Västervik

 In 2015, Schweden

Sonntag, 16. August 2015
Västervik

Offenbar hatte das Tanzen am Vorabend uns müde gemacht, denn wir schliefen beide sehr gut. Morgens duschten wir im Wohnmobil und nach dem Frühstück brachen wir auf mit Ziel Västervik (Fahrtzeit etwa eine Stunde). Wir wollten noch unser Wohnmobil ver- und entsorgen und kurz vor Västervik steuerten wir daher einen Campingplatz an. Dort war keiner in der Rezeption, doch die Entsorgungsstation war frei zugänglich. Innerhalb kurzer Zeit war alles erledigt. Bezahlen konnten wir nicht, da immer noch niemand aufgetaucht war.

In Västervik stellten wir fest, dass der Stellplatz, auf dem wir beim letzten Mal standen, nicht mehr zur Verfügung stand. Dort hat man mittlerweile Wohnblocks hochgezogen. Hier werden bald teure Eigentumswohnungen mit Meerblick fertiggestellt. Stattdessen parkten wir erst einmal auf dem Großparkplatz am Hafen. Parkgebühr mussten wir nicht entrichten, da Wochenende. Das ist oftmals so in Schweden.

Stellplatz Västervik Hafen

Stellplatz Västervik Hafen

Marktplatz

Marktplatz

Wir wollten uns gerade auf den Weg in die Stadt machen, als wir zu unserem Schrecken feststellten, dass im Wohnbereich schon wieder alles nass war. War das wegen des Duschens am Morgen? Doch dann stellte Anne fest, dass der Wasserhahn in der Nasszelle offen war und Wasser heraus lief. Das Waschbecken war voller Wasser und weiteres Wasser war in die Dusche übergeschwappt. Wie konnte das passieren? Frederick musste zugeben, dass er nach dem Ver- und Entsorgen auf dem Campingplatz kurz seine Hände gewaschen hatte. Offensichtlich hatte er den Wasserhahn nicht richtig zugemacht und dadurch die Überschwemmung verursacht.

Jetzt mussten wir zu allererst alles trockenlegen. Die Fußmatten waren nass, der Weinkarton , den wir unter dem Tisch untergebracht hatten, war am Boden durchgeweicht und der Fußboden war überall nass. Also alles an die frische Luft. Zum Glück war es sonnig und auch recht windig – ideale Konditionen zum Trocknen. Schon nach einer Stunde, die für uns eine Kaffeepause war, konnten wir die Sachen wieder zurück ins Wohnmobil legen.

Dann machten wir uns auf zu einem Stadtrundgang und zu einem Briefkasten, denn wir hatten Karten geschrieben, die auf den Weg gebracht werden sollten. Es war wieder herrliches Wetter. Kaum eine Wolke am Himmel und ca. 22°, aber etwas heftiger Ostwind, der die Luft abkühlte. Über den inneren Hafen gelangten wir zum Marktplatz, wo wir auch den Briefkasten fanden. Dann wanderten wir zum Freiluftmuseum Kulbacken, das wir auch schon vor zwei Jahren besucht hatten. Hier war es schön ruhig und auch windgeschützt. Wir genossen den entspannten Rundgang zwischen den alten Bauernhäusern.

Kumbacken Freiluftmuseum

Kulbacken Freiluftmuseum

Kumbacken Freiluftmuseum

Kulbacken Freiluftmuseum

Schloss-Ruine

Schloss-Ruine

Villa am Yachthafen

Villa am Yachthafen

Schooner "Vega"

Schooner „Vega“

Am Yachthafen vorbei landeten wir schließlich wieder am Parkplatz am Hafen. dort hatte mittlerweile ein Großsegler, der Schooner „Vega“ angelegt. Für 70 € kann man mit dem Segler einen fünfstündigen Törn machen. Im Preis sind Mittagessen und Kaffee und Kuchen enthalten. Das war uns aber doch zu teuer.

Wir entschieden uns, statt auf diesem Parkplatz zu übernachten, hinüber zur Insel Gränsö zu fahren. Laut dem schwedischen Wohnmobilklub sollte man dort kostenlos auf dem öffentlichen Parkplatz am Gränsö Schloss parken übernachten können. Den Platz fanden wir schnell. Er ist sehr großzügig angelegt und nur ein anderes Wohnmobil war dort. Später kamen noch weitere drei dazu. Hier ist es sehr ruhig, windgeschützt und hier werden wir übernachten. Unser Nachbar wies uns noch darauf hin, dass unser Licht noch an war. Das passiert schon mal, und einmal war auch schon die Batterie leer (in York in England). Das liegt daran, dass man in Schweden immer mit Licht fahren muss. Da wir häufig die Fahrertür bei Ankunft nicht aufmachen, sondern durch die Aufbautür aussteigen, nehmen wir es nicht wahr, wenn das Licht noch an ist. Da müssen wir in Zukunft besser aufpassen.

Västervik Gransö

Västervik Gränsö

Påskallavik - Västervik

Påskallavik – Västervik

Anne und Blick auf die Schären

Anne und Blick auf die Schären

Zum Abendbrot gibt es heute Köttbullar, Fleischklösschen, die vielen ja von Besuchen bei Ikea bekannt sein werden. Köttbullar sind neben Krabben das Nationalgericht der Schweden. Frederick mag sie sehr gern.

Montag, 17. August 2015
Västervik – Gränsö 

Es war eine sehr ruhige Nacht und wir schliefen herrlich lange. Nach dem Frühstück machten wir uns dann daran, die vielen Insekten vom Wohnmobil zu entfernen. Auf dem Stellplatz in Karlskrona hatten sich ja bereits einige Spatzen damit beschäftigt, die toten Insekten aus dem Kühlergrill des Wohnmobils zu picken. Schlaue Viecher! Wie das wohl herausgefunden haben?

Nach gut einer  Stunde war das Wohnmobil wieder sauber. Wir hatten uns vorgenommen, heute um die Halbinsel zu wandern. Es war sonnig, aber ziemlich windig. Dennoch konnten wir uns in Shorts und T-Shirts auf den Weg machen. Der Wanderweg stellte sich als sehr abwechslungsreich heraus. Teilweise war es ein breiter, geteerter Weg, der mit den Fahrradfahrern geteilt wurde, teils ging es am Wasser entlang auf einem Trampelpfad und größtenteils war es kaum erkennbarer Pfad durch den Wald. Nur mit Hilfe von roten Markierungen an Bäumen konnten wir uns zurechtfinden.

Anne auf Gränsö

Anne auf Gränsö

Waldweg auf Gränsö

Waldweg auf Gränsö

Schärenlandschaft vor Gränsö

Schärenlandschaft vor Gränsö

Kleinstinsel mit Sommerhaus

Kleinstinsel mit Sommerhaus

Wir kamen an einer schönen, kleinen Badebucht vorbei und bereuten, dass wir keine Badesachen mitgenommen hatten. Die Bucht lag windgeschützt und das Wasser war auch warm genug zum Baden. Dumm gelaufen und wir marschierten einfach weiter. Nach drei Stunden waren wir wieder am Wohnmobil. Hier wurde eine kurze Kaffeepause eingelegt.

Unseren ursprünglichen Plan, heute nach Linköping weiterzufahren hatten wir bereits aufgegeben. Wir machten nur noch einen kleinen Abstecher in die Stadt zum Einkaufen. Dann ging es kurz bei einer Autowerkstatt vorbei, um einen 12V Stecker zu kaufen. Einer unserer Stecker hatte den Geist aufgegeben. Ausgerechnet der wichtigste, der alle Geräte speiste. Leider waren wir erfolglos. Zwar konnten wir den Stecker kaufen, aber er funktionierte nicht. Weil dieser Stecker einen Verteiler mit vier Steckdosen versorgt, sind die Kabeldurchmesser größer. Wir konnten nur einen Normalstecker für normale Kabel bekommen. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als in Linköping morgen oder übermorgen bei einer Bosch-Werkstatt vorbeizufahren, um das Problem dort zu beseitigen.

In der Zwischenzeit müssen wir uns mit einem zweifach-Verteiler, den wir noch als Reserve mitführen, behelfen. Also kein großes Drama. Der Fernsehabend ist nicht gefährdet.

Heute Abend gibt es Pyttipanna, die populäre schwedische Variante eines Bauernfrühstücks, noch eines von Fredericks Lieblingsgerichten.

Die Pyttipanna schmeckten lecker, aber mit dem Fernsehabend wurde es nichts. Frederick tauschte zwar die Stecker, musste dann aber feststellen, dass die Sicherung im Stecker für den Fernseh-Receiver durchgebrannt war. Wir hatten für diesen Stecker keine Ersatzsicherung. Daher tauschte Frederick den Stecker aus. Dennoch funktionierte es nicht. Dann trat auch noch ein Kurzschluss auf. Trotz allen Bemühens, die Ursache zu finden, scheiterte Frederick. Wir müssen in die Werkstatt.

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