Sölvesborg Aug. 2013

 In 2013, Schweden

Sonntag, 25. August 2013

Da keine Aussicht auf einen schönen Stellplatz in Simrishamn bestand, entschieden wir uns nach unserem Rundgang zur Weiterfahrt nach Åhus.

Absolute Schnapsfabrik in Åhus

„Absolut“ Schnapsfabrik in Åhus

Dort angekommen, versuchten wir zuerst am Hafen einen Stellplatz zu finden, aber es war ein reiner Industriehafen und weit weg vom Stadtzentrum. Wir drehten um und fuhren ins Zentrum, wo wir mitten auf dem Marktplatz parken konnten. In der Touristeninformation sagte man uns, dass wir hier kostenlos übernachten könnten. Das klang gut. Es war außerdem kurz vor 14 Uhr und Zeit für das Formel 1 Rennen in Spa in Belgien. Frederick wollte das Rennen unbedingt im Fernsehen anschauen. Zwischenzeitlich ging Anne auf Erkundungstour. Vettel gewann mal wieder, Rosberg wurde Vierter, also alles nach Wunsch. Anne meinte nach ihrer Stadttour, dass es sich nicht lohnen würde, hier zu übernachten. Es gab nicht mehr viel zu sehen. Kurzentschlossen setzten wir uns wieder in Bewegung. Ziel war die größere Stadt Kristiansstad (von dem Dänenkönig Christian IV gegründet). Christian IV gründete ja bekannterweise auch Glückstadt. In der Toursiteninformation in Åhus hatte man uns bereits gesagt, dass es in Kristiansstad viele Baustellen gäbe. Als wir dort ankamen waren wir dennoch überrascht: Baustellen, Baustellen, Baustellen. Die ganze Stadt schien eine Baustelle.

Blick aufs Wasser vom Parkplatz in Sölvesborg

Blick aufs Wasser vom Parkplatz in Sölvesborg

Nichts für uns. Weiter ging es nach Osten. Ziel war jetzt Sölvesborg an der Küste. Dort angekommen, steuerten wir sofort den Hafen an, wo wir auch gleich einen Parkplatz an der Mole mit Blick aufs Wasser fanden.

Wir wanderten als erstes entlang des Hafens und stießen bei einem Parkplatz auf ein Wohnmobil aus Rendsburg, das dort geparkt hatte. Wir kamen mit den Paar ins Gespräch. Sie hatten ihre Tochter besucht, die vor einem Jahr mit ihrem Mann und den drei Kindern in die Nähe von Oskarsham an die schwedische Ostküste gezogen waren.Die beiden wollten mit ihrem Wohnmobil auf dem Parkpkatz übernachten. Wir sagten, dass wir unser Wohnmobil auch dort parken würden, da wir an der Mole ganz allein standen. Dann wanderten wir in den Ort. Das Zentrum war überschaubar und natürlich waren auch hier fast alle Läden wegen des Sonntags geschlossen.

Statue auf dem Hauptplatz in Sölvesborg

Statue auf dem Hauptplatz in Sölvesborg

Wir schossen ein paar Fotos und entschieden uns dann zu einer Wanderung entlang des Hafens und hinüber auf die andere Seite der Bucht über eine supermoderne Fußgängerbrücke, die erst im Mai eingeweiht worden war.

Die hypermoderne Fußgängerbrücke in Sölvesborg

Die hypermoderne Fußgängerbrücke in Sölvesborg

Auf halben Weg kommt man zu einer kleinen Insel, die wir auf einem Trampelpfad umrundeten. Anne kletterte noch auf den kleinen Aussichtsturm dort. Wir folgten dem weiteren Verlauf der Brücke und kamen auf der anderen Seite zu einer im Bau befindlichen Wohnsiedlung. Die Straßen sind schon da, die Straßenlaternen und Bürgersteige auch, aber nur wenige Häuser sind fertiggestellt. Es herrscht rege Bautätigkeit und es ist vorstellbar, dass in nicht allzu langer Zeit hier ein neuer Vorort entsteht.

Als wir zurückkamen, sahen wir einen noch besseren Stellplatz nahe der Fußgängerbrücke. Dorthin bewegten wir dann das Wohnmobil, nur 20 Meter vom Wasser entfernt. Zum Essen gab es selbstgekochte, schwedische „Köttbullar“. Nach Tatort und „Lewis“ waren wir hundemüde und schliefen danach volle neun Stunden ohne aufzuwachen.

Der kleine Bootshafen in Sölvesborg

Der kleine Bootshafen in Sölvesborg

Stellplatz am Wasser

Stellplatz am Wasser

Montag, 26. August 2013

Am Fuße der Brücke bauten wir unsere Frühstücksecke auf und konnten unter blauem Himmel und Sonnenschein unser „Frukost“ im Freien genießen.

Frühstück direkt am Wasser vor dem Wohnmobil

Frühstück direkt am Wasser vor dem Wohnmobil

Skillinge - Sölvesborg

Skillinge – Sölvesborg

Mittlerweile waren auch die Läden im Ort wieder geöffnet und der Ort Sölvesborg so viel belebter. Wir spazierten in die Stadt und schauten uns um, Frederick lief das Touristenbüro an, fand Hilfe bei sehr netten Damen dort und konnte seine Internetarbeiten erledigen. Ich wunderte mich derweil über einige schwedische Worte und ihre Übersetzung, als da wären: Ost – was nicht unbedingt eine Richtung angibt wie Süden oder Westen, sondern wie „Ust“ ausgesprochen wird und „Käse“ heißt. Und „Öl“ ist auch nicht fürs Auto, zum Kochen, Backen und Braten, sondern es ist das Wort für „Bier“: das läuft einem dann wie Öl runter … Im Land der Glasbläsereien stolpere ich auch über die Läden mit dem Wort „Glass“, hier bedeutet das aber Eis. Dann gibt es noch das schöne Wort „Glasögon“, hat ein bisschen mit „Glasaugen“ zu tun, meint aber richtigerweise „Brille“, einfach schön!! Dauernd läuft einem das Wort „Mycket“ (das „T“ wird nicht mitgesprochen) über den Weg, ja, Schweden ist ein Mücken-geplagtes Land … dieses „Mycke(t)“ bedeutet aber „viel“, also „Tack så mycke(t)“ heißt „vielen Dank“. Von Mücken sind wir bisher verschont geblieben, sind aber auch mehr an der Ostsee als an Binnenseen. Am Spätnachmittag ging es dann weiter nach Karlshamn.

Fotogalerie Sölvesborg

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