Sjötorp

 In 2016, Schweden

Dienstag, 2. August 2016
Bei Barbro und Ingemar in Sjötorp

Für heute Abend waren wir bei Barbro und Ingemar in Sjötorp eingeladen. Wir hatten die beiden ja bereits unterwegs in Krokås vor 10 Tagen getroffen. Vor der Abfahrt von Kristinehamn machten wir noch ein paar Einkäufe und arbeiteten weiter an unserem Reiseblog. Gegen 13 Uhr fuhren wir los. Sjötorp liegt ca. eine Autostunde südlich von Kristinehamn am Vänersee und zwar an der Stelle, wo der Götakanal Richtung Osten beginnt.

Sjötorp Hafen

Sjötorp Hafen

Kristinehamn - Sjötorp

Kristinehamn – Sjötorp

Der kleine Badestrand in Sjötorp

Der kleine Badestrand in Sjötorp

Diese Boote liegen im 1. Hafen auf See-Niveau

Boote im 1. Hafen auf Vänernsee-Niveau ca. 8 m unter dem Wasser vorne

Die 1. Schleuse vom Vänernsee aus kommend

Die 1. Schleuse vom Vänernsee aus kommend

Daher sieht man hier viel Bootsverkehr durch die drei Schleusen, die den Schiffsverkehr auf das höhere Wasserniveau des Kanals hieven. Vor zwei Jahren waren wir schon einmal hier, und es hatte uns sehr gut gefallen. Im Sommer geht es hier zu wie im Bienenstall. Der Ort zieht Touristen geradezu magisch an. Es gibt hier drei verschiedene Wohnmobilstellplätze. Bei schönem Wetter halten sich wohl ca. 60 – 70 Wohnmobile gleichzeitig im Ort auf. Dadurch sind die vielen Restaurants und Cafés und Shops natürlich sehr gut bevölkert. Doch ab Ende Oktober werden die Schotten dicht gemacht. Alles schließt hier dann und die wenigen dauerhaften Einwohner (wie Barbro und Ingemar) sind dann unter sich.

Nach unserer Ankunft in Sjötorp parkten wir das Wohnmobil auf einem kostenlosen Parkplatz in der Nähe der Schleusen und wanderten umher, genossen die Atmosphäre, stöberten durch einen kleinen, privaten Flohmarkt (Loppis) und schossen ein paar Fotos. Wir waren ja erst um 18 Uhr verabredet, so dass uns genug Zeit blieb, Sjötorp noch etwas besser kennenzulernen.

Als wir dann bei unseren Gastgebern vorfuhren und dort vor dem Haus das Wohnmobil abstellen konnten, war das Essen bereits auf dem Tisch. Die beiden hatten sich gut vorbereitet und bewirteten uns fürstlich. Sie leben in einem schönen Holzhaus am Ende einer Sackgasse. Eine Seite des 700 m² großen Grundstücks grenzt an einen Wald. Sie haben sogar schon mal einen Elch im Garten gehabt.

Das Haus von Barbro und Ingemar am Waldrand

Das Haus von Barbro und Ingemar am Waldrand

Bei Barbro und Ingemar

Bei Barbro und Ingemar

Wir hatten einen sehr schönen gemeinsamen Abend mit ausgezeichnetem Essen (Schwedische Köttbullar mit Kartoffeln, Sahnesoße und Preißelbeermarmelade), guten Wein und lebhafter Unterhaltung auf Englisch, Schwedisch und ein wenig Deutsch. Später griff Frederick noch zur Gitarre und spielte und sang ein paar Lieder. Besonders die schwedischen Lieder kamen bei unseren Freunden gut an.

Zu unserer großen Überraschung wurden wir für den nächsten Morgen nicht nur zum Frühstück eingeladen, sondern die beiden bestanden darauf, dass wir den nächsten Tag und Abend noch dort bleiben sollten. Sie wollten mit uns eine kleine Tour machen, so dass wir die Gegend besser kennenlernen konnten. Das war natürlich super nett und da konnten wir natürlich nicht nein sagen. Gegen Mitternacht verabschiedeten wir uns ins Wohnmobil und freuten uns bereits auf den nächsten gemeinsamen Tag.

Mittwoch, 3. August 2016
Ein Ausflug mit Barbro und Ingemar

Um 9 Uhr hatten wir uns zum Frühstück verabredet. Wir halfen beim Aufbau auf der Terrasse im Garten und saßen dann fast zwei Stunden zusammen bevor wir schließlich zu unserer Rundtour aufbrachen. Zuerst ging es ins nahe Mariestad zu einem Campingladen. Ingemar brauchte etwas für sein Wohnmobil. Dann stöberten wir auf zwei Flohmärkten nach günstigen Sachen, wo wir zwei schöne Weingläser erstanden. Nach einer Rundfahrt in Mariestad fuhren wir weiter zum Kanalort Norrkvarnen (Das Wort bedeutet „Die Nordmühle“). Heute ist es keine Mühle mehr, sondern ein Ausflugsziel mit Hotel, Ferienhäusern und großem Restaurant.

Schleuse am Norrkvarnen - Anne, Barbro und Ingemar schauen gebannt zu

Schleuse am Norrkvarnen – Anne, Barbro und Ingemar schauen gebannt zu

Frederick auf einer der Schleusentore

Frederick auf einer der Schleusentore

Bei schönem Wetter saßen wir draußen bei einem kleinen Imbiss, zu dem wir eingeladen hatten und beobachteten die Boote auf dem Kanal. Auf der Fahrt zurück nach Sjötorp fuhren wir noch durch Lyrestad, eine kleinere Stadt, ebenfalls am Kanal gelegen, aber im Gegensatz zu Sjötorp leben hier die Leute ganzjährig und es gibt auch verschiedene, ganzjährige Geschäfte.

Zurück in Sjötorp verließen wir unsere Gastgeber kurzfristig, um uns die Beine zu vertreten. Denn nur sitzen und Essen, das ist so nicht unsere Sache. Aber als wir um 18 Uhr zurück waren, stand das Essen schon auf dem Tisch. Wieder wurde es ein kurzweiliger Abend. Wir sprachen über viel über Politik, die Flüchtlingssituation in Schweden und in Deutschland, tauschten uns über unsere Familien aus und schließlich gab es wieder Unterhaltung mit Gitarrenmusik und Gesang.

Ein toller Tag ging zu Ende.


 

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