Karlskoga Tag 1

 In 2016, Schweden

Donnerstag, 28. Juli 2016
Karlskoga und Treffen mit Bettina und Harald

Heute war ein ganz besonderer Tag. Wir würden Bettina und Harald treffen. Harald ist Fredericks Cousin. Die beiden leben ja in Schweden (Långsele im Västra Norrland), knapp 700 km nördlich von Stockholm. Wie wir sind auch Bettina und Harald mittlerweile im (Un-)Ruhestand und genauso wie wir reisen sie mit dem Wohnmobil durch die Weltgeschichte. Die alte „Wanderdüne“, mit der die beiden bisher durch die Gegend schlichen hat mittlerweile ausgedient und wurde gegen ein wesentlich moderneres Modell von Hymer ersetzt. Darauf waren wir jetzt gespannt.

Bettina und Harald hatten sich für den frühen Nachmittag angekündigt und wir hatten verabredet, dass wir abends gemeinsam grillen würden. Also gingen wir morgens noch in die 600 m entfernte Stadt, um einzukaufen. Auf dem Rückweg wurden wir von einem heftigen Regenschauer überrascht. Zum Glück liefen wir gerade bei McDonalds vorbei, so dass wir dort Unterschlupf fanden. Nach einer Tasse Kaffee schien schon wieder die Sonne.

Sanitärstation

Sanitärstation

Der Hymer von Harald und Bettina

Der Hymer von Harald und Bettina

Karlskoga Holzkirche

Karlskoga Holzkirche

Den weiteren Vormittag verbrachten wir mit Fotobearbeitung und Schreiben, bis die beiden dann pünktlich anrollten. Die Wiedersehensfreude war groß und das neue Wohnmobil sogar noch größer. Obwohl der Stellplatz die Nacht zuvor komplett belegt war, hatten wir das Glück, dass unser Nachbar zur Linken am späten Vormittag abreiste und der Platz bis zur Ankunft von Bettina und Harald freiblieb. Frederick drehte unser Wohnmobil dann um, so dass wir dann Tür an Tür standen und Tisch und Stühle zwischen den beiden Wohnmobilen aufgebaut werden konnten. Es gab natürlich viel zu erzählen, aber zuerst wollten wir das neue Wohnmobil besichtigen und bestaunen. Ein tolles Gefährt, drinnen super geräumig. Das hat so gar nichts mehr mit „Wohn-Klo“- Atmosphäre zu tun, wie jemand die kleineren Modelle einmal in herablassender Art beschrieb. In dem Hymer fühlte man sich absolut wohl und so saßen wir zum Tee denn auch in diesem so viel geräumigeren Modell und redeten stundenlang. Am Spätnachmittag begann Frederick mit den Grillvorbereitungen. Bettina steuerte den Salat bei und wunderbare frisch aufgebackene Brötchen. Ja, auch das ist in dem neuen Fahrzeug jetzt möglich!

Bettina und Anne im Hymer

Bettina und Anne im Hymer

Will noch jemand 'ne Wurst

Will noch jemand ’ne Wurst?

Mit unserem Grill hinterließen wir leider wieder mal „verbrannte Erde“, irgendwie fing das ganze Ding Feuer und wir mußten mit Wasser löschen. Gott sei Dank waren wir schon durch mit dem Würstl- und Fleisch braten. Wir müssen uns mal nach etwas Neuem und Besserem umschauen, bevor wir den nächsten Stellplatz abfackeln.
Ansonsten hatten wir also einen tollen Abend miteinander und tauschten Reise- und Lebenserfahrungen aus, bis es dunkel und Zeit zum Schlafengehen wurde.

Harald und Bettina wollten am nächsten Tag weiterreisen und wir hatten uns mit Margarete und Rune verabredet. Das nette schwedische Paar hatten wir im letzten Jahr in Falun kennengelernt und Frederick hatte die Verbindung über e-Mails erhalten. Sie wohnen in Karlskoga und hatten angekündigt, uns am frühen Nachmittag vom Stellplatz abholen zu wollen zu einer kleinen Sightseeing Tour. Da sind wir mal gespannt.


 

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Comments
  • Helga und Claus-Diter Aßmann
    Antworten

    Hallo Ihr Halbschweden!
    Ich teile Eure Begeisterung für dieses Land. Es steht für süßes Feinbrot mit Käse, Knäckebrot und Jordbärsylt. A propos Jordbärsylt: Wenn Jordbär für Erdbeer steht,
    dann steht Sylt für Marmelade. Das muß man mal den Syltern erzählen…
    Aber Schweden steht auch für schöne Winter, Gastfreundfreundlichkeit (wurde hier erfunden) und Sozialkompetenz. Für schöne (..und große) Seen, riesige Waldflächen und Elche. Leztzte habe ich allerdings dort noch nie in freier Wildbahn gesehen.
    Ich beneide Euch um diese Schwedentouren.
    Um eines allerdings beneide ich Euch nicht: Ihr (Anne wohl in erster Linie) ruiniert Euch die schöne Zeit zwischen Euren Erlebnissen und Begegnungen mit dem Niederschreiben desselben und dem Bearbeiten von – zugegen – schönen Fotos (Frederick?). Das muß doch langsam zur Belastung werden, oder? Für mich würde das zum Schulausflug-Aufsatz-Syndrom (medizinisch SAS) führen – das hat mir schon früher die Vorfreude auf Schulausflüge verdorben.
    Auf der anderen Seite entsteht natürlich ein Schatz an niedergeschriebenen Erinnerungen, die am Ende sicherlich auch ein Buch füllen könnten.
    Von der Bildung to go wollen wir gar nicht erst reden. Seit heute weiß ich auch, daß Alfred Nobel drei Brüder hatte!
    Im Gegensatz zu Euch werde ich doch wohl einen leichten Tod haben. Denn ich werde mit viel weniger Wissen belastet sterben! (Kunst- und Kulturbanause Assi)
    Ich wünsche Euch noch viel Spaß in Schweden, grüßt Göran und Ilona Skogsberg in Filipstad, Granvägen 2 – falls Ihr sie treffen solltet (..nichts ist unmöglich!),
    dann bis zum nächsten Mal
    Euer Quatschkopp Assi

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