Schottische Highlands

 In 2015, Schottland

Donnerstag, 11. Juni 2015
Fahrt durch die Highlands an die Westküste

Die Reise ging weiter nach Norden. Die nächste große Stadt ist Glasgow, eine Industriemetropole. Andere Reisende hatten uns davon abgeraten, Glasgow zu besuchen und wir wollten uns auch keine weitere Großstadt zumuten. Die Autobahn führt direkt durch Glasgow, so dass man die Größe der Stadt erahnen konnte. Schon 40 Minuten nach unser Abfahrt in Lanark waren wir in der schönen Landschaft nordöstlich von Glasgow und näherten uns Loch Lomond, dem riesigen und größten See Schottlands am südlichen Teil der schottischen Highlands. „Loch“ ist das schottische Wort für Binnensee.

Loch Lomond

Loch Lomond

Schottische Highlands

Schottische Highlands

Ganz offenbar ist Loch Lomond das Naherholungsgebiet für Glasgow. Eine sehr hügelige Landschaft, gepflegte Orte und viele Ausflugsziele säumen den See. Während der  40minütigen Fahrt entlang des Westufers auf teilweise sehr engen Straßen konnten wir immer wieder einen Blick auf den See erheischen. Das schöne Wetter trug seinen Teil dazu bei, dass die Fahrt nie langweilig wurde. Nördlich von Loch Lomond Bogen wir nach Westen ab Richtung Oban am Firth of Lorne. „Firth“ bedeutet Fjord. Auch auf diesem Streckenabschnitt durch die schottischen Highlands fuhren wir durch malerische Landschaften und immer wieder Seen als Unterbrechung.

Der ausgesuchte Stellplatz an der Westküste war ausgebucht und wir mussten mit einem Campingplatz vorlieb nehmen. Leider 21,59 £, etwa 30 €. Aber wir würden dort waschen können.  Unser Gas war fast aufgebracht und wir mussten unbedingt noch Gas tanken, bevor wir zum Campingplatz fuhren. In der Stadt Oban sollte es eine Tankstelle in der Nähe von Aldi geben, die auch Autogas anbietet. Die Straße von Loch Lomond mündet nördlich von Oban in die Küstenstraße und der Campingplatz liegt noch weiter nördlich. Ohne auf die Karte zu schauen, fuhren wir daher weiter nach Norden im Glauben, dass wir dann nach Oban kommen. Wir kamen am Campingplatz vorbei und fuhren noch weitere 10 km bis es uns komisch vorkam. Ein kurzer Stopp und ein Blick auf die Karte bestätigte, dass wir in der falschen Richtung unterwegs waren.

Einspurige Brücke bei Oban

Einspurige Brücke bei Oban

Oban Hafen

Oban Hafen

Da wir unbedingt Gas brauchten, mussten wir umdrehen und nach Oban fahren. Erst nach einigen Umwegen in der Stadt fanden wir die Tankstelle. Es war das erste Mal, dass wir in Großbritannien Gas tankten. Leider hat man hier eine andere Norm für den Tankanschluss. Wir führen aber verschiedene Adapter mit uns und nach einigem Probieren gelang es uns, den Schlauch mit Hilfe zweier Adapter and dem Tankanschluss anzubringen. Wir kauften noch kurz bei Aldi ein und fuhren dann am Hafen entlang zurück nach Norden. Wir hätten gern noch angehalten, um uns kurz in der Stadt umzusehen, aber wir fanden keinen geeigneten Parkplatz. Unser kurzer Eindruck: eine niedliche kleine Hafenstadt, die wir uns gern näher angesehen hätten. Aber Wohnmobilisten macht man es hier schwer. Daher machten wir uns auf den Weg zum 18 km entfernten Campingplatz.

Es war nun doch wieder spät geworden bis zu unserer Ankunft auf dem teuren Campingplatz Ledaig. Für DEN Preis war hier natürlich alles bestens organisiert und sehr sauber. Nachdem Frederick uns angemeldet und die Übernachtung bezahlt hatte, holte uns ein „Warden“ (Parkplatzwächter) per Auto ab, um uns den Platz zuzuweisen. Hier unbedingt nötig, da mehr als 250 Plätze zur Verfügung standen! Übrigens musste Frederick beim Anmelden unsere Membership Card (Mitgliedschaft) im Caravan Club vorzeigen, wie in den meisten Fällen. Dafür gibt es dann aber auch eine erhebliche Vergünstigung. Bei einer so langen Tour lohnt sich der Beitritt.

Strand vor dem Campingplatz Ledaig

Strand vor dem Campingplatz Ledaig

North Ledaig Camping Platz bei Oban

North Ledaig Camping Platz bei Oban

Sonnenuntergang auf dem Campingplatz

Sonnenuntergang auf dem Campingplatz

Lanark - Glasgow - Loch Lomond - Oban

Lanark – Glasgow – Loch Lomond – Oban – 214 km plus Umweg von 50 km

Die Plätze sind großzügig geschnitten, eine Hälfte Gras, die andere – dort, wo das Auto steht – mit Schotter und Kiesel aufgeschüttet. Das Wetter war noch sehr schön, das Meer lag vor uns und einen langen  Strand gab es auch. Aber zuerst die Arbeit, sprich:die Waschmaschine befüllen und die Dauer des Waschvorganges für einen Strandspaziergang zu nutzen. Da es bereits gegen 19 Uhr war, war im Waschhaus (Laundry) mit den vier großen Maschinen und drei Trocknern nichts mehr los. Meistens werden die Maschinen über „Tokens“, spezielle Münzen, betrieben, so auch hier, im Büro erhältlich. Der Trockner lief dann über 20p-Stücke, 40p reichten und wir waren wieder top ausgerüstet!

Endlich den Abend ausklingen lassen mit einem kalten Beck’s Bier und Abendessen, und das alles endlich auch einmal draußen genießen, am Wohnmobil!

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