Helsingborg

 In 2014, Schweden

Donnerstag, 14. August 2014

Dermaßen gestärkt fuhren wir dann gut gelaunt nach Helsingborg – nur eine kurze Fahrt von 25 Minuten. Dort wollen wir einen kurzen Abstecher auf die dänische Seite nach Helsingör machen (ohne Wohnmobil). Die Fähre kostet nur 7 EUR pro Person hin- und zurück. Samstag geht es dann morgens um 10 Uhr mit der Fähre von Malmö zurück nach Travemünde und Sonntag sehen wir dann hoffentlich und endlich zum ersten Mal unseren neu-geborenen Enkel Tammo. Dass wir uns darauf schon riesig freuen, brauchen wir ja keinem zu erzählen!

In Helsingborg angekommen, fuhren wir als als erstes zur Polizei, um die Sache mit dem Knöllchen zu klären. Denn eine Überweisung der € 77 war nicht möglich, da keine IBAN Nr und auch kein BIC Code angegeben waren. Leider kamen wir eine halbe Stunde zu spät, da die Sachbearbeiterin um 15 Uhr Feierabend gemacht hatte. Sie wäre morgen früh um 9 Uhr wieder im Dienst, wurde uns gesagt. Gut, das muss also bis morgen warten. Wir machten uns auf die Stellplatzsuche. Laut Verzeichnis sollte man mitten im Zentrum gegenüber des Rathauses parken können. Konnte man auch, aber so ganz glücklich waren wir dort nicht. Zu viel Rummel um uns herum. Egal, wir blieben dort erst einmal stehen und machten uns auf zur Stadttour. Das Stadtzentrum war nur wenige Schritte entfernt. Sehr beeindruckend! Wir fragten uns durch zur Touristinformation, um dort einige Anregungen zu erhalten. Außerdem fragten wir dort auch nach einem Stellplatz und man empfahl uns einen tollen Platz auf der Außenmole direkt am Yachthafen. Dort sei auch das Übernachten kein Problem. Also zurück zum Wohnmobil und auf zum neuen Stellplatz (nur 300 m entfernt).

Höganäs - Helsingborg

Höganäs – Helsingborg

Unser Stellplatz im Hafen von Helsingborg

Unser Stellplatz im Hafen von Helsingborg

Es waren auch schon einige andere Wohnmobile dort. An sich war es nur ein ganz normaler Parkplatz. Daher war es nicht möglich, hier zu campen oder die Markise auzufahren. Aber es war toll zentral gelegen und trotzdem weit genug vom Verkehrslärm entfernt, da der Segelhafen dazwischen lag. Hier hatte man einen Ausblick auf die Stadt und den Segelhafen zur einen Seite, auf den Fähranleger auf der Südseite und nach Westen den Blick über den Öresund auf Helsingör auf der dänischen Seite. Für 24 Stunden kostete es nur ca. 5 EUR Parkgebühr.

Wir machten uns jetzt wieder auf Entdeckungstour. Es gibt eine attraktive Altstadt (Gamla Stan), dann den Wehrturm, der „Kärnan“, was auf deutsch „Der Kern“ bedeutet, der auf einem Felsen hoch über der Stadt thront und von weit her sichtbar ist.

Zentrum und Hafen

Zentrum und Hafen

Das Wahrzeichen der Stadt: Wehrturm "Kärnan"

Das Wahrzeichen der Stadt: Wehrturm „Kärnan“

Konsul Treppe zum Wehrturm

Konsul Treppe zum Wehrturm

Rathaus Helsingborg

Rathaus Helsingborg

Die Wehranlage, die früher um den Turm herum gebaut war, gibt es nicht mehr. Zum Wehrturm hinauf führt die Konsulstreppe (so etwas wie die spanische Treppe in Rom). Die Aussicht von dort oben ist spektakulär wie man auf dem folgenden Foto sieht.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit wanderten wir kreuz und quer durch die Stadt. Wie erwartet war es eine ruhige Nacht. Nur der recht starke Wind rüttelte etwas am Wohnmobil. Aber die abendliche Aussicht über den Hafen und auf die Stadt entschädigte.

Freitag, 15. August 2014

Für heute war ein Ausflug mit der Fähre nach Helsingör (ohne Wohnmobil) geplant. Das wollten wir schon auf dem Hinweg machen, aber an dem Tag regnete es. Heute hatten wir schönes Wetter und zur Fähre waren es nur ein paar Schritte. Allerdings mussten wir vorher noch zur Polizei, um die Knöllchegeschichte zu klären. Die Sachbearbeiterin war jetzt im Büro und auch sehr nett. Wir erzählten unsere Geschichte, für die sie viel Mitgefühl zeigte. Aber leider mussten wir trotzdem bezahlen. Dummerweise nicht bei der Polizei, sondern bei einer x-beliebigen Bank, sagte sie uns. Also zurück zum Stellplatz, das Wohnmobil dort wieder geparkt und dann auf zur nächsten Bank. In Schweden muss man überall, wo man was will, Nummern ziehen. Wer das nicht tut, kommt auch nicht dran. Aber das wussten wir ja jetzt bereits. Trotzdem dauerte es eine Weile, bis wir an der Reihe waren. Die Dame am Schalter war auch sehr freundlich, sagte uns aber, dass sie uns nicht weiterhelfen könne, empfahl uns aber eine Wechselstube in der Nähe, also dorthin, wo dann alles reibungslos über die Bühne gebracht wurde. Allerdings mussten wir dafür noch eine Gebühr von € 5,50 zahlen.

So, jetzt aber ab zum gegenüberliegenden Fährterminal für die Überfahrt zum dänischen Helsingör.

Für den kompletten Bericht über Helsingör bitte auf das folgende Bild klicken

Helsingör

Um 18 Uhr waren wir zurück in Helsingborg und verbrachten den Rest des Tages und des Abends mit Vorbereitungen für die Rückreise am nächsten Morgen. Wir mussten ja um 9.00 Uhr in Malmö sein. Die Fahrt dorthin sollte 45 Minuten dauern.

Fotogalerie Helsingborg

Hafen im Abendlicht

Hafen im Abendlicht

Sonnenuntergang am Öresund

Sonnenuntergang am Öresund

Samstag, 16. August 2014

Eine so nicht geplante Rückreise

Heute Morgen galt es früh aufzustehen. Nach fast fünfeinhalb Wochen war es jetzt der letzte Tag unserer Reise. Noch kurz gefrühstückt und dann waren wir auch bereits reisebereit. Die ganze Reise über war alles glattgelaufen, doch jetzt kam der Schock: der Motor sprang nicht an! Ein kurzes Würgen und dann nichts mehr. Ganz offenbar hatte die Batterie nicht mehr genug Saft. So ein Mist! Wir riefen sofort beim ADAC in Deutschland an und schilderten das Problem. Innerhalb einer Stunde versprach man uns, sollte Hilfe dasein. Wir brauchten ja nur eine Überbrückung. Wir warteten und warteten. Eine Stunde verging und damit wurde es auch Gewissheit, dass wir unsere Fähre nicht mehr erreichen würden. Also riefen wir bei Finnlines an und teilten denen unser Missgeschick mit. Wie sich herausstellte, waren die beiden späteren Fähren ausgebucht. Außerdem erfuhren wir, dass wir auf Grund des Sonderangebots, das wir ja gebucht hatten, neu buchen und bezahlen müssten. Das hieß, € 73 in den Sand gesetzt. Ein Anruf bei Scandlines, die die Fähren von Helsingborg nach Helsingör und Rödby nach Puttgarden bedienen, ergab, dass wir für diesen Weg € 186 zahlen müssten. Oh, das tat weh.

Vom ADAC-Service war immer noch niemand in Sicht. Ein anderes Wohnmobil kurvte in unserer Nähe herum und parkte dann vor uns. Der Fahrer kam herüber und wies uns darauf hin, dass wir nicht mit allen vier Rädern innerhalb der Parkmarkierungen ständen. Wir erklärten ihm, dass wir uns nicht bewegen könnten und er bot uns dann sofort eine Überbrückung an. Innerhalb von fünf Minuten lief unser Motor. Warum hatten wir das nur nicht früher gemacht? Der Hauptgrund war, dass bei zwei füheren Anlässen im letzten Jahr, wo unser Wohnmobil nicht ansprang, der ADAC Mühe hatte, das Fahrzeug per Überbrückung zu starten. Beim zweiten Mal (war in Buxtehude) ging gar nichts mehr und wir wurden damals abgeschleppt. Daher trauten wir uns nicht, jemand zwecks Überbrückung anzusprechen. Wie sich aber heraustellte, war dies ganz simpel.

Jetzt war es wichtig, dass wir eine Weile fuhren, um die Starterbatterie wieder aufzuladen. Nach 20 km machten wir Halt. Wir wollten ja heute noch zurück, denn morgen waren wir mit Mahlie und Olli verabredet, um Enkel Tammo kennenzulernen. Wir beschlossen, die € 186 zu opfern und buchten die beiden Fährpassagen bei Scandlines. Dann fuhren wir direkt zurück zur Fähre in Helsingborg und waren 30 Minuten später bereits auf der dänischen Seite in Helsingör. Mit Ausnahme von zwei Staus, die uns fast eine Stunde Zeit kosteten ging dann alles glatt und um 16 Uhr waren wir bereits in Puttgarden. In Eutin wuschen wir das Wohnmobil dann gründlich und waren um 18 Uhr wieder in Malente, drei Stunden früher als ursprünglich geplant, aber € 186 teurer.

Zusammenfassung:
Diese Reise war doch ganz anders als die Schwedentour im letzten Jahr. Wir waren auch länger und weiter unterwegs. Wiederum gab sehr viel zu sehen und zu erleben und auch die Erkenntnis, dass wir wiederkommen würden. Denn es gibt noch so viel zu sehen. Das Wetter war ungewöhnlich gut. Die ersten drei Wochen herrschten fast täglich 30° oder mehr. Fast zu warm, aber wir hatten oft schöne schattige Plätze. Wenn es regnete, war es entweder nachts oder wenn wir fuhren. Nass wurden wir nicht ein einziges Mal.

Deutlich spürbar ist das ruhigere Leben in Schweden. Man scheint allgemein nicht so gestresst wie in Deutschland. Wir wurden nicht ein einziges Mal angeblafft, sondern ohne Ausnahme freundlich behandelt. Schweden ist ein sehr schönes Land, sowohl hinsichtlich der Landschaft als auch in den Städten und Dörfern. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal.

Für uns geht es in zwei Wochen weiter nach Cornwall in England. Unsere Freunde Alison und Gordon haben uns angeboten, dass wir ihr Haus in Mylor hüten, während sie in Frankreich Urlaub machen. Da haben wir uns natürlich nicht lange bitten lassen. Obwohl die Reise ohne Wohnmobil sein wird, werden wir trotzdem auf dieser Webseite unter dem Menüpunkt Reiseberichte – England – Cornwall 2014 in Wort und Bild berichten. Das Wohnmobil hat dann vier Wochen Pause. Wir werden dann wohl im Oktober noch die eine oder andere Kurzreise unternehmen.

Unsere komplette Reiseroute im Überblick

Unsere komplette Reiseroute im Überblick

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