Frische Nehrung (Piaski)

 In 2015, Polen

Sonntag, 9. August 2015
Piaski 

Die Fahrt mit „Monika“ übers Haff verging schnell, gegen halb fünf waren wir wieder in Krynica Morska. Wir gingen zurück zum Wohnmobil und unser Entschluss stand fest: das Weite suchen, nicht noch eine Nacht von Party-Gängern stören lassen!! 10 Kilometer weiter, nur 4 km von der russischen Grenze entfernt, lag das Fischerdorf Piaski. Da wollten wir hin! Die schmale Straße war alles andere als gut. Da können 10 km ganz schön lang sein. Kurz vor dem Ort gab es Hinweise auf zwei Parkplätze, auf denen man sicher hätte übernachten können. Wir fuhren aber erstmal in den Ort und schauten uns ein wenig um. Piaski beschreibt sich selbst als letztes Fischer- und Erholungsdorf auf der Frischen Nehrung.

Piaski Hafen

Piaski Hafen

Piaski Campingplatz

Piaski Campingplatz

Piaski Campingplatz Duschen

Piaski Campingplatz Duschen

Abwaschbecken auf demPiaski Campingplatz

Abwaschbecken auf dem Piaski Campingplatz

Mittlerweile lockt es mit seinem Natur-Charme immer mehr in- und ausländische Gäste an. Die Lage ist attraktiv: ca. 800 m zur Ostsee, wenige Meter zum Haff, mit kleinem Segelhafen, – hier geht es noch sehr ruhig zu. Man rühmt sich der guten Luft ((jodhaltig) und dem duftenden Harz der Kiefernwälder. Das können wir nur bestätigen, denn wir blieben gleich für zwei Nächte auf dem Campingplatz Piaski, 10,50 € pro Übernachtung, inkl. Ver- und Entsorgung. Im ersten Moment fühlt man sich auf dem Platz an 50er Jahre Camping erinnert…. Ganz bewusst wird der Platz in Naturalform erhalten, also eher „zünftig“, bietet aber 2 Portable Duschen (Container-ähnlich) und ebensolche Toiletten an. Auch hier spricht der Platzbetreiber Deutsch. Nachts war es stockdunkel, tut einem nur leid für die Zelter, die vielleicht mit der Taschenlampe nachts mal aufs „Örtchen“ müssen …. Und die Ruhe dort, herrlich!

Uns zog es gleich an den nahegelegenen Strand, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Der Weg führte durch den Wald. Überall tun sich Pfade auf, die letztendlich alle ans Wasser führen. Wir erspähten ein großes Schild: Achtung, Wildschweine! Ich bewaffnete mich mit ein paar großen Steinen und wir wanderten die paar hundert Meter über Sandwege durch den Kiefernwald, bis wir am Meer waren. Kein Wildschwein erlegt!

Mit Steinen gegen Wildschweine

Mit Steinen gegen Wildschweine

Fischerboote am Piaski Strand

Fischerboote am Piaski Strand

Am abendlichen Strand von Piaski

Am abendlichen Strand von Piaski

Sonnenuntergang am Strand von Piaski

Sonnenuntergang am Strand von Piaski

Am Wasser war lange nicht soviel los wie an den anderen Stränden, die wir besucht hatten. Ein paar Fischerboote lagen auf dem Trocknen, ein paar Familien auf Strandurlaub, die Steine-Sammler und Bernsteinsucher (wie ich) in der Brandung suchend – leider nichts gefunden. Da waren wir nicht die einzigen. Das Licht und der Abend war einfach zu schön, um irgendwo drinnen zu hocken. Wir genossen die Atmosphäre dort sehr. Nach dem großen Ereignis, die Sonne im Meer versinken zu sehen, gingen wir zurück und früh schlafen. Hier war das mal wieder ein „anderer Schnack“, totale Ruhe und keine nächtlichen Störungen.

Montag, 10. August 2015
Piaski Strand

Gut ausgeschlafen und nach dem Frühstück machten wir uns auf zum 800 m entfernten  Strand.

Wir mussten wohl an die 4 km – eine Strecke – den Strand entlang geschafft haben, denn es kam ein großes Schild und ein Zaun in Sicht: Betreten verboten, hier ist die Außengrenze der Europäischen Union mit der russischen Föderation. Dort also begann Russland. Drüben auf dem Strand in unberührter Natur tummelten sich die Seevögel, ein Paradies! Ein Wachturm war zu sehen, auch polnische Grenzwächter. Für uns war hier Schluss. Die Androhung von bis zu drei Jahren Gefängnis bei unbefugtem Übertreten der Grenze schreckte ausreichend ab.

Piaska Strand - Russland ist nicht mehr weit entfernt

Piaska Strand – Russland ist nicht mehr weit entfernt

Fischerboot am Strand von Piaski

Fischerboot am Strand von Piaski

Zurück ging es viel schneller. Dann sprangen wir noch mal in die Wellen und kühlten uns ab. Das Wasser ist toll dort, sehr sauber, wie schon zuvor erwähnt, keine Algen, keine Quallen.

Zurück auf dem Platz wollten wir dort duschen, aber die Schlange  der Wartenden schreckte uns ab, also unsere eigene Dusche im Wohnmobil nutzen. Das geht ja ohne Probleme. Danach ging es in das nette Restaurant „Four Winds“. Frederick wollte doch unbedingt noch mal leckeren Fisch essen. Er bestellte gebratenen Zander mit Dillkartoffeln. Ich entschied mich für Griechischen Salat und wir waren beide mit unserer Wahl sehr zufrieden. Im Restaurant sprach man Deutsch, Englisch und Spanisch! Irgendwann wurde es Zeit,  zurück zum Wohnmobil zu gehen und es gab nur noch eines:  ab in die Falle! Morgen wollen wir nach Elblag und zum Oberländer Kanal.

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