Luc-sur-Mer

 In 2017, Frankreich

Sonntag, 24. September 2017

Wir müssen uns entschuldigen. Durch die anhaltenden Internet-Probleme während dieser Reise sind wir mit unseren Reiseberichten dermaßen in Rückstand geraten, dass wir jetzt mehrere am Tag erstellen und ins Internet stellen. Das Internet funktioniert jetzt wieder. Dadurch erhaltet ihr natürlich einige Berichte in schneller Folge. Wir bitten um Entschuldigung.

Am späten Nachmittag versorgten wir uns mit Frischwasser auf dem Stellplatz in Ouistreham und brachen zum nächsten Ziel auf: Waschmaschine und Trockner! Beides fanden wir vor auf über Internet recherchierten App „Aires Camping Cars“ auf dem Campingplatz Capricieuse in Luc-sur-Mer (nur 15 Minuten Fahrt).

Ouistreham - Luc-sur-Mer

Ouistreham – Luc-sur-Mer

Camping Platz Capricieuse

Camping Platz Capricieuse

Wir wurden sehr herzlich begrüßt und waren an diesem Abend das dritte Wohnmobil auf dem Platz. Das ist ein so ganz anderes Gefühl, auf einem Campingplatz im Grünen zu stehen, mit viel Platz drumherum für Tisch und Stühle und Bäumen und sanitären Einrichtungen wie Duschen etc. Wir buchten für zwei Nächte à 16€ ohne Stromversorgung. Und innerhalb von Minuten, nachdem wir uns auf dem Platz eingerichtet hatten überraschte uns ein wolkenbruchartiger Regen, stundenlang! Scheinbar regnete es die ganze Nacht in Strömen. Es ist zwar gemütlich im Wohnmobil und den Regen auf das Dach prasseln zu hören. Der Fernseher muss aber etwas lauter gestellt werden und später beim Einschlafen stört es schon – ist aber nicht zu ändern.

An Schlaf war vorerst sowieso nicht zu denken, da wir noch kochen und natürlich den Wahlausgang im Fernsehen verfolgen wollten. Wegen der Ergebnisse wurde es umso mehr eine schlaflose Nacht! Zurück zum Fernsehempfang: im Dethleffs Trend haben wir immer guten Empfang über die Satellitenschüssel, egal ob es regnet oder schneit. In unserem vorherigen Mobil (Hobby) war das häufig ein Problem, die Satellitenschüssel befand sich unter einer Kunststoffkuppel auf dem Dach. Sobald es regnete und die Tropfen (oder Schnee) auf der Kuppel landeten, war der Empfang weg. Wie oft ist Frederick nächtens aufs Dach geklettert und hat die Kuppel geputzt bzw. mit Nano-Politur behandelt. Doch das half meist auch nur für wenige Minuten.

Montag, 25. September 2017
Waschtag

Heute war Waschtag angesagt, und zwar gleich morgens um 11.30 Uhr … noch vor dem Frühstück! Zum Glück gab es mehrere Waschmaschinen und alle waren frei, so dass wir gleich zwei mit Beschlag belegen konnten. Die Jetons hatten wir am Abend zuvor bei der Anmeldung gekauft, 2x Waschen und 2x Trocknen kostete zusammen nur 14€.

Dann ging es die paar Minuten ins Centrum zum Supermarkt, um die Einkäufe zu erledigen und endlich zurück zum Frühstücken mit einem leckeren Baguette, das wurde auch Zeit!

Beim Einkaufen

Beim Einkaufen

Im Zentrum von Luc-sur-Mer

Im Zentrum von Luc-sur-Mer

Denkmal an den Künstler Otto Freundlich

Denkmal an den Künstler Otto Freundlich

Der Himmel war noch stark bewölkt und so entschlossen wir uns erst am Nachmittag, als es sich aufhellte, mit den Fahrrädern auf Entdeckungstour zu gehen. Wir schwenkten sofort in Richtung Meer und konnten eine lange Strecke an der Promenade entlang fahren, in den übernächsten Ort St. Aubin-sur-Mer. Die Promenade darf von Juni bis Ende August nicht per Rad befahren werden. Das ist die Ferien- und Urlaubszeit der Franzosen. Möchte nicht wissen, wie voll es dann hier am Meer ist. Aber es ist ja schon September., so dass wir mit unseren Rädern die Promenade befahren können. Die Häuser entlang der Küste haben eher einen rauen Charme, da muss wohl bald einmal etwas getan werden.

Nur wenige Urlauber sind noch da, und vielleicht sind es gerade die, die den Abgesang des Sommers und die besondere Atmosphäre im Herbst genießen. Ein Küstenort reiht sich an den nächsten. Da Montag ist, waren fast alle Läden, Restaurants und Cafés geschlossen. St. Aubin ist moderner und gepflegter als Luc-sur-Mer. Auch hier direkt an der Promenade Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg, eine deutsche Panzerabwehrkanone. Und wieder die Gedenktafeln mit Namen der im Krieg gefallenen. Dieser Teil der Küste gehörte zur „Operation Overlord“. Beklemmend.

Panerabwehrkanone in St.-Aubin-sur-Mer

Panerabwehrkanone in St.-Aubin-sur-Mer

Unsere Fahrräder, fast verdeckt von eine Blumenpracht

Unsere Fahrräder, fast verdeckt von einer Blumenpracht

Der Name „Aubin“ ist uns vertraut: der Schlossherr von St. Michaels Mount in Cornwall ist „Lord Aubyn“, ob es da eine Verbindung gibt, wissen wir aber nicht.

Inzwischen schien die Sonne und das Licht über dem Meer war fantastisch. Wir sahen einem Fischer zu, der seinen (recht reichlichen) Fang an Bord hievte. Hier klicken für ein kurzes Video.

Auf dem Rückweg kehrten wir auf ein Bier und einen Kaffee ein und genossen die Zeit, draußen am Strand zu sitzen. Zurück am Platz stellten wir unsere Räder in die Wohnmobil-Garage und liefen noch dann noch einmal durch den kleinen Ort bis an den Strand. Sieh an, es war doch noch etwas los, weil dort die Läden, Restaurants und Cafés geöffnet waren und Leute anzogen! Wir spazierten am Strand entlang und Frederick hatte das Glück, eine versteinerte Muschel zu finden, neben weiteren „Hühnergöttern“, von denen wir mittlerweile wohl besessen sind!
Spät genug, gibt es jetzt Abendessen: Hähnchen/Champignons in Sahnesoße und Salat.

Ein Fischer holt sein Netz ein

Ein Fischer holt sein Netz ein

Muschelsucherin Anne


Muschelsucherin Anne

Recent Posts

Leave a Comment

Kontakt

Deine Nachricht:

Not readable? Change text.