der Landwirtschaft?). Die Kuhweide mit den Schwarz-Bunten liegt direkt neben uns … wie auch ein richtiger Campingplatz mit transportablen Ferienhäusern). Der Besitzer des Platzes war gerade vor Ort,  wir bezahlten ihn direkt und suchten uns einen Platz. Hier stehen wir auf einer riesigen Wiese mit Blick auf das Meer.

New Ross - Waterford - Ardmore

New Ross – Waterford – Ardmore

Stellplatz Ardmore

Stellplatz Ardmore

Wir spazierten den Küstenpfad entlang zum kleinen Zentrum mit Pubs, Gallerien und Shops. Am Sonntag war der Ort gut besucht von Familien, einige Mutige badeten sogar. Wir sahen einen Hinweis, dass die Wasserqualität regelmässig gecheckt wird und es auch in diesem Monat/Jahr keine Beanstandung gibt.

Auf dem Rückweg kamen wir am Round Tower Hotel vorbei . Dort machten zwei Musiker tolle Folkmusik draußen im Biergarten. Da mussten wir – mit vielen anderen – eine Weile mit je einem halben Guinness zuhören!

Irische Volksmusik im Biergarten

Irische Volksmusik im Biergarten

Blumenpracht vor einem Restaurant

Blumenpracht vor einem Restaurant

Die Ardmore Bucht

Die Ardmore Bucht

Fischerdenkmal am Hafen

Fischerdenkmal am Hafen

Dann freuten wir uns auf unser Abendessen am Wohnmobil: die teuren neuen Kartoffeln, Blumenkohl und Wurzelgemüse, ein Steak und Hühnerbrust vom Grill, ein Fest! Gekrönt von teuren Erdbeeren mit Joghurt! Lecker!

Schauen wir mal, wie es hier morgen weitergeht.

Montag, 11. Juni 2018
Montage des neuen Vorzelts

Frederick konnte es nicht lassen: Aufbau und Ausprobieren des Vorzeltes, das wir in Holland gekauft hatten. Frederick werkelte den ganzen Morgen allein damit herum, was ich wirklich bewundere! Nun steht es, es ist 13 Uhr, und wir entscheiden uns, eine weitere Nacht zu bleiben (um 14 Uhr müssten wir sonst den Platz verlassen).

Frederick beim Aufbau des Vorzelts

Frederick beim Aufbau des Vorzelts

So langsam wird ein Schuh draus

So langsam wird ein Schuh draus

Ein großer Innenraum

Ein großer Innenraum

Fertig - Hat alles geklappt

Fertig – Hat alles geklappt

Das Vorzelt bleibt erst mal stehen, alles passt und es sieht gut aus! Nun geht es auf eine Küstenwanderung, das Wetter heute: bedeckt und etwa 17 Grad, gerade richtig für uns zum Laufen. Der alte Friedhof mit dem „Runden Turm“ war einen Besuch wert. Die Aussicht von dort auf die Ardmore Bucht ist spektakulär. Wir wanderten weiter auf der Halbinsel entlang der Küste. Es fiel wirklich auf, wie stark Land, Landschaften und die Orte denen in Cornwall ähneln.

Auf unserer Fahrt durch die Lande müssen wir schon verdammt gut aufpassen: Alle Straßen- und Hinweisschilder sind zweisprachig (Gälisch und Englisch), wie in Wales oder auch in der Bretagne (Bretonisch/Französisch). Zum Glück führt uns das Navi immer an den richtige Ort. Aber verwirrend ist es doch, weil es eine allzu ungewöhnliche Zusammensetzung von Buchstaben ist.

In einem urigen kleinen Café leisteten wir uns dann noch einen sogenannten „Afternoon Tea“ mit zwei leckeren Kuchen und „Tea for Two“. Zurück am Stellplatz bauten wir das Vorzelt in Rekordzeit wieder ab (30 Minuten) und verstauten alles.  So können wir morgen zeitig aufbrechen.

Im Künstler Café

Esel mit Milchkarren vor einer potemkischen Shop-Fassade

Esel mit Milchkarren vor einer potemkischen Shop-Fassade

Ardmore Friedhof mit dem "Runden Turm"

Ardmore Friedhof mit dem „Runden Turm“

Schöner privater Garten

Schöner privater Garten

Cork ist unser nächstes Ziel. Den Rest des Tages verbummeln wir mit Lesen, Kochen, Schreiben und Glotze. Erstaunlicherweise lassen sich die meisten deutschen Programme auch hier in Irland empfangen. Die Fußballweltmeisterschaft kann kommen.

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Comments
  • Claus-D. Aßmann
    Antworten

    Hallo Dethleffs!
    Wieder etwas dazugelernt: Die Kennedys stammen also aus Irland. Da ist es natürlich, dass die Iren dem großen Staatsmann aus ihren Reihen ein Denkmal setzten – zumal, wenn er sie dort besucht hat. Ein schönes Bild, liebe Anne, wie Du dem JFK die Hand schüttelst Hätte ich auch getan…
    Frederick bei der Arbeit zuzusehen, wenn auch nur auf den Bildern, ist mal ein neuer Eindruck. So ein Vorzelt gibt natürlich ordentlichen, zusätzlichen Raum.
    Aber wollte Ihr das an jedem Übernachtungsort dieser Tour aufstellen?
    Übrigens: Beim Lesen Eures ersten Berichtes von der Überfahrt Cherbourg / Rosslare mit der Fähre „Oscar Wilde“ ist mir eingefallen, dass ich diesen Namen für eine Fähre schon einmal gelesen habe. Nachforschungen in meinem Schiffsarchiv brachte dann auch die Erleuchtung: Die „Oscar Wilde“ ist die
    alte Norgwegenfähre der Color-Line von Kiel nach Oslo, die „Kronprins Harald“, die im Jahre 2007 nach Irland an „Irish Ferries“ verkauft wurde, weil sie durch die „Color Magic“ ersetzt wurde. Ich hoffe, ich konnte Euch damit auch ‚mal etwas Neues erzählen…
    Dann bis zum nächsten Mal.
    LG Assi

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