Rabenstein an der Pielach

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Freitag, 8. April 2016
Fahrt nach Rabenstein und Oldie-Konzert

Die ganze Nacht hatte es geregnet, trotzdem haben wir sehr gut geschlafen. Morgens regnete es immer noch in Strömen. Wir verbrachten daher den Morgen im Wohnmobil mit Berichtschreiben und Fotobearbeitung. Nachdem wir den Reisebericht der ersten Tage ins Netz gestellt hatten, brachen wir gegen 14 Uhr auf nach Rabenstein. Der Regen hatte nicht nachgelassen, im Gegenteil er schien immer heftiger zu werden.

Die Strecke von Passau nach Rabenstein führte uns – da wir die Autobahn und somit die Vignettenpflicht vermieden – durch das schöne Donautal, teilweise entlang des Donauradweges. Von Radlern war aber nichts zu sehen, kein Wunder bei dem Wetter und wahrscheinlich hat die Saison für sie noch gar nicht begonnen. Auch hier war die Natur viel weiter als bei uns im hohen Norden: die Forsythien blühten gelb an den Wegesrändern, rosa Zierkirschen- und weißblühende (Apfel?)Bäume säumten den Weg und ließen alles trotz der Nässe oder gerade deswegen so viel schöner aussehen.

Gott sei Dank hat Frederick sein Bauchgefühl-und Himmelsrichtungs-Navi jederzeit dabei und meistens klappt es mit dem auch! Durchweg waren alle kleinen österreichischen Ortschaften wunderschön dekoriert und bepflanzt mit Frühlingsblumen. Wir fuhren durch Linz, wo wir unbedingt die Linzer-Torte  probieren wollten. Leider lud Linz uns nicht ein: es regnete, enge Straßen, auf die Schnelle kein Parkplatz für Wohnmobile in Sicht. Also weiter, in Mauthausen einige Kilometer weiter entdeckten wir einen Parkplatz für uns mit gleich zwei Cafés! Im ersten wurde uns gesagt: die Linzer-Torte gibt es halt nur in Linz! Außerdem war es ein Raucher-Café, da wollten wir nicht bleiben! Im zweiten Café gab es ebenfalls keine Linzer-Torte, aber die Verkäuferin war so nett und versprach, das Kuchenangebot zu erweitern, allein schon für die vielen einkehrenden Radler der Donau-Radwanderstrecke.

Kurzer Einkehrschwung mit Topfenstrudel und weiter ging die Fahrt. Unseren Freunden hatten wir unsere Ankunftszeit mitgeteilt, 18.15 Uhr. Den Stellplatz vor einem Privathaus hatte Traute organisiert, wie bereits im Vorjahr. Wir wurden auch gleich abgeholt und fuhren zusammen ins GUK, dem Veranstaltungszentrum in Rabenstein. Zum Glück hatte es noch geklappt mit den Tickets für die Oldie-Schlagerparade mit der Zuckerwatte-Combo. Traute und Werner luden uns zum Essen ein. Da kommen wir natürlich nie vorbei an den leckeren Schnitzeln …

Unserer Organisatorin Traute verdankten wir die Plätze in der ersten Reihe, toll! Punkt 20.00 Uhr legte die Combo, bestehend aus 4 Musikern und 3 Sängern los: Lieder aus den 50ern und 60ern, von Conny über Peter Alexander bis Caterina Valente und anderen! Die Plätze im Saal waren ausverkauft, überwiegend Zuschauer unserer Generation. Es war also kein Wunder, dass wir alle die meisten Lieder mitsingen konnten! Die beiden Sängerinnen und der Sänger hatten nicht nur sehr gute Stimmen, sondern auch schauspielerisches Talent! Die Songs waren mit  einer durchgehenden Handlung verbunden. Ein toller Abend, ein großes Vergnügen! Beim „Absacker“ an der Bar lernten wir fast die ganze Rabensteiner Bevölkerung kennen. Das hatte aber viel mit unseren beiden Gastgebern zu tun und so etlichen Urlauben, die meine Schwester/mein Schwager hier im schönen Rabenstein verbracht hatten! Spät in der Nacht fuhr uns  unser „Taxi“  zum Wohnmobil und wir fielen müde ins Bett.

Samstag, 9. April 2016
Rabenstein

Beim gemütlichen Frühstück mit Traute und Werner berichteten wir von unserem Wasserproblem im Wohnmobil. Organisatorin Traute hatte gleich den Vorschlag parat, für Hilfe zu sorgen. Eigentlich war unsere Weiterfahrt geplant. Nach kurzem Überlegen stimmten wir zu, was zur Folge hatte, unseren Aufenthalt zu verlängern. Und siehe da,  uns schneite die Einladung einer weiteren Skilauf-Freundin ins Haus: Inge feierte ihren 60. Geburtstag nach, mit wohl 60 Personen, nun kamen wir noch dazu!! Zu anderen vergessenen Dingen gehörten auch „feine Schühchen“, so kam ich mir ein bisschen wie Aschenputtel vor, in den von Traute geliehenen Schuhen! Aber in meinen Tretern (Turnschuhen) wollte ich mich auf so einem Fest nun wirklich nicht sehen lassen! Um 16.00 Uhr fanden wir uns alle in dem Lokal ein. Die Tische waren festlich gedeckt, die Menükarten ausgelegt. Nun sahen wir schon „altbekannte“ Gesichter (vom Vorabend!).

Mangels Gelegenheit brachten wir Inge mit unseren guten Wünschen ein paar Taler als Geschenk. Die Stimmung war großartig, Inge sorgte sich liebevollst um ihre Gäste. Lustige Spiele und Musik, die Vorführung des Weltmeisters in Line-Dancing mit Partnerin sorgten für Unterhaltung und wir stellten fest, dass die Österreicher zu feiern verstehen!!

Mittlerweile hatten wir einige Kilos zugenommen durch das Schmausen … Über die Feier verteilt gab es noch Kaffee und Kuchen (Mehlspeisen auf österreichisch) satt, unter anderem die von Traute gebackene Kardinalschnitte. Hmm, lecker, gut wie alle österreichischen Rezepte! Ach ja, nahe Mitternacht folgte noch eine Jause. Das ist dann wieder eine herzhafte Variante … Würstchen mit Gebäck (Brötchen) oder Toast mit Käse/Schinken oder Wurstsalat. Getränke wurden bis zum Umfallen gereicht, es fiel aber niemand um. Noch später als am Vorabend sackten wir nach so viel schönem Erlebten in die Falle!

Sonntag, 10. April 2016
Rabenstein und Fahrt nach Budapest

Zum Frühstück bei Traute und Werner fand sich Martin ein, der eventuell einen Tipp für unser Problem im Wohnmobil hatte. Ich, technisch eher unbegabt verdrückte mich mit Traute zur Messe in die Kirche. Pater Paulus, den wir einmal kennengelernt hatten, sollte die Predigt halten. Die Rabensteiner Kirche ist innen wunderschön ausgeschmückt. Zur Empore hochschauend, entdeckten wir unter den Chorsängerinnen Inge. Respekt: Am Vorabend als Gastgeberin sicherlich die letzte gewesen, heute um 10.00 Uhr pflichtbewusst wieder im Chor dabei! Nun kannte ich noch mehr Rabensteiner, immerhin von zwei Veranstaltungen! Paulus las eine interessante Messe, es ging um das Anständig sein und das Gegenteil davon, auch um den Zusammenhalt eines Vereines, einer Gemeinde und der Gesellschaft. Der Chor sang wunderschöne Lieder, auch englische Hymnen waren dabei, die ich sehr liebe. Nach dem Gottesdienst trafen wir uns kurz zum Gespräch mit Pater Paulus. Wir werden den Freundeskreis, zu dem auch er gehört, im August auf einer Familienfeier in Norddeutschland wiedersehen und freuen uns schon darauf.

Zurück bei Traute, waren unsere Männer ebenfalls wieder da. Leider wusste auch Martin keinen Rat zu unserem Wasserproblem. Wir saßen noch ein wenig zusammen und brachen gegen 14 Uhr auf, versorgt mit Guglhupf und Linzer Schnitten, die Traute, die Erfüllerin aller Wünsche, für uns organisiert hatte. Geschätzte Fahrtzeit nach Budapest: 4 Stunden. Wir wollen nun sehen, dass wir vielleicht eine Werkstatt in Budapest finden für die Reparatur des Frischwasserzulaufes (wahrscheinlich ist der Magnetverschluss defekt). Solange wir auf Campingplätzen stehen, ist der Fehler nicht so gravierend, sondern nur ein Ärgernis, mit dem wir aber  durchkommen während unserer Reise.

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