Åhus und Kristianstad

 In 2016, Schweden

Dienstag, 19. Juli 2016
Kivik – Åhus – Kristianstad

Gut ausgeschlafen spazierten wir nach dem Frühstück noch einmal durch den kleinen Ort und entdeckten in den Gassen noch mehr hübsche Häuschen mit ihren bunten Bauerngärten. Wir gingen noch einmal am Turistbyrå vorbei und siehe da, heute war eine Luke geöffnet und der Kiosk war mit einer Dame besetzt, die in dem kleinen Kiosk stand und Broschüren aushändigte.

Hübsche Hauser in Kivik

Hübsche Hauser in Kivik

Der geöffnete Touristinfo-Kiosk Kivik

Der geöffnete Touristinfo-Kiosk Kivik

Unser Tagesziel war Kristianstad, von dem ich mir viel versprach. Vor drei Jahren sind wir nur einmal durch die Stadt gefahren, ständig umgeleitet von irgendwelchen Baustellen: Stadterneuerung! Ich wollte endlich die Stadt des Dänen-Königs Christian lV. kennenlernen, er hatte schließlich auch meine Heimatstadt Glückstadt gegründet.

Kaum waren wir aus Kivik gefahren, da sahen wir schon das Verkehrschaos. Die Straße führte am großen Festplatz vorbei, und auf der anderen Seite der Straße hatte sich wohl eine an die 10 km lange Autoschlange gebildet, die sich nur schrittweise vorwärts kam. Offenbar wollten weitere zigtausend Leute sich diesen größten Jahrmarkt Schwedens nicht entgehen lassen. Wir waren froh, dass es uns nicht betraf und wir zügig voran kamen.

Der riesige Parkplatz beim Kivik Jahrmarkt

Der riesige Parkplatz beim Kivik Jahrmarkt

Endlose Autoschlange zum Kivik Jahrmarkt

Endlose Autoschlange zum Kivik Jahrmarkt

Die Fahrt ging bei bestem Wetter weiter durch das liebliche Schonen, riesige Kornfelder links und rechts, viele Hinweise auf Hofläden, die mit ihren Schildern auf den Verkauf von „Grönsaker“ (Grünzeugs wie Gemüse etc.) hinwiesen. Unser erstes Ziel war die Stadt Åhus, wo wir schon zwei mal in den letzen Jahren waren. An einem ICA-Supermarkt hielten wir noch kurz an und versorgten uns mit Zimtschnecke und Blaubeer-Muffins zum Nachmittagskaffee.

In Åhus einen Parkplatz zu finden, war nicht einfach, der Ort war gut besucht. Alles war zugeparkt. Am Fluss kurz vor der Einfahrt zum Fabrikgelände der riesigen Schnapsbrennerei „Absolut“ hielten wir an, um uns zu orientieren, da kam schon jemand zum Wohnmobil und bot uns seinen Platz an, denn sie wollten gerade wieder wegfahren. Das war ja nett. So hatten wir ein schönes Plätzchen mit Blick auf den Fluss. Jetzt war Kaffeepause angesagt und wir machten uns einen Kaffee und futterten die gerade gekauften Kuchen. als wir uns danach zu einem Rundgang aufmachten, bemerkten wir ein kleines Parkverbotsschild, das für den Platz galt, wo wir standen. Obwohl dort noch mehrere andere Autos standen, war uns die Sache nicht geheuer. Vor zwei Jahren bekamen wir schon einmal ein Knöllchen für falsches Parken für sage und schreibe € 75. Das sollte uns nicht noch einmal passieren. also entschieden wir uns, es auf dem Marktplatz zu versuchen, denn dort hatten wir schon einmal gestanden. Erstaunlicherweise fanden tatsächlich noch einen Platz. Genau derselben Stelle hatten wir schon einmal gestanden! Wir schlenderten dann durch den Ort zum Hafen, alles hübsch und gepflegt wie eh und je. Die Firma Absolut Wodka hat ihren Sitz direkt am Hafen. Man kann an Führungen teilnehmen, da wir keine Schnaps-Trinker sind, verzichteten wir darauf.

Blumenpracht in Åhus

Blumenpracht in Åhus

Flussatmosphäre in Åhus

Flussatmosphäre in Åhus

Da wir ja noch nach Kristianstad wollten, war es Zeit, weiterzufahren. Wir merkten deutlich, dass der Juli wohl die Hauptferienzeit der Schweden ist. Die kleinen Ferienorte, durch die wir kamen, schienen alle sehr gut besucht zu sein.

Angekommen in Kristianstad fuhren wir zunächst zur Ishall (Eissporthalle). Dort sollte es einen kostenlosen Stellplatz für Wohnmobile geben. Der gefiel uns überhaupt nicht. Nicht ein einziges Auto geschweige denn Wohnmobil auf dem riesigen Parkplatz an der Hauptstraße! Auch der Parkplatz vor dem Hallenbad gegenüber dem Bahnhof, der ebenfalls in unseren Verzeichnissen für Wohnmobile angegeben war, gefiel uns nicht. Also vielleicht doch lieber etwas außerhalb weitersuchen. Wir fanden einen offenbar neu gestalteten schönen Rastplatz an der Autobahn, auf dem zwei Wohnmobile standen. Aber noch bevor Frederick seine Vermutung, dass hier sicher keiner übernachten würde, ausgesprochen hatte, schwenkte das erste Mobil auch schon aus zur Weiterfahrt. Mit der Beifahrerin des anderen Wagens tauschten wir uns kurz aus, sie bestätigte: keine offiziellen Wohnmobil-Stellplätze in Kristianstad. Das ist aber nicht sehr freundlich! Wir verließen also den Rastplatz und entschieden uns für eine Kurztour durch die Stadt.

First Hotel Christian IV in Kristianstad

First Hotel Christian IV in Kristianstad

Blumenpracht in Kristianstad

Blumenpracht in Kristianstad

Kivik - Åhus - Kristianstad

Kivik – Åhus – Kristianstad

Wir steuerten direkt den Platz an der Schwimmhalle an, denn der war nur einige Meter vom Zentrum entfernt. Ab 18 Uhr bis morgens um 9 Uhr konnten wir hier kostenlos stehen und so entschieden wir uns dafür. Wir spazierten in wenigen Minuten in die Stadt, wo mittlerweile natürlich alle Läden geschlossen waren. Das ist dann immer etwas langweilig. Wir konnten aber deutlich sehen, dass viel für die Stadterneuerung getan worden war: Umgehungsstraße, schönes Straßenpflaster anstelle von Teerbelag etc., eine schöne Stadt! Als wir zurück zum Parkplatz kamen, hatte sich ein weiteres, schwedisches Wohnmobil hinzugesellt. Es ist immer beruhigend, wenn man nicht alleine steht! So hatten wir eine gute und sehr ruhige Übernachtung.

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Showing 2 comments
  • Ursula Lange
    Antworten

    Hallo Anne und Frederick, ich bin wieder einmal ganz versunken in eure Reisebeschreibung, einfach toll. Parallel habe ich google maps aufgemacht und fahre eure Tour mit. Ich habe den Traum von Schweden noch nicht aufgegeben, aber bis jetzt hat es einfach nicht gepasst. In diesem Jahr hatte ich erst Mitte August eine längere Zeit zum fahren, aber ich weiß nicht, ob es dann noch so gut ist nach Schweden zu fahren, Darum wurde es dann die Noirmandie, das war auch schön. Wann ist die beste Reisezeit für Schweden, aber es sollte auch nicht zu voll sein, wenn alle Schweden auf Reisen sind, sind die Stell- und Campingplätze sicher sehr voll und auch teurer. Vielleicht wird nächstes Jahr etwas draus. Auf jeden Fall macht ihr mit euren Berichten große Lust auf eigene Erfahrungen. Vielen Dank. Ursula

    • Ozzie
      Antworten

      Hallo Ursula,

      Danke für deinen freundlichen Kommentar. Hinsichtlich der besten Reisezeit in Schweden gibt es keine klare Empfehlung. Wir sind in der Hauptsaison und auch danach dort gewesen. Schweden ist auch in der Hauptsaison nicht überfüllt. Wir haben immer Plätze zum Übernachten gefunden. Außerdem finden viele interessante Veranstaltungen nur in dieser Zeit statt. So ab Mitte August wird es ruhiger und jetzt sind auch viele Stellplätze kostenlos. Bis Mitte September kann man aber immer noch gut dort reisen. Da wir uns bei den Reisezielen meistens nach dem Wetter richten, erleben wir überwiegend auch gutes Wetter. Also viel Spaß bei der Planung.

      Liebe Grüße
      Anne und Frederick

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