Glommen

 In 2014, Schweden

Sonntag, 10. August 2014

Glommen ist ein eher winziges „Kaff“ nur sechs km weiter nördlich, ein fast reines Wohngebiet mit vielen Ferienhäusern. Außerdem gibt es dort einen sehr kleinen Hafen für Fischer- und Freizeitboote und einer ganz neuen, fischverarbeitenden Firma. Die kleine Kaffeebude hatte ein sehr witziges Öffnungszeiten-Schild, ein Glück, daß es Frederick auffiel und sein Schwedisch noch ausreichte zum Lesen und Übersetzen.

Falkenberg - Glommen

Falkenberg – Glommen

Seltsame Café Öffnungszeiten

Seltsame Café Öffnungszeiten

 

Unser Stellplatz war wirklich schön, direkt am Hafen mit frischer Brise und den Möwen. Nur zwei weitere Wohnmobile standen dort. Nicht weit von uns erstreckte sich ein fast ein km langer Sandstrand. Nur ein paar Einheimische tummelten sich dort. Wir nahmen die Gelegenheit wahr, mit nackten Füßen am Ufer entlangzulaufen, eine Wohltat. Keine Quallen, keine Steine, ganz klares Wasser und keine scharfkantigen Muscheln. Die lagen netterweise alle richtig herum im Sand! Das war nun schon das Kattegatt, von dem man im Erdkundeunterricht soviel gehört hatte.

Am Strand von Glommen

Am Strand von Glommen

Café mit komischen Öffnungszeiten

Café mit komischen Öffnungszeiten

 

Nach Rückkehr war Lesen, Schreiben und Fernsehen angesagt. Während wir unterwegs waren, hatten die vorher neben uns stehenden Schweden ihr Wohnmobil 50 m weiter nach vorne und direkt ans Wasser verlegt. Dort war es natürlich viel schöner, jedoch war dieser Bereich nicht als Stellplatz gekennzeichnet und diente wohl eher den Spaziergängern. Aber niemand schritt ein. Dann erschien auch noch ein Arbeiter mit einem fahrenden Rasenmäher und begann, die große Rasenfläche vor uns und um die Hafenmole herum zu mähen. Spätestens nun hätten die Schweden wohl ihren Platz wieder räumen müssen. Aber nichts da, Die hatten es sich in ihren Stühlen bequem gemacht und zwangen dadurch, den Rasenmäher, um sie herumzufahren.  Das hätten wir uns nicht getraut.

Aber es war interessant, zuzuschauen, ob oder nicht der Arbeiter die Leute wegscheuchen würde. Aber nichts derartiges geschah. Muss wohl mit dem „Allmännarätten“ zu tun haben, dem alten schwedischen Gesetz, wonach man alles Land betreten darf. Natürlich gibt es heute schon Einschränkungen, aber generell gilt das Gesetz auch heute noch.

Montag, 11. August 2014

Nach unruhiger Nacht – wieder mal ganz böses Donnergrollen, Sturm und Regen wie aus Kübeln – war der Himmel am Morgen wie blankgewaschen in strahlendstem Blau. Der Wind hatte sich etwas gelegt. Nach dem Frühstück gingen wir noch einmal entlang der Küste zum Strand und kamen am Glumsten vorbei. Das ist ein 5 x 4 m im Umfang großer Stein, drei Meter hoch ist er auch noch. Bereits im Jahre 1256 ist er erwähnt und diente Booten als Seezeichen.

Glumsten Seezeichen

Glumsten Seezeichen

Historischer Baustil in Glommen

Historischer Baustil in Glommen

Zurück ging es durch die Ortschaft. Wir kamen an sehr schönen Häusern vorbei, die offensichtlich ganzjährig bewohnt werden. Hier lebt sicher eine ziemlich eingeschworene Gemeinde, denn im Winter muss es bei der exponierten Küstenlage eine Herausforderung sein, hier zu leben. Die Atmosphäre hier ähnelt der der Insel Föhr.

Zurück am Wohnmobil machten wir alles wieder reisefertig, denn nun wollten wir zum nächsten Ziel weiterfahren, der Stadt Halmstad.

Glommen Fotogalerie

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