Sölvesburg Sept. 2013

 In 2013, Schweden

Dienstag, 10. September 2013

Trautes Heim in der Dämmerung

Trautes Heim in der Dämmerung

Wir fuhren weiter nach Sölvesborg, direkt auf den gleichen Platz an der Fußgängerbrücke, wo wir schon vor zwei Wochen zwei Tage lang geparkt hatten.

Während Frederick sich also mit dem Computer beschäftigte, nutzte Anne die Zeit für einen Friseurbesuch. Anne’s Bericht: Als erstes fragte ich: „Was kostet einmal Haare schneiden?“ Die Antwort war: „390 SKR“, also ca. 45 Euro. O.K., es musste einfach sein und so begab ich mich unter die Schere. Vorher allerdings bekam ich einen Kaffee und ZWEIi wunderbare leckere Gebäckstücke! Haare waschen gehörte natürlich auch dazu, und Stylen und … und … und. Das Resultat war ein absolut perfekter Schnitt, eine so nette Unterhaltung mit der jungen Friseurin (auf Englisch) und als ich ihr ein „Trinkgeld“ geben wollte, wehrte sie es mit Händen und Füßen ab, hier offensichtlich nicht üblich! Außerdem gab der Preis einem ein gutes Gefühl, hier hat sich der Mindestlohn offenbar schon durchgesetzt und Friseurinnen verdienen mehr als 6 Euro die Stunde …

Danach holte ich Frederick bei der Touristen-Information ab und wir flanierten durch die kleinen Straßen zurück zum Wohnmobil.

Die erleuchtete Fußgängerbrücke in der Dämmerung

Die erleuchtete Fußgängerbrücke in der Dämmerung

Unterwegs – dafür konnte nun wirklich keiner etwas – kamen wir an einem so süßen Laden vorbei mit so schönen Einrichtungsdingen: Frederick zeigte auf bunte Tassen und meinte, sie sähen aus wie Sammeltassen, – es stimmte! Ich hatte mich sofort in sie verliebt.

Nun mussten wir am Nachmittag noch mal – rein zufällig – in die Stadt, Frederick in die Touristen-Information, ich wollte mir das Geschirr aus der Nähe ansehen. Mein erster Eindruck war richtig: Einfach nur schön!! So konnte ich Frederick gleich meinen Weihnachtswunsch nahebringen und da wir uns fast immer schnell einig sind, kauften wir mein Geschenk und ich freue mich schon so toll darauf, es zu Hause auspacken und benutzen zu können!!! Auf dass die Schränke voll werden …

Der Anflug von Erkältung schwebte nun über Frederick (Watte-Kopf) und wir verbrachten einen ruhigen Fußball-Abend im Wohnmobil

(Deutschland : Faröer Inseln 3:0).

 

Mittwoch, 11.09.2013

Dieses Tagesdatum lässt einem immer noch kalte Schauer über den Rücken laufen: September 11th, der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York! Die Gedanken daran kreisen und kreisen …

Es hatte zwar die halbe Nacht lang geregnet und das Prasseln aufs Autodach vermittelte einem im Wohnmobilbett ein wohliges und gemütliches Gefühl, aber gegen 10.30 Uhr schien die Sonne wieder und dieser unglaublich blaue Himmel mit schneeweißen Wolken bot einen schönen Anblick.

Sonnenrelexion auf der Fußgängerbrücke

Sonnenreflexion auf der Fußgängerbrücke

Nach dem Frühstück gingen wir über die schon erwähnte neue Brücke und spazierten zum Golfplatz auf der anderen Seite (Ljungaviken): Alles vom Feinsten, wie eben auch die neu gebauten Reihenhäuser, Einzelhäuser und Wohnungen (5-stöckiger Block mit schicken glasumrahmten Balkonen), schöne neue Welt (der Gutbetuchten, vermute ich). Nun wollen wir noch schnell in die Stadt, um das Geschriebene abzuschicken, damit Ihr alle wisst, was wir so treiben. Mit geschlossenen Augen gehe ich an den Auslagen vorbei, das verspreche ich, damit wir nicht noch mehr verführt werden …

Da wir nun schon mal hier waren, wollten wir uns noch weitere an der Küste liegende Orte der Halbinsel Listerlandet ansehen, z.B. Nogersund. Von diesem kleinen Hafen aus geht es auf die sagenumwobene Insel Hanö (es gibt ein paar Geschichten über einen Drachen,eine Riesenfrau, die viele Steine in ihrer Schürze sammelte, dann stolperte und man diese vielen kleinen Steine nun am Strand finden kann). Außerdem liegt dort der „Englische Friedhof“ als Erinnerung an den Napoleon-Krieg von 1810 – 1812. Hanö war damals englischer Flottenstützpunkt. Heute leben noch ca. 60 Menschen auf der kleinen Insel, eine halbe Stunde Bootsfahrt von Nogersund entfernt.

Hafen Nogersund

Hafen Nogersund

Der neue Stellplatz in Nogersund mit dem kleinen, aber feinen Sanitärgebäude

Der neue Stellplatz in Nogersund mit dem kleinen, aber feinen Sanitärgebäude

Aber klar: kein Boot lief aus, ist ja keine Saison mehr. Schade! Ganz bestimmt nächstes Mal, denn Nogersund hatte einen ganz modernen Stellplatz für Wohnmobile: Tolle Sanitärräume, beste Ver- und Entsorgungsstation. Für die Übernachtung bezahlt man 100 SKR. Wir aber konnten den Service kostenlos nutzen, da wir ja weiterfahren wollten.

Nächster Halt war Hörvik, wieder so ein Mini-Hafen. Es sah ganz so aus, als wenn hier noch Fischerei betrieben würde. Einen kleinen Laden gab es auch, sicher ein Umschlagplatz für Neuigkeiten, auch im Winter, wenn nichts los ist. Wieder mal ließ Cornwall grüßen.

Fotogalerie Sölvesborg

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