Hörvik

 In 2016, Schweden

Dienstag, 10. August 2016
Hörvik Hafen

Nachtruhe schön und gut, geweht hat’s halt stark in der Nacht! Deshalb musste ich dann doch die Dachluke schließen, was immer mit etwas Krach verbunden ist. Aber „Vorsicht“ ist die Mutter der Porzellankiste … Ich hatte nämlich auf dem Platz in Svinö – auch dort war es windig gewesen – neben den Müllcontainern eine völlig zerschlagene und zersplitterte ausgebaute Dachluke gesehen, das sollte uns bitte nicht passieren!

Hörvik Hafen mit Wohnmobil im Hintergrund

Hörvik Hafen mit unserem Wohnmobil im Hintergrund

Stillleben Hörvik Hafen

Stillleben Hörvik Hafen

Wir schliefen lange, bis Frederick ein Auge riskierte und Wetter und Landschaft nach uns rief. Schnell gefrühstückt und noch einmal auf Entdeckungstour in Hörvik. Es war deutlich ruhiger als vor über zwei Wochen, als wir von Krokås aus mit Barbro und Ingemar durch den Ort spazierten. Nur noch ein paar Touristen verloren sich an Hafen und Küstenstraße. Unser Spaziergang hatte sich gelohnt: am äußersten Ende des Weges fanden wir heraus, was es mit „Spraglehall“ auf sich hatte. Eine kleine Freilichtbühne mit Picknicktischen/-bänken tat sich inmitten einer Felslandschaft auf. Ende Juli finden hier Konzerte statt, wie wir der Anschlagtafel entnehmen konnten. Für mich war der große Fels zu hoch (Höhenangst!), Frederick Fürchtenix schaffte natürlich spielend den Aufstieg auf den schmalen Grad!

Freilichtbühne Spraglehall

Freilichtbühne Spraglehall

Gipfelstürmer Frederick

Gipfelstürmer Frederick

Das Wasser Ostsee ist hier sehr seicht und vielen kleinen Felsen (Schären) überseht. Da es eine sehr ruhige Ecke ist, haben sich ganze Kolonien von Kormoranen und Möwen angesiedelt, was wohl auch noch damit zu tun hat, dass es hier gute Fischgründe gibt. Zwei kleine Strände gibt es hier und diverse Möglichkeiten, sich entlang des Wassers auf den zur Verfügung gestellten Picknicktischen und Bänken zu entspannen.

Der kleine Strand in Hörvik

Der kleine Strand in Hörvik

Möwenmassenstart

Möwenmassenstart

Strandstillleben Hörvik

Strandstillleben Hörvik

Kurze Pause am Strand

Kurze Pause am Strand

Es ist überhaupt sehr unaufgeregt hier. Jeder grüßt jeden, was wir sehr erfreulich finden, da es uns auch an Cornwall erinnert. Alles ist eine Nummer kleiner. Keiner muss etwas beweisen ist der allgemeine Eindruck. Sehr wohltuend nach Besuchen von größeren Städten.

Ein paar Gedanken zu unserer Schweden-Reise:

Kirchen in Stadt und Land beeindrucken uns immer wieder. Die meisten führen ein offenes Haus, man fühlt sich eingeladen, die Kirche zu besichtigen. Viele beteiligen sich an der Aktion Sommarkyrkan (Sommerkirche) und gute Geister bieten Besuchern Kaffee und Kuchen/Kekse in der Kirche selbst oder – wenn vorhanden – im anliegenden Garten an. Natürlich gibt man dann gern eine Spende. Bemerkenswert sind die oft riesigen, filigranen Messing-Kronleuchter, die von der Decke hängen. Häufig gibt es in den Kirchen Spielecken für Kinder, auch – Eine-Welt-Verkaufsstände. Immer ist eine freundliche Aufsichtsperson zu Auskünften bereit. Sommerkonzerte sind meist kostenlos. Sogar Toiletten werden zur Verfügung gestellt.

Schweden ist sehr sauber. Auf unserer Tour, die wohl diesmal an die 2000 km umfasst, haben wir so gut wie nie vernachlässigte Gegenden gesehen. Die Gemeinden scheinen untereinander im Wettbewerb zu stehen, wer die gepflegtesten Rasen und Parks hat!

Außerdem erscheinen uns die Schweden als sehr geduldig und gastfreundlich. Margareta und Rune kannten wir nur von einer Kurzbegegnung im letzten Jahr, und wir verbrachten auf ihre Einladung hin einen Tag mit ihnen, der mit einem tollen Abendessen bei ihnen zu Hause endete.

Barbro und Ingemar kannten wir nur über Facebook. Auch sie öffneten ihre Türen weit für uns in Sjötorp und wir lernten uns näher kennen und schätzen.

Ilona und Göran kannten wir überhaupt nicht. Wir sollten ihnen nur ein paar Grüße aus Itzehoe bestellen. Das allein reichte, um mit uns bei ihnen Kaffee zu trinken und zu klönen (zum Glück für mich sprachen beide sehr gut deutsch)!

Und schließlich die andere Anne Habbe und Anders: diese beiden hatten uns schon einmal in Malente gegenbesucht und die Verbindung wird eifrig über Facebook gehalten und ständig vertieft, Anne ist eine große Facebook-Userin. Auch mit ihnen verbrachten wir in ihrem wunderschönen Haus eine tolle Zeit, in der sie uns herzlich willkommen hießen.

Dies ist der letzte Bericht von der diesjährigen Schwedenreise, es sei denn, wir erleben in den nächsten beiden Tagen noch Erzählenswertes. Am Freitag Morgen fahren wir mit der Fähre von Malmö zurück nach Travemünde. Ein Zwischenstopp ist noch geplant in Ystad und ein weiterer in Falsterbo. Beide Orte haben wir bereits am Anfang unserer Reise besucht.

Weitere größere Touren sind vorerst nicht geplant. Wir werden eher zwei – drei Tagestouren in Norddeutschland in den nächsten Wochen unternehmen und natürlich auch Familienkontakte pflegen, die bei den längeren Fahrten zu kurz kommen.


 

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Comments
  • Claus-D. Aßmann
    Antworten

    Hallo Schwedenfans!
    Da habt Ihr ja eine ordentliche, intensive Studienreise durch das Land der Wikinger hinter Euch gebracht und uns, in Wort und Bild, ausführlich teilhaben lassen.
    Die Bilder heute sind wieder sehr schön – besonders und herausragend die beiden Stillleben vom Hafen und dem Strand von Hörvik!
    Für den Rest der Reise und die Überfahrt mit der Fähre wünschen wir Euch noch viel Freude und kommt gut heim.
    Wir sehen uns ja demnächst!
    Gruß Assi

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