Gödöllö

 In 2016, Ungarn

Dienstag, 12. April 2016
Gödöllö

Nach dem Frühstück gingen wir die kurze Strecke zur Bahnstation und fuhren in ca. 50 Minuten mit der Vorortbahn (im Plan herausgesucht) nach Gödöllö. Zuerst gingen wir durch den Erzsebet (Elisabeth-)Park, dann hinüber zum Schloss. Gödöllö hat 34.000 Einwohner und ist berühmt für sein Schloss, Ungarns größtes Barockpalais. Nicht nur das, es war auch die Lieblingsresidenz der österreichischen Königin Elisabeth, besser bekannt als „Sisi“. 1867 hatte der ungarische Staat dem österreichischen Kaiser und ungarischem König Franz Joseph I. das Schloss geschenkt! Sisi liebte es, dort zu sein und verbrachte Wochen und sogar Monate hier. Es hieß, dass Sisi ihre glücklichste Zeit in Ungarn verbracht hatte, hier konnte sie ganz sie selbst sein, fort von dem höfischen Zeremoniell am Hofe in Wien. Während der kommunistischen Herrschaft wurde das Schloss zwar weiterhin genutzt, u.a. als Unterkunft für Soldaten, später als Altersheim, aber es verfiel zusehends. Nach der Wende um 1990 machte man sich endlich an die Restaurierung und bereits 1996 wurden Besucher aus aller Welt empfangen.

Barockes katholisches Mahnmal im Elisabeth-Park

Barockes katholisches Mahnmal im Elisabeth-Park

Sisi-Statue im Elisabeth-Park

Sisi-Statue im Elisabeth-Park

Blumenpracht in Gödöllö

Blumenpracht in Gödöllö

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Räume sind opulent und sehr geschmackvoll ausgestattet, teilweise mit Original-Möbeln aus der k.u.k.(kaiserlich-königlichen) Zeit. Auffallend sind die wunderschönen großen Kachelöfen, die Stoff-Wandverkleidungen, die Vorhänge, die Parkettböden, in schönen Mustern gelegt. Trotz der teilweise großen und vor allem hohen Räume strahlte das Schloss eine anheimelnde Atmosphäre aus. Es war einfach ein tolles Gefühl, auf Sisi’s Spuren zu wandeln. Heute ist es sogar möglich, Räumlichkeiten für Feiern zu mieten. Dank der Audio-Geräte erhielten wir auf unserem Weg durch das Schloss auf Deutsch viele Informationen. Für absolute Sisi-Fans ist der Museums-Shop ein MUSS! Er hält viele schöne Dinge zum Kauf bereit! Ich beschied mich (Seufz!) mit Sisi-Postkarten  und einem Lesezeichen für eine Freundin. Seit 2010 ist auch der Schlossgarten wieder öffentlich zugänglich und die Anlage lädt zum spazieren gehen oder Verweilen ein.

Königliches Palais

Königliches Palais

Wir vor dem königlichen Palais

Wir vor dem königlichen Palais

Es wurde Zeit für eine Pause. Bei 23 Grad setzten wir uns ins Garten-Café und bestellten Mozartkugeltorte und Kaffee, sehr sehr lecker! Immer wieder fallen uns Freundlichkeit und Entgegenkommen der Ungarn auf. Als „Touristen“ erkannt, sprach man uns bei der Bestellung auf deutsch bzw. englisch an.

Frisch gestärkt gingen wir ins nahe gelegene kleine Zentrum von Gödöllö. Dort scheint vieles neu angelegt zu sein, bemerkenswert ist Europas erster Weltfriedens-Gong, ein interessantes Zeichen. Zwischen Blumenrabatten waren Bänke aufgestellt. Der Ort wirkte recht liebenswert auf uns. Leider hatten wir ja schon Kaffee getrunken, sonst wären wir im Hotel Königin Elisabeth eingekehrt, einem beeindruckenden Gebäude in der Stadt.

Weltfriedens-Gong in Gödöllö

Weltfriedens-Gong in Gödöllö

Stadtzentrum Gödöllö

Stadtzentrum Gödöllö

Wir bummelten noch ein bisschen in den Straßen, wurden von einem türkischen Imbiss verführt und teilten uns einen Döner und Salat. Dann ging’s den kurzen Weg zurück zur Bahnstation und Richtung Campingplatz. Wieder mal ein toller Tag in Ungarn!

Fotogalerie Gödöllö

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