Malmö Sept. 2013

 In 2013, Schweden

Montag, 16. September 2013
Der Tag der Rückreise

Stürmische Ostsee am Tag der Abreise

Stürmische Ostsee am Tag der Abreise

Nach vier Wochen in Schweden (davon ein Tag in Dänemark) geht es heute Nachmittag zurück nach Hause. Eigentlich hatten wir geplant, uns morgens noch die Universitätsstadt Lund (in der Nähe von Malmö) anzuschauen. Aber als wir aufwachten, tobte ein Sturm und der Regen peitschte gegen das Wohnmobil.

Erst nachmittags sollte es aufklaren. Anne befürchtete Schlimmes und besorgte sich in der Apotheke vorsorglich Tabletten gegen die Seekrankheit. Im strömenden Regen machten wir uns dann nach dem Frühstück auf den Weg. Da wir gut in der Zeit waren (die Fähre ging erst um 16 Uhr), fuhren wir trotz des Regens nach Lund und drehten dort eine kurze Runde. Aber ins Zentrum konnten wir mit dem Wohnmobil nicht hinein. Trotzdem gewannen wir einen recht guten Eindruck von der Stadt. Wir kehrten um und fuhren nach Malmö weiter. Lund ist eine recht große Stadt und nur 20 km von Malmö entfernt.

Wir brauchten noch etwas Verpflegung für die Überfahrt und steuerten den Vorort Väst Hamn an. Dort gab es einen Supermarkt und außerdem wollten wir die Gelegenheit nutzen, im Yachthafen nachzuschauen, ob das umgekippte Hausboot noch dort lag. Während unseres ersten Malmö-Aufenthaltes hatten wir auch Fotos von den modernen, zweistöckigen Hausbooten gemacht, die im Yachthafen festgemacht waren. Vor ein paar Tagen lasen wir einen Bericht in einer schwedischen Zeitung, dass es im Westhafen ein Unglück gegeben hatte. Während einer Einweihungsfeier war ein Hausboot umgekippt. Mehr als 40 Personen hielten sich während der Party auf der Dachterrasse auf. Dadurch wurde das Hausboot kopflastig und kippte plötzlich. Viele der Gäste wurden verletzt, einer davon schwer. Nur dem nahezu heldenhaften Eingreifen von mutigen Personen war es zu verdanken, dass es keine Toten gab. Es war auch ein Bild in der Zeitung und wir erkannten sofort, dass es sich um eines der von uns bereits fotografierten Hausboote handelte. Als wir heute zu der Unglücksstelle kamen, sahen wir nur noch Trümmer. Es war ein trauriger Anblick.

Und so sah es nach dem Unglück aus

Und so sah es nach dem Unglück aus

Hier ist das Hausboot noch intakt (letztes hinten)

Hier ist das Hausboot noch intakt (letztes hinten)

Ystad - Malmö

Tagesetappe (ohne Fähre): 90 km

Etwas beklommen gingen wir zurück zum Wohnmobil und fuhren dann zum Fähranleger. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und der Wind sich gelegt. Als die Fähre pünktlich um 16 Uhr ablegte, war die Ostsee schon wieder ruhig und es gab nicht das geringste Schaukeln während der Überfahrt. Wir hatten diesmal eine Kabine gebucht, um etwas Gelegenheit zum Schlafen zu haben, denn wir würden erst eine halbe Stunde nach Mitternacht in Travemünde eintreffen. Ohne Schlaf wäre die Heimfahrt nach Malente schon eine Anstrengung gewesen. So waren wir entsprechend fit für die nächtliche Fahrt nach Hause. Nach genau vier Wochen waren wieder daheim.

Es war eine wunderbare Reise. Nie wurde es langweilig. Schweden ist ein ideales Land für Wohnmobilreisende. Es gibt so viele schmucke Orte, tolle Küsten und viel Natur und kaum Verkehr – wir gerieten zu keiner Zeit in einen Stau. Und es gibt noch viel mehr zu erkunden. Wir werden also auch in Zukunft viel in Schweden unterwegs sein. Darauf freuen wir uns schon jetzt.

Fotogalerie Malmö

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