Bjäre Halbinsel

 In 2014, Schweden

Mittwoch, 13. August 2014

Auf Empfehlung von Thorsten wollten wir heute einige der Hafenorte auf dem Weg weiter nach Süden besuchen. Gleich nach dem Frühstück fuhren wir nach Torekov an der Spitze der Bjäre-Halbinsel. Thorsten hatte nicht zu viel versprochen. Ein Ort, der uns sofort an Cornwall erinnerte. Wie wir diese Hafenstädtchen doch lieben. Zwei Stunden wanderten wir durch den Ort, den Hafen und entlang eines Strandabschnitts, der allerdings nicht das Gelbe vom Ei war (Algen). Außerdem war das Baden hier wegen schlechter Wasserproben verboten.

Der Stein von Sankta Thora

Der Stein von Sankta Thora

Sankta Thora Legende

Sankta Thora Legende

Der Yachthafen von Torekov

Der Yachthafen von Torekov

Am anderen Ende des Hafens stießen wir auf den Sankta-Thora-Stein.

Mitten in der Stadt fanden wir dann die Reste einer Kapelle – nur noch die Grundmauern waren zu sehen. Hierbei handelte es sich um die Überreste der einstigen Sankta Thora Kapelle. Auch darum rankt sich die Sage.

Uns zog es weiter. Das nächste Ziel war die Stadt Ängelholm. Erst nach einger Kurverei fanden wir endlich einen Parkplatz in der Nähe des Stadtzentrums. Es war ja auch schon 14.30 Uhr und wir hatten Appetit auf Waffeln mit Sahne und Marmelade – ein Nationalgericht zur Kaffeezeit hier in Schweden. Trotz intensiver Suche fanden wir aber kein Café. Als Alternative lockte ein Mittagstisch (Schweinespieß mit Salat und Pommes) für 10 EUR. Also disponierten wir kurzerhand um und genossen das leckere Essen. Kaffee war auch im Preis enthalten.

Im Anschluss holten wir uns in der Touristinformation noch Kartenmaterial und Anregungen für Interessantes in der Region.

Doch, oh Schreck, als wir zum Wohnmobil zurückkamen, klebte ein Knöllchen an der Windschutzscheibe. Hatten wir doch die Parkvorschriften falsch interpretiert. An sich sollte das Parken ab 14 Uhr umsonst sein. Aber als wir das Knöllchen lasen, war es ein anderer Grund. Wir hatten zu dicht an einer Straßeneinmündung geparkt – und nun das Schlimmste: 700 SKR Strafe (77 EUR). Nicht zu fassen. Okay, einmal tief durchatmen und abhaken. Morgen müssen wir uns um die Bezahlung kümmern. Knöllchen über 70 EUR werden auch im EU-Ausland eingetrieben.

Mit etwas gedämpfter Stimmung fuhren wir dann zum Segelhafen, wo es einen Stellplatz geben sollte. Den fanden wir auch schnell. Der Platz ist gebührenpflichtig, Wir parkten schön ruhig mit Blick auf den Hafen. Werden wir uns merken. Heute machten wir nur noch eine kurze Wanderung entlang des Strandes und beobachteten dabei eine Flotte Regattasegler, alle mit gesetztem Spinnaker. Ein grandioses Schauspiel. Leider hatten wir aber keine Kamera dabei. Also keine Fotos. Auf dem Parkplatz standen viele Autos mit Hamburger und Kieler Kennzeichen, wahrscheinlich nahmen einige Segler aus dem Hohen Norden an der Ragatta teil.

Weiter ging es dann immer entlang der Küstenstraße nach Westen. In dem kleinen Ort Arild machten wir halt. Ein ganz bezauberndes Dorf – soooo Cornwall-ähnlich. Sorry, dass wir das immer wieder so betonen, aber es ist einfach so vertraut! Wir genossen die Ruhe hier, die schönen Häuser und den kleinen Hafen.

Der kleine Hafen in Arild

Der kleine Hafen in Arild

Wunderschöne Häuser mit toller Aussicht in Arild

Wunderschöne Häuser mit toller Aussicht in Arild

Jetzt ging es weiter. Nächstes Ziel war Mölle an der Spitze der Halbinsel. Hier war das Übernachten für Wohnmobile nicht erlaubt. Einen Kurzzeitparkplatz fanden wir dennoch – ohne Knöllchenrisiko, so dass wir uns den Hafen und die nähere Umgebung noch anschauen konnten. Außerdem gönnten wir uns noch ein leckeres Eis.

Mölle Hafen

Mölle Hafen

Mölle Fischerhütten

Mölle Fischerhütten

Mölle ist bei Wanderurlaubern beliebt. Es gibt hier eine Reihe von Küsten- und Inlandwanderwegen, die offenbar gut angenommen werden. Wir trafen auch einige Urlauber, die per Fahrrad mit irre viel Gepäck unterwegs waren.

Båstad - Höganäs

Båstad – Höganäs

Stellplatz Höganäs

Stellplatz Höganäs

Unser nächstes Ziel war Höganäs, etwa 20 Km weiter südlich. Dort sollte es einen (kostenpflichtigen) Stellplatz geben. Wie so oft, lag auch dieser Platz direkt am Hafen. Großzügige Platzeinteilung, das war schon mal positiv. Auch gab es Toiletten, Duschen und Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Hier nisteten wir uns für die Nacht ein. Da wir ja bereits gut zu Mittag gegessen hatten, fiel das Abendessen aus. Stattdessen wanderten wir noch eine Stunde entlang des Küstenpfades. Danach gab es Fußball im Fernsehen: Bayern – BVB (0:2).

Donnerstag, 14. August 2014

Heute wollten wir uns Höganäs genauer anschauen. Nach dem Frühstück erkundeten wir zuerst das aufwendig sanierte Hafengebiet und landeten in einem Bekleidungsladen, wo Anne ein schicker Pullover gefiel. Schnell anprobiert, aber leider die falsche Größe. Andere Größen gab es dann nicht – schade.

Wir marschierten dann entlang des schönen Wanderweges in das nahe Stadtzentrum. Aufregendes gab es hier nicht zu sehen. Einen echten Stadtkern mit Marktplatz vermissten wir. Aber wir stolperten in einen interessanten Geschenkeladen. Im Schaufenster sahen wir nämlich einen originellen, magnetischen Wandkalender. Den kauften wir kurzentschlossen, denn er war für unseren Flur in Malente bestimmt.

Himmelsfahrtkirche

Himmelsfahrtkirche

Hafenmeisterei

Hafenmeisterei

Die Stadt ist überschaubar und wir waren bereits nach etwas über einer Stunde wieder am Stellplatz. Da wir heute ja noch nach Helsingborg wollten, ent- und versorgten wir das Wohnmobil (war im Stellplatzpreis enthalten) zum letzten Mal in Schweden. In der Touristinformation hatte man uns noch auf das am Stadtrand gelegene Outlet-Center aufmerksam gemacht. Dorthin steuerten wir zuerst, um uns einmal umzusehen. Aber hier gab es keine Schnäppchen, alles sehr teuer. Aber gelohnt hatte sich der Abstecher trotzdem, denn wir stießen auf ein hübsches, gemütliches Garten-Café, das unsere so geliebte Waffeln mit Kirchen, Eis und Sahne anbot. Da kann man einfach nicht nein sagen. Herrlich, bei schönem warmen Wetter im Schatten unter den Bäumen. Gut gestärkt und gut gelaunt fuhren wir dann weiter nach Helsingborg.

Bjäre Halbinsel Fotogalerie

 

 

 

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