Stockholm

 In 2015, Schweden

Freitag, 22. August 2015
Stockholm

Wir mussten uns vom schönen Trosa losreißen, um weiterzukommen, noch 1 1/2 Stunden bis Stockholm! Für das Parken dort am Hafen gilt die Devise: frühes Kommen sichert die besten Plätze!

Leider wurde der Verkehr kurz vor Stockholm immer dichter, in der Stadt ging fast gar nichts mehr: Baustellen, hohes Verkehrsaufkommen, massenhaft Touristen. Es schien irgendwas besonderes los zu sein. Da Frederick Stockholm recht gut kennt, verließ er den Stau auf der Autobahn und es gelang uns dadurch, über einige Nebenstraßen und eine andere Brücke zu unserem Ziel am Strandvägen zu kommen. Leider war der Parkplatz proppenvoll und schon mehrere Fahrzeuge in der Warteschlange. An Parken war hier nicht zu denken. Einige Wohnmobile hatten sich bereits eingenistet (am Wochenende freies Parken mit DER Aussicht!), ansonsten Pkw an Pkw, keine Lücke für uns. Also drehten wir eine weitere Runde. Gut, dass Frederick sich auskennt …

Strandvägen Parkplatz - auf der gegenüberliegenden Seite

Strandvägen Parkplatz – auf der gegenüberliegenden Seite

Djurgården Brücke

Djurgården Brücke

Auf der Insel Djurgården gegenüber dem Museum Waldemarsudde, ca. 15 Minuten zu Fuß  bis zum Hafen fanden wir den letzten verfügbaren Platz. Hier standen bereits weitere Wohnmobile, davon zwei besonders große Exemplare mit Oldesloer Autokennzeichen. Das andere neben uns war SL, Schleswig! Dieser letzte Rettungs-Parkplatz war jedoch reserviert für Busse. Da es bereits Abend war, wagten wir aber, dort zu übernachten. Das SL-Auto erwies sich als Leihmobil und die es gemietet hatten entpuppten sich als nette Engländer: ein Ehepaar aus London mit zwei erwachsenen Kindern.

Hochzeitskutsche

Hochzeitskutsche

Linköping - Trosa - Stockholm

Linköping – Trosa – Stockholm

Wir richteten uns ein, aßen unser Abendbrot und spazierten noch nach Grönalund und Richtung Hafen. Grönalund ist ein riesiger Vergnügungspark. Beim letzten Besuch in Stockholm (freier Eintritt für Rentner) waren wir mal da, es ist eher etwas für junge Leute, die gern mit Schwindel erregenden Bahnen fahren. Das ABBA-Museum, das wir morgen besuchen wollen, liegt unmittelbar neben Grönalund.

Inzwischen hatten wir uns entschieden, Samstag früh um 7 Uhr zum Hafen zu fahren. Garantiert waren dann einige Plätze frei geworden. Vielleicht kämen morgen ja Busse mit Besuchern für das Museum und beanspruchten unseren Platz. Dann könnte es heikel werden. Außerdem hatten wir Tickets gebucht für den Besuch des ABBA-Museums um 11.00 Uhr. Wir gingen also zeitig schlafen, was hier kein Problem war, denn hier war es vollkommen ruhig.

Samstag, 23. August 2015
ABBA Museum

Auch ohne Wecker klappte es mit dem Aufstehen. Kurz vor 7 Uhr rein in die Klamotten und runter zum Hafen. So gut wie kein Verkehr auf den Straßen, die Spuren der Nachtschwärmer waren aber nicht zu übersehen: schlicht gesagt, war es überall dreckig. Die Fahrer der Stadtreinigungs-Fahrzeuge taten ihr Mögliches und waren bereits unterwegs.

Plötzlich eine Schrecksekunde! Eine junge Frau stand direkt am Straßenrand und es war NICHT am Zebrastreifen, als sie sich plötzlich unter unseren Wagen zu stürzen drohte. Nur einige Meter vor unserem Auto trat sie plötzlich einen Schritt vor, dann noch einen! Nur Frederick’s Geistesgegenwart und guter Reaktion war es zu verdanken, dass nichts passiert war. Schreck in der Morgenstunde, wir tippten auf Droge oder Alkohol!

Am Hafen angekommen, bestätigte sich unsere Vermutung: viele Plätze und wir hatten die freie Wahl. War es gestern bei Ankunft noch so heiß und sonnig gewesen, wunderten wir uns jetzt über den dicken Nebel, der zu dieser frühen Stunde über dem Hafen hing, eine ganz eigentümliche Atmosphäre mit max. 50 m Sicht. Nun konnten wir in aller Ruhe Kaffee trinken und frühstücken, dann noch zwei Stunden weiterschlafen!

Nebel des Grauens am Strandweg in Stockholm

Nebel des Grauens am Strandweg in Stockholm

Parkplatz am Strandvägen, mitten im Zentrum

Parkplatz am Strandvägen, mitten im Zentrum

In nur 10 Minuten gelangten wir am Hafen entlang zum ABBA-Museum. Nun waren auch die Parkplätze schon wieder knapp geworden, was uns nicht scherte.

Genauso gut wie uns die Beatles Story in Liverpool gefallen hat, gefiel uns das ABBA Museum auf Anhieb. Leider durfte man drinnen nicht (so richtig) fotografieren. Es gab vieles nachzulesen über die Entstehung der Gruppe, über das Leben der vier Künstler und immer wieder die tolle Musik. Man konnte auch selbst in einem „Studio“ die ABBA Songs singen (Karaoke-mäßig) und sogar auf einer Bühne als Fünfter ABBA auftreten, die Gruppe wurde als Film eingespielt.

Abba als Wachsfiguren

Abba als Wachsfiguren

Anne mit Abba

Anne mit Abba (Benny und Frida sind beschäftigt)

Alle Besucher befanden sich in einer absoluten ABBAmania Laune, sprich: waren fröhlich und gut gelaunt! Nach 2 1/2 Stunden drehten wir noch eine Runde durch den Shop und kauften uns ein schönes ABBA Poster für den Wechselrahmen, schließlich waren wir Kinder dieser Zeit und erinnern uns gern daran!

Nach soviel Information brauchten wir eine Pause und auch etwas zu essen. Unser Kühlschrank im Wohnmobil ist gut gefüllt und wir versorgten uns dort.

Leider bereiteten mir meine Schulterschmerzen große Probleme und deshalb gingen wir noch mal ins Getümmel der Altstadt auf der Suche nach einer Apotheke. Der Strom der Touristen ist unbeschreiblich, alle Sprachen der Welt sind wohl vertreten. Aber Stockholm ist ja auch so attraktiv. Mehr als 17 Museen, viele Kunstgalerien, das Schloss, die Kirchen (auch die deutsche in Gamla Stad), der Hafen, die alten Gebäude und viel mehr wollen besichtigt und gesehen werden!

Kungsträdgården

Kungsträdgården

Königliches National Theater

Königliches National Theater

Gewimmel im Hafen - Grönalund im Hintergrund

Gewimmel im Hafen – Grönalund Tivoli im Hintergrund

<a href="http://anneundfrederick.de/wp-content/uploads/2015/08/Jugendherberge-auf-dem-Segelschiff-af-Chapman best slimming products.jpg“>Jugendherberge auf dem Segelschiff "af Chapman"

Jugendherberge auf dem Segelschiff „af Chapman“

Wir fanden die Apotheke im Getümmel der Altstadt mit Hilfe der Google Maps App auf dem iPhone. Dort trafen wir auch ein deutsches Ehepaar aus Warnemünde. Sie waren unterwegs auf Kreuzfahrt mit der AIDA DIVA, die wir im Hafen vor Anker liegend gesehen hatten.

Aida Diva in Stockholm

Aida Diva in Stockholm

Stockholm - Rindö

Stockholm – Rindö

 

Danach schlenderten wir zurück zum Parkplatz entlang des Hafens. Gegenüber sahen wir das Jugendherbergsschiff „af Chapman“. Dort hatte Frederick im März 1966 eine Woche gewohnt. Während dieser Zeit besorgte er sich damals seine erste berufliche Anstellung bei der Firma Deutz.

Für uns galt es jetzt: Aufbruch zu neuen Ufern, denn sehr lange hält man es in diesem Gewimmel nicht aus. Unser Ziel war die Insel Rindö gegenüber Stockholms beliebtestem Ausflugsort Vaxholm draußenin den Schären. Es war nur eine 45 minütige Fahrt. Für das letzte Stück der Fahrt mussten wir eine (kostenlose) Fähre nehmen.

Nach Vaxholm waren es nur 45 Minuten. Von dort ging die kostenlose Fähre nach Rindö. Hier hatte Frederick einen Stellplatz ausgesucht, fern vom Lärm der Großstadt. Dazu mussten wir noch ein bißchen umher fahren, bis wir den Parkplatz hoch oben mit Blick auf die Vaxholm Festung, auf weitere Inseln und das Wasser erreichten. Jetzt nur noch ein schönes Abendessen und den Abend ausklingen lassen!

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