Uppsala

 In 2015, Schweden

Dienstag, 25. August 2015
Uppsala und Gamla Uppsala

Auf diesem wunderbaren Campingplatz hatten wir bestens geschlafen. Die Sanitärräume waren in gutem Zustand und es war so gar nicht überlaufen dort, Ferienende wahrscheinlich. Nach Dauerduschen und frühstücken machten wir die Wäsche, räumten das Wohnmobil auf und schrieben noch ein wenig. Meine Schulterschmerzen klangen langsam ab, ein Glück! Was der Wohnmobilfahrer zum Glücklichsein braucht ist ein ruhiger Stellplatz auf Rasen ( bei gutem Wetter), Waschmaschine/Trockner, leichte Ver- und Entsorgung. Was er so gar nicht braucht ist krank werden unterwegs! Aber nun war ja wohl das schlimmste überstanden…

Der Wetterbericht versprach Sonne satt und das Thermometer kletterte mittlerweile auf 26 Grad. Gegen 12 Uhr waren wir mit der Wäsche fertig (Frederick hatte zwischenzeitlich am Reisebericht gearbeitet). Dann ging’s mit dem Wohnmobil in die Stadt, denn wir wollten hier nicht übernachten, sondern heute noch weiter nach Gamla Uppsala und dann nach Sala. Die Parkplatzsuche Nähe Zentrum gestaltete sich aber recht schwierig. Höllisch aufpassen musste man dabei auf die vielen Radfahrer!

Uppsala, eine Stadt mit ca. 140.500 Einwohnern ist die viertgrößte Stadt Schwedens (nach Stockholm, Göteborg und Malmö). Schon früh (1477) wurde eine Universität gegründet. Wir kurvten um einige der riesigen Uni-Gebäude herum, bis wir endlich fündig wurden: Ein kleiner Parkplatz, 30 Kronen für drei Stunden parken. Nicht weit entfernt war die Innenstadt und die Domkirche.

Domkirche Uppsala

Domkirche Uppsala

Statue des Polarforschers Finn Malmgren

Statue des Polarforschers Finn Malmgren

Eines der vielen Universitätsgebäude

Eines der vielen Universitätsgebäude

Dank guter Eisenbahnanbindungen und der Autobahn von Stockholm ist es kein Wunder, dass Uppsala zu den Haupttouristenzielen Schwedens gehört. Ein ausgeprägtes Studentenleben spiegelt sich im  Stadtbild. Uns genügte es, der großen Domkirche einen Besuch abzustatten und ein wenig zu bummeln. Für weitere Besichtigungstouren war es einfach zu heiß!

Wir möchten aber nicht unerwähnt lassen, dass es unter anderem noch ein Schloss, einen Botanischen Garten aus dem 18. Jahrhundert und das Universitätsmuseum „Gustavianum“ gibt. Das heben wir uns aber für ein anderes Mal auf, denn heute wollten wir weiter nach Gamla Uppsala, das Frederick bereits vor 49 Jahren einmal besucht hatte. Er war neugierig, wie viel sich wohl verändert hatte.

Nach etwa 3 km Fahrt erreichten wir Alt Uppsala (Gamla Uppsala), das in vorhistorischer Zeit als Machtzentrum Mittelschwedens galt. Erst um 1100 verlor der Platz viel von seiner Bedeutung. Dies hatte zu tun mit einer Veränderung der Wasserwege und des Landes. Seine Macht in der frühen Eisenzeit hatte es erlangt, weil die Siedlung an einer Bucht lag und das Meer sowie angrenzende Seen für den Handel leicht zugänglich waren.

Das Besucherzentrum des Wikingermuseums

Das Besucherzentrum des Wikingermuseums

Frederick als Wikinger

Frederick als Wikinger

Glockenturm der Kirche von Gamla Uppsala

Glockenturm der Kirche von Gamla Uppsala

Die grossen Grabhügel

Die grossen Grabhügel

Hier war Frederick schon einmal vor 49 Jahren

Hier war Frederick schon vor 49 Jahren und trank Met aus einem Horn

Odinsborg Restaurant

Odinsborg Restaurant

Was sahen wir heute? Drei sehr große Hügel mit Gras bewachsen lagen vor uns. Sie werden als Königsgräber bezeichnet. Nach neuesten Erkenntnissen sollen die Hügel um 475 bzw. 550 entstanden sein. Die Durchmesser sind ca. 55 bis 70 Meter und der größte Hügel ist ca. 11 Meter hoch. Die Archäologen fanden außerdem ein Grabfeld aus der Eisenzeit und Bootsgräber der Wikinger (800 bis 1050).

Im Museums-Rundbau aus Holz gab es reichliche Informationen über die schwedische Mythologie und heidnische Bräuche und eine Menge verschiedener Ausstellungsstücke von Ausgrabungen. Wir waren nach einer Weile – auch wegen der Wärme – nicht mehr aufnahmefähig und schauten uns draußen um. Dort bestiegen wir den größten Hügel und sahen einige Gebäude vor uns. Frederick erkannte das große grün angestrichene Haus wieder, das damals ein Informationszentrum und Café war, heute nur noch Café. Wir ließen uns jedoch nicht zu den dort angebotenen Waffeln verlocken, sondern entschlossen uns, nach Sala weiterzufahren.

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