Oskarsham 3. Sept.

 In 2013, Schweden

Montag, 2. September 2013

Am Abend kamen wir in Oskarsham an. Am Hafen sollte es einen Stellplatz geben, den wir auch schnell fanden. Es parkte dort nur ein großer LKW mit NL-Kennzeichen, ansonsten kein Mensch, kein Auto weit und breit, es ist eben Saisonende. So konnten wir auch nicht die Stellplatzmiete im Hafenbüro bezahlen. Die hatten auch schon die Bude dicht gemacht bis zum nächsten Jahr … Das war aber nicht schlimm, uns fällt sicherlich etwas ein, wie wir das Geld anderweitig ausgeben können!

Oskarshamn Hafen in der Abenddämmerung

Oskarshamn Hafen in der Abenddämmerung

Stellplatz in der Abenddämmerung

Stellplatz in der Abenddämmerung

Das Abendessen genossen wir mit Blick auf die bunten Lichter im Hafen, vor uns lag die große Fähre, die im Pendelverkehr nach Gotland fährt, sie legte gegen 21.00 Uhr ab, danach war „Ruhe im Schiff“ und wir schliefen auch auf diesem Platz bestens.

Borgholm - Oskarshamn

Tagesetappe: 219 km

Das Abendessen genossen wir mit Blick auf die bunten Lichter im Hafen, vor uns lag die große Fähre, die im Pendelverkehr nach Gotland fährt, sie legte gegen 21.00 Uhr ab, danach war „Ruhe im Schiff“ und wir schliefen auch auf diesem Platz bestens.

Dienstag, 03.September 2013

Herrliches Wetter heute! Früh kamen wir schon aus den Federn, das schöne Wetter auszunutzen. Zuerst wollten wir uns die Stadt anschauen. Die Kirche, die schon von der anderen Hafenseite vom Wohnmobil grüßte, war unser erstes Ziel. Sie liegt auf einem Felsenhügel über der Stadt, ein schönes gelb gestrichenes Gebäude mit vergoldeter Kirchturmspitze. Leider war sie zu dieser frühen Morgenstunde noch geschlossen.
Die Kirche in Oskarshamn

Also weiter in die Innenstadt. Diese war enttäuschend, vorherrschend 60-er und 70er Jahre Baustil. In einem Fotoladen konnten wir mit einem neu gekauften Linsenschutz für die Kamera den verloren gegangenen ersetzen, mit 12 € nicht ganz billig …

Bei der Touristeninformation deckten wir uns mit Broschüren ein. Hier entdeckte Anne ein Plakat, das für den heutigen Abend, 19.00 Uhr, ein „Last night of the Proms“ Konzert des Streichorchesters „Camerata Nordica“ in der Kirche ankündigte. Welch ein Glück! Das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.

Jetzt marschierten wir zum Hafen und kamen am Terminal der Gotlandfähre vorbei. Da uns interessierte, wie teuer die dreistündige Überfahrt war, gingen wir ins Gebäude. Aber hier war alles verwaist. Offenbar werden alle Schalter zwischen den Abfahrten geschlossen. Es lagen aber etliche Touristenbroschüren aus. Eine davon war von einer Kerzenfabrik (Liljeholmen) ganz in der Nähe. Dort sollte es einen Fabrikladen geben. Anne suchte noch nach Kerzen für Teller, die sie in Kosta gekauft hatte. Wir folgten der Wegbeschreibung entlang des Hafens nach Osten. Es war doch weiter als gedacht, aber wir fanden die große Kerzenfabrik und dort einen gut eingerichteten Fabrikladen. Anne fand zwar etwas (klar!), doch wollten wir das nicht den ganzen Weg zum Wohnmobil schleppen. Morgen werden wir mit dem Wohnmobil zurückkommen und ein paar Sachen (mehr …) kaufen. Im Coffee Shop des Ladens stärkten wir uns mit einem Kaffee und einem leckeren Kuchen (für nur insgesamt umgerechnet 2,30 €) dann wanderten wir weiter entlang der Schärenküste, zuerst an mehreren kleinen Yachthäfen und Werften vorbei und schließlich konnten wir über eine kleine Brücke auch auf eine Gruppe von kleinen Schäreninseln wandern. Die Ostsee war sehr ruhig und am Himmel war kein Wölkchen zu sehen. Es war eine wunderbare Atmosphäre, die wir eine Weile genossen.

Auch die Enten fühlen sich hier wohl

Auch die Enten fühlen sich hier wohl

Bootshafen in den Schären

Bootshafen in den Schären

Da dieser Bericht noch ins Internet sollte, machten wir uns gegen 15 Uhr auf den Rückweg zum Wohnmobil. Dort angekommen, hörten wir draußen auf einmal Stimmen: „Noch einer aus Ostholstein“. Es war ein Paar aus Timmendorf, das gerade angekommen war und, wie sie uns erzählten, auf dem Weg nach Gotland waren. Der Mann hatte auch (wie Frederick) zeitweise in Schweden gelebt und sprach offenbar auch recht gut Schwedisch. Das Paar spielt viel Golf und sie haben Ihre Schläger immer dabei. Auf Gotland gäbe es sieben Plätze und die wollten alle gespielt sein. Wir mussten uns nun aber sputen und ab ging es zur Bücherei, um unsere Reiseberichte ins Internet zu stellen.

Das klappte leider nicht richtig, da wir dort mit dem Internet Verbindungsprobleme hatten. So konnten wir nicht alles erledigen. Schon drängte die Zeit und wir mussten schnell zurück zum Wohnmobil, etwas essen, uns in Schale werfen und ab zur Kirche, wo das Konzert ja um 19 Uhr beginnen sollte. Wir waren 10 Minuten früher da, die Plätze waren schon fast alle besetzt und zu Beginn der Veranstaltung war’s dann „full house“!

Was soll man zum Konzert sagen: Angeführt vom norwegischen Geigenvirtuosen Terje Tønnesen spielte das Orchester Werke der britischen Komponisten Benjamin Britten, Michael Tippett und William Walton. Musik der Extraklasse. Das Streichorchester „Camerata Nordica“ (22 hervorragende Musiker) bot das gleiche Programm, das bereits am vergangenen Samstag (31. August) bei den „Night of the Proms” in der Cardogan Hall London gespielt worden war. Dabei wurde das Stück „Lachrymae“ von Benjamin Britten, das er als 14-Jähriger komponiert hatte, uraufgeführt.

Es waren wunderbare zwei Stunden für uns und die Musiker wurden mit stehendem Applaus verabschiedet. Beschwingt marschierten wir zum Wohnmobil zurück. Was für ein gelungener Abend!

Mittwoch, 4. September 2013

Deutscher Segler beim Auslaufen

Deutscher Segler beim Auslaufen

Wir schliefen sehr gut und die Sonne schien, als wir aufstanden. Nach dem Frühstück ging Frederick noch einmal zur Bibliothek, um zu versuchen, den Reisebericht zu komplettieren und zwei geschäftliche Angelegenheiten zu erledigen. Die Probleme mit dem Hochladen unseres Reiseberichtes konnte er leider nicht lösen.

Gegen Mittag machten wir das Wohnmobil reiseklar und fuhren als erstes zu der Kerzenfabrik Liljeholmen. Im Hafen hatten wir vorher noch ein unter deutscher Flagge segelndes, hölzernes Schiff beim Auslaufen beobachtet. Leider konnten wir den Namen wegen des Gegenlichts nicht erkennen, und auch das Foto war wegen des Gegenlichts nicht optimal. Da die Kerzenfabrik weiter draußen liegt, musste der Segler dort vorbeikommen und tatsächlich, als wir die Fabrik erreichten, war der Segler dort auch schon und wir konnten noch ein Foto schießen. Der Namen war allerdings immer noch nicht zu erkennen.

Nach dem Einkauf einiger schöner Sachen in der Kerzenfabrik machten wir uns dann auf Richtung Västervik.

Fotogalerie Oskarshamn

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