Von Posen nach Malente

 In Deutschland

Mittwoch, 25. September 2019
Viel Regen und eine Odyssee in und um Posen

Eine Stadt stand nun noch auf unserer Liste: Posen (poln. Poznan), auch dort soll es eine besonders schöne Altstadt geben. Nach dem Frühstück auf dem Campingplatz in Thorn versorgten wir unser Fahrzeug mit Frischwasser, erledigten die Entsorgung Grauwasser/Toilettenkassette und fuhren dieses Mal nicht auf dem engen Weg Richtung Brücke, sondern zur anderen Seite, wo die Straße viel breiter war. Das wäre wohl die richtige Zufahrt gewesen, tja, Navi weiß auch nicht alles. Hatten wir in Thorn noch Glück mit dem Wetter gehabt, prasselte der Regen während der Fahrt nur so herunter. Ist ja nicht weiter schlimm während des Fahrens.

Als erstes Ziel fuhren wir ein „Outlet“-Center am Stadtrand von Posen an. Frederick wollte sich noch ein Paar Schuhe kaufen. Kurz vor der Autobahnausfahrt gerieten wir in einen Stau. Schuld waren Autobahnbaustellen rund um die Stadt herum. Da wir aber an der Ausfahrt abbiegen wollten, war die Verzögerung nicht so schlimm. Etwas schwieriger war dann das Parken auf dem enormen Parkplatz des Outlet-Centers. Nicht nur, dass er fast voll war, sondern es gab keine Parkbuchten für Fahrzeuge in der Größe unseres fast 7,50 m langen und 2,33 m breiten Wohnmobils. Schließlich fanden wir noch zwei freie Plätze nebeneinander, wo wir dann rückwärts einparkten, mit dem hinteren Überhang unseres Gefährts über die rückwärtige Begrenzung der Parkbucht hinausragend. Das Outlet-Center ist nagelneu und riesig. Die Nike-Schuhe, die Frederick wollte, gab es leider nicht, denn es wurden nur Modelle aus den Vorjahren verkauft. Der nette Verkäufer empfahl uns ein Einkaufszentrum in der Stadt und schrieb uns die Adresse auf. Ich kaufte mir aber noch ein schönes T-Shirt, so dass der Aufwand nicht gänzlich vergebens war.

Draußen regnete es immer noch in Strömen. Mit Regenschirm bewaffnet, gelangten wir einigermaßen trocken zurück ins Wohnmobil, gaben die uns genannte Adresse ins Navi ein und fanden uns bald im Großstadtgetümmel von Posen wieder. Das Einkaufszentrum war leicht zu finden, aber dort zu parken stellte sich als unmöglich heraus. Ein Versuch, auf einen bewachten Parkplatz zu fahren, wurde von einer, aus ihrem Parkhäuschen herausstürzenden, älteren Frau jäh gestoppt, als sie unser großen Wohnmobil erspähte. Nein, nein, nein, machte sie uns klar: hier könnten wir auf keinen Fall parken. Mühsam manövrierte sich Frederick wieder zurück auf die Straße.

In Posen an der Warthe leben mehr als 552.000 Einwohner, also mussten wir uns wieder auf „Großstadt“ einstellen. So wurde es denn auch eine schwierige Fahrerei, da großes Verkehrsaufkommen herrschte, inklusive Straßenbahnen. Frederick musste höllisch aufpassen. Schließlich landeten wir tatsächlich am vorher in Park4Night ausgesuchten Stellplatz an der Kathedrale. Es waren lediglich Parkbuchten am Straßenrand, von denen gerade eine noch frei war. Nach der Umher-Kurverei brauchten wir erstmal einen Kaffee. Dabei überlegten wir, wie es weitergehen sollte. Ideal war dies als Stellplatz über Nacht wirklich nicht! Bei dem Sauwetter war eine Stadtbesichtigung sowieso keine Option. Wir entschieden uns letztendlich gegen Posen, war es gefühlsmäßig doch wieder mal so eine Stadt nach dem Motto: Euch Wohnmobilfahrer wollen wir nicht! Noch mal ein nachträgliches Dankeschön an Warschau, wo man uns so herzlich willkommen geheißen hatte!

Irrfahrt in und um Posen

Irrfahrt in und um Posen

Torun (Thorn) – Poznan (Posen)

Frederick schlug vor, die zweieinhalb Stunden bis Frankfurt/Oder durchzufahren und dort einen Stellplatz zu suchen. Gegen 16.30 Uhr ging es also weiter Richtung Autobahn. Doch dort war hedoch schon nach kurzer Zeit Schluss. Der Stau, den wir vor zwei Stunden noch kurz tangiert hatten, schluckte uns schon nach ein paar Kilometern. Die A2 Richtung Frankfurt/Oder, auf die wir fahren mussten, war offensichtlich über eine längere Strecke komplett dicht und leider alle Straßen drumherum ebenso. Staus ohne Ende. Wir vermieden es, uns in die Schlange zur Auffahrt auf die A2 einzuordnen, versuchten also, südlich um Posen herum einen Weg zu finden. Das misslang komplett und 45 Minuten später waren wir wieder fast dort, wo wir auf die Osttangente von Posen aufgefahren waren. Nochmals fuhren wir nach Süden. Die Autobahn-Option auf dem Navi hatte Frederick mittlerweile blockiert. Er hoffte, dass er jetzt über Landstraßen um den Stau herumgeleitet würde. Doch wieder ging es schief. Statt nach Süden und schließlich in westlicher Richtung führte uns das Navi wieder direkt nach Posen, fast durch die Innenstadt bis zu einer nördlichen Umfahrung. Es dauerte noch einmal eine Stunde, bis wir endlich im Nordwesten der Stadt auf die N92 gelangten, die vierspurig ausgebaut war. Jetzt ging es zügiger voran und schon bald ließen wir die Großstadt hinter uns.

Es war mittlerweile dunkel geworden, und Frederick verspürte keine große Lust auf weitere zweieinhalb Stunden Autobahnfahrt. So bogen wir von der N92 ab und landeten in der Dunkelheit in irgendeinem Kaff, sahen einen großen freien, wenig beleuchteten Parkplatz und entschieden uns, nach dem ganzen Ärger für eine Übernachtung auf diesem Platz. Für das Abendessen reichten ein paar Brote. Dann noch ein bisschen Glotze und früh in unsere Betten. Leider nicht für lange, Frederick weckte mich gegen Mitternacht. Er war durch ein auf den Parkplatz fahrendes Auto aufgewacht und hatte eine Autotür klappen hören, gefolgt von Schritten, irgendwie unheimlich. Damit war die Nachtruhe natürlich vorbei. Wir zogen uns schnell an, richteten das Fahrzeug für die Abfahrt her (alle Jalousien hoch) und düsten los, Richtung Grenzübergang Deutschland – zwei Stunden Fahrtzeit. In den Jahren unseres Reisens haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, unser Fahrzeug immer so zu parken, dass wir sofort zur Abfahrt bereit sind.

Donnerstag, 26. September 2019
Zurück in Deutschland

So rauschten wir nach Mitternacht gen deutsche Grenze. Der Regen hatte sich etwas gelegt. Es nieselte noch ein wenig, aber nach einer halben Stunde war es trocken und damit auch das Fahren angenehmer. Die Fahrt bis Frankfurt/Oder verlief ereignislos, und um zwei Uhr morgens kamen wir in dem kleinen brandenburgischen Ort Diensdorf an, wo es am Scharmützelsee einen für Wohnmobile ausgewiesenen Stellplatz gab, den ich während der Fahrt in der Stellplatz App ausfindig gemacht hatte. Dort standen weitere Fahrzeuge, und wir fühlten uns dort sicher und gut aufgehoben. Fünf Minuten nach Ankunft auf dem Platz lagen wir schon in unseren Kojen. Kein Wunder, dass wir nach so einer Nacht „bis in die Puppen“ (11 Uhr) schliefen!

Stellplatz in Diesdorf-Radlow

Stellplatz in Diensdorf-Radlow

Kobylniki - Frankfurt (Oder) - Diensdorf

Kobylniki – Frankfurt (Oder) – Diensdorf

Es wurde ein spätes und langes Frühstück – so eine blöde Tour wie in Posen und die unterbrochene Nachtruhe aus den Knochen zu schütteln, dauert halt eine Weile! Neben uns stand ein PKW-Kombi (wir glauben, es war ein Dacia Dokker), in dem ein junges Paar übernachtet hatte. Sie waren am Packen. Wir kamen ein bisschen ins Gespräch und erfuhren, dass die beiden ihr Leben komplett „über den Haufen geschmissen“ hatten. Gut bezahlte Jobs gekündigt, Wohnung aufgegeben und jetzt seit zwei Jahren auf Europa-Tour mit dem etwas umgebauten Wagen. Die beiden fanden ihr neues Leben, raus aus der Tretmühle, einfach großartig. Ganz schön mutig! Wer sehen möchte, wie die beiden das machen, kann mal auf Youtube „Hedwig auf Reisen“ eingeben. Irgendwie sind wir froh, dass wir uns über solcherlei Dinge keine Gedanken mehr machen müssen. Tretmühle haben wir hinter uns, in die Rente eingezahlt und sind jetzt auf Tour mit einem etwas größeren und bequemeren Fahrzeug, in dem sich auch lange Reisen komfortabel aushalten lassen.

Nach dem komplett verregneten Tag gestern schien heute die Sonne und die Wetterprognose verhieß 20 Grad. In dem Wäldchen am See in Diensdorf wollten wir aber nicht bleiben, denn man konnte hier nicht am See entlang wandern, überall nur Privatgrundstücke! Im benachbarten Bad Saarow, einem Kurort lockte eine Promenade und ein Wanderweg entlang des Scharmützelsees. Dort machten wir zuerst eine Ortsbesichtigung und danach einen ausgedehnten Spaziergang entlang des Sees. Richtig hübsch war es dort,  was sage ich, hübsch, – es ist wunderschön! Später spendierte Frederick uns einen Eisbecher im Café am See, 7,50€ pro Becher. Das sind wohl schon Berliner Preise. Wir bezahlen bei unserem Italiener Aldo in Malente immer noch um die 5 EUR. Im Ort endlich ein Friseur in Sicht: 45€ für Waschen und Schneiden, das ist mir zu teuer und ich entscheide mich für meine „alte“ liebe Friseurin in Malente, so lange muss der Haarschnitt also noch warten!

Hotel Villa Contessa in Bad Saarow

Hotel Villa Contessa in Bad Saarow

Ausflugsboot am Scharmützelsee in Bad Saarow

Ausflugsboot am Scharmützelsee in Bad Saarow

Hausboote am Steg in Bad Saarow

Hausboote am Steg in Bad Saarow

Schwan und Boot

Schwan und Boot

Weil wir auf dem Stellplatz in Bad Saarow keinen Internet-Empfang hatten (schließlich soll man sich hier erholen!), fuhren wir in den Nachbarort Storkow. Das Wappen des kleinen Ortes (ca. 9.200 Einwohner) deutet vermeintlich auf den Ortsnamen hin: ein Storch, stammt aber wohl eher aus dem Slawischen (Sturkuowe – nachgelesen im Internet). Leider begann es wieder heftig zu regnen, so dass wir uns im Ort die Burgbesichtigung schenkten und noch eine Weile an unseren Reiseberichten arbeiteten. Schade, dass es mit der Burgbesichtigung nicht klappen wollte, immerhin ist Storkow (Gründung 1209) die sechst-älteste der 112 brandenburgischen Städte!

Storkow Stellplatz

Storkow Stellplatz

Diensdorf - Bad Saarow - Storkow

Diensdorf – Bad Saarow – Storkow

Mit unserem gewählten Übernachtungsplatz waren wir total zufrieden. Er liegt in einer ruhigen Sackgasse an der Kanalschleuse und ist für vier Wohnmobile vorgesehen. Benötigt man Strom, kann man sich im Touristenbüro einen Schlüssel für den Stromkasten holen. Zur Zeit sind nebenan Bauarbeiten, deshalb wurden wir Freitagmorgen unsanft um 7 Uhr durch Baulärm geweckt! Konnte man ja nicht wissen …

Freitag, 27. September 2019
Dauerregen und Blog Bearbeitung

Der Freitag verging mit dem Aussitzen des Dauerregens, brachte uns aber mit dem Schreiben unseres Blogs und mit der Fotobearbeitung weiter! Erst am späten Nachmittag drehten wir mit Schirm und Rucksack (einkaufen!) eine Runde durch den Ort.

Boot kommt aus der Schleuse

Boot kommt aus der Schleuse

Storkow Kanal

Storkow Kanal

Es ist auch mal ganz gemütlich, nichts „auf dem Zettel“ zu haben. Wir richten uns allmählich auf das nach Nachhausekommen ein.

Samstag, 28. September 2019
Treffen mit Freunden in Berlin

Brot aus deutscher Bäckerei zum Frühstück, wie lecker ist das denn! In aller Ruhe frühstückten wir und verließen dann den netten und eigentlich – wenn der Baulärm nicht gewesen wäre – ruhigen Stellplatz und fuhren zu unserer Verabredung mit den Freunden Frauke und Udo nach Berlin, in den Grunewald. Auf dem Weg zu dem von Frauke vorgeschlagenen Wirtshaus „Moorlake“, tief im Wald Havel/Wannsee gelegen, überquerten wir – von Potsdam kommend – die aus DDR-Zeiten berühmt-berüchtigte Glienitzer Brücke (Austausch von Spionen). Nichts erinnert heute mehr an die unrühmliche Geschichte (es sei denn, wir haben irgendeine Plakette oder ähnliches übersehen).

Das Wirtshaus Moorlake blickt auf eine über 100 jährige Tradition als beliebtes Ausflugsziel der Berliner und Potsdamer zurück. Die etwas in die Jahre gekommene Inneneinrichtung sieht nach altem Jagd- und Forsthaus aus. Im Wirtshaus gibt es – wie ein Poster ankündigte – immer wieder mal Lesungen mit bekannten Schauspielern aus Film und Fernsehen.  Die Wiedersehensfreude mit Frauke und Udo war groß. Wir verbrachten ein paar sehr schöne Stunden beim Kaffeetrinken und Klönen, währenddessen Snoopy, Udo’s süßer Jack-Russell Terrier die ganze Zeit über mucksmäuschenstill unter dem Tisch lag.

Havelfähre

Havelfähre

Heilandskirce am Port Sacrow und Segelboot

Heilandskirche am Port Sacrow und Segelboot

Herbstliche Havel

Herbstliche Havel

Wiertshaus Moorlake im Berliner Grunewald

Wiertshaus Moorlake im Berliner Grunewald

Am selben Abend noch fuhren wir auf einen Campingplatz nach Brieselang im Landkreis Havelland in Brandenburg. Das dauerte länger als gedacht, weil auf „Park4Night „die GPS-Koordinaten falsch angegeben waren. Da half dann nur, die Adresse einzugeben. Letzt und endlich .. fanden wir den Stellplatz, aber mit 45 Minuten Verspätung. Für 21€ inklusive Strom ist der Preis im Berliner/Potsdamer Umfeld und mit seiner Lage am Havelkanal wohl noch günstig. Die Stellflächen im Grünen sind großzügig bemessen. Die veralteten Sanitäranlagen sollen – wie der Besitzer sagte – in der kommenden Zeit nach und nach erneuert werden. Außer dem immer noch prasselnden Regen über Nacht hatte uns hier nichts gestört.

Brieselang Campingplatz

Brieselang Campingplatz

Storkow - Wirtshaus Moorlake (Berlin) - Brieselang

Storkow – Wirtshaus Moorlake (Berlin) – Brieselang

Sonntag, 29. September 2019
Regen, Regen, Regen

Das Ende unserer Reise zeichnete sich ab. Nach dem Frühstück fuhren wir weiter, leider wieder bei Regen, durch das Havelland und die schöne Mark Brandenburg, zum Beispiel durch Ribbeck (Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ballade von Theodor Fontane fiel uns gleich ein!) und andere geschichtliche kleine Orte. Wir vermieden die Autobahn und konnten so – trotz des Regens – die Fahrt über die Dörfer und Kleinstädte genießen. Zeit hatten wir genug, da unser Werkstatttermin bei Caravan-Wendt erst am Mittwoch war.

Zwei Stunden dauerte es bis zum Stellplatz am Stadthafen in Grabow. Die Übernachtung dort kostet nur 5€, Ver- und Entsorgung ist möglich. Da es immer noch regnete, nutzten wir die Zeit, an unserem Blog weiterzuarbeiten. Der Werkstatttermin am Mittwoch ist in Kremmin, 6 km entfernt. Morgen soll das Wetter etwas besser werden. Dann wollen wir das mal hoffen.

Das alte Mühlengebäude

Das alte Mühlengebäude in Grabow

Brieselang - Grabow

Brieselang – Grabow

Montag, 30. September 2019
Friseur und Schokoküsse

Leider war auch an diesem Montag, entgegen der Vorhersage das Wetter richtig mies. Nach dem Frühstück nutzten wir eine Regenpause zu einem Spaziergang in die Stadt und zur Post. Mir gefiel die Kurzhaarfrisur der Dame in der Poststelle und ich fragte sie kurzerhand, zu welchem Friseur sie ginge. Friseur Guse in der Mühlenstr., mal eben um die Ecke, meinte sie. Dorthin lief ich gleich, und ich hatte Glück und brauchte nicht zu warten. Frederick marschierte derweil zurück zum Wohnmobil, um sich mit seiner Bildbearbeitung zu beschäftigen. Ich war zufrieden mit dem Ergebnis des neuen Haarschnitts und hatte noch mal Glück, auf dem Rückweg zum Wohnmobil wieder eine Regenpause erwischt zu haben.

Am Nachmittag sah es wettermäßig etwas besser aus und wir trauten uns – mit Regenschirm bewaffnet aus dem Wohnmobil. Ziel war das Grabower Süßwarenwerk, bekannt für die Herstellung von Schokoküssen (so nennt man diese Dinger heute politisch korrekt). Die Firma bietet Werksverkauf an und wir liefen die zwei Kilometer dorthin zu Fuß. Am liebsten wären wir mit einem Karton von 60 Schokoküssen davonmarschiert. Aber die Vernunft siegte dann doch und wir begnügten uns mit etwas kleineren Schachteln (eine war für den Geburtstag unserer Enkelin gedacht).

Lecker, lecker...

Lecker, lecker…

Grabower Schaumküsse

Grabower Schaumküsse

Auf dem Rückweg wurden wir dann doch noch von einem kräftigen, gewittrigen Regenschauer überrascht, waren aber glücklicherweise nahe einer Bahnunterführung, so dass wir dort das Ende des Regens geschützt abwarten konnten. Bei dem heftigen Schauer hätte uns der Regenschirm nix genützt!

Dienstag, 1. Oktober 2019
Hagenow und ein Wiedersehen mit einem guten Freund

Für diesen Tag hatten wir uns mit Achim, unserem Freund aus Wittenburg verabredet. Und zwar hatten wir die ehemalige Kreisstadt Hagenow als Treffpunkt vorgeschlagen, die zwischen Wittenburg und Ludwigslust liegt. Achim kennt sich dort gut aus. Wir waren zwar rechtzeitig losgefahren, doch wider Erwarten hatten wir Probleme, den in der App empfohlenen Stellplatz  zu finden, aus unerfindlichen Gründen hatte die Stadt die Zufahrt zum Parkplatz nur für PKW’s gekennzeichnet, so dass wir daran vorbei fuhren und uns dadurch einen mehrere Kilometer langen Umweg einhandelten. Schließlich gelangten wir dann doch noch auf den Platz. Mittlerweile war Achim schon am vereinbarten Treffpunkt und rief bereits an, wo wir denn seien. Erfreulicherweise hatte es aufgeklart und wir freuten uns riesig, Achim wiederzusehen. Wie vereinbart, machten wir einen Rundgang durch die Stadt und Achim erklärte uns die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt inklusive der geschichtlichen Hintergründe.

Mühlenteich in Hagenow

Mühlenteich in Hagenow

Hagenower Kirche

Hagenower Kirche

Anne mit Achim

Anne mit Achim

Alles rundeten wir mit einem guten Essen in dem gemütlichen Restaurant Leuschner ab. Dann ging’s für uns zurück nach Kremmin, wo wir auf dem Parkplatz der Firma Caravan-Wendt parkten.  Hier planten wir zu übernachten, so dass wir früh morgens gleich vor Ort  waren. Doch den Gedanken gaben wir schnell wieder auf, denn wir hatten dort keinen ausreichenden Internet-Empfang – ein Muss für die Arbeiten an unserem Blog. Also ging’s zurück auf den Stellplatz in Grabow.

Mittwoch, 2. Oktober 2019
Werkstatttermin und endlich wieder zuhause

Pünktlich um 9 Uhr waren wir wieder bei Caravan-Wendt. Schon nach gut einer Stunde war der Einbau der neuen Schublade erledigt. Wenig später waren wir auf der Autobahn und in etwas über zwei Stunden und insgesamt 6.600 km seit unserer Abreise am 28. Juli und vielen unschätzbaren Erlebnissen endlich zuhause in Malente.

Kurzes Fazit

Mehrmals hatten wir die Reise ins Baltikum verschoben, doch glücklicherweise den Plan nie aufgegeben. Denn das Erlebte übertraf bei weitem die ursprünglichen Erwartungen. Das Baltikum ist mehr als eine einzige Reise wert. Land und die sehr freundlichen Leute dort kennenlernen zu dürfen, war eine große und schöne Bereicherung für uns. Schon jetzt denken wir an eine nächste Fahrt dorthin, und die wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen. Erfreulich war auch, dass die Kosten für Übernachtungen auf bezahlten Camping- und Stellplätzen wesentlich geringer waren, als wir erwartet hatten. Von insgesamt 77 Übernachtungen haben wir nur 16 mal kostenpflichtige Stell- oder Campingplätze aufgesucht, viele davon waren sehr günstig.

Unsere Begeisterung für das Land Polen und das Baltikum steckt vielleicht noch einige andere an. Reiseziele, die sich wirklich lohnen, wie Fredericks Fotos hoffentlich belegen!

 

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Showing 2 comments
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    Claus-D. Aßmann
    Antworten

    Hallo Dethleffs!
    „Endlich wieder zu Hause“….höre ich da Reisemüdigkeit?
    Wahrscheinlich eher die Freude auf das heimische Bett, das tolle Bad (ohne Entsorgungsprobleme) und die eigene Dusche, die Waschmaschine, die Unabhängigkeit von Stellplätzen und die Sicherheit, dass niemand Euch dort, wo Ihr zu Hause seit, wegjagen kann!
    Niemand, der mitternachts um den Dethleffs streicht….
    Ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit – das ist das Zuhause. My home is my Castle…!
    Willkommen in dem „Land zwischen den Meeren“, dem „echten Norden“, dort wo die Familie lebt und die langjährigen Freunde sind. Wo man, wenn man will,
    täglich Fisch essen kann und wo ein jeder versteht.
    Willkommen zu Hause!
    Assi

  • Avatar
    Bexkens John
    Antworten

    Liebe Anne und Frederic,
    Wir haben mit großes Interesse Euer Blog über euer fahrt ins Baltikum verfolgt.
    Es ist sehr schön und humorvoll geschrieben!
    Ein großes Lob auch für die tolle Bilder!
    Somit hatten wir immer das Gefühl mit dabei zu sein.
    Wir wünschen euch ein schöne Zeit zuhause und schauen aus nach die nächste Reise von euch beiden
    John und Helga

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