Honfleur

 In 2017, Frankreich

Donnerstag, 21. September 2017
Erkundungsspaziergang in La-Reviere-St.-Sauver

In La-Reviere-St.-Sauver, 3km von Honfleur entfernt, war der ausgesuchte Stellplatz, und es waren gerade noch – gegen 16 Uhr – ein, zwei Plätze frei. Es ist immer dasselbe bei der Stellplatzsuche: Frühes Kommen sichert die besten Plätze! Auch dieser Platz ist kostenlos, solange man nicht Wasser benötigte. Dafür musste man für die Versorgungsstation ein Jeton im Wert von 5€ in einem der nahe gelegenen Läden erwerben, etwas umständlich, das Ganze. Wir brauchten das heute nicht. Aber endlich mal ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen: BRA, ein Paar aus Brake, Erika und Udo. Die beiden hatten einen Tag in Honfleur verbracht, waren mit den Elektro-Fahrrädern an der Straße entlang dorthin gefahren. Wir verabredeten uns für später zu einem Glas Wein.

Das Rathaus von La-Rivière-St.-Sauver

Beauvais - La-Rivière-St.-Sauver

Beauvais – La-Rivière-St.-Sauver

Stellplatz La-Revière-St.-Sauver

Stellplatz La-Revière-St.-Sauver

Höckergans auf dem Teich neben dem Stellplatz

Höckergans auf dem Teich neben dem Stellplatz

La-Reviere-St.-Sauver ist entzückend! Vieles erinnert uns – mal wieder – an Englands alte Marktstädtchen mit den aus Granit oder Kalksandstein gebauten Häusern und den Schieferdächern,Türmchen und Erkerchen und niedlichen Vorgärten. Es ist eine Freude, den kleinen Ort zu durchstreifen. Honfleur ist nur etwa 3 km entfernt, also leicht zu erreichen. Das hoben wir uns aber für den nächsten Tag auf. Wir entdeckten einen wirklich tollen Laden mit Produkten aus der Region, speziell Cidre und Calvados, der berühmte Apfelbranntwein, der aber sehr teuer ist. Wir verzichteten. Außerdem gab es hier auch absolut frisches Obst und Gemüse und alles sehr kreativ und geschmackvoll ausgestellt.

Die imosante Konstruktion der riesigen Brücke "Port Normandie"

Die imposante Konstruktion der riesigen Brücke „Port Normandie“

Toller Laden für regionale Produkte

Toller Laden für regionale Produkte

Der Stellplatz liegt direkt neben dem südlichen ende der riesigen Sein-Brücke „Pont Normandie“. Verkehrsgeräusche waren aber auszuhalten.

Mit Erika und Udo verbrachten wir später noch einige Stunden bei angeregter Unterhaltung und dem Austausch von Erfahrungen.

Freitag, 22. September 2017
Erkundung von Honfleur zu Fuß

Ich fahre nicht so gern mit dem Rad auf von Autos viel befahrenen Straßen, deshalb entschieden wir uns, uns zu Fuß auf den Weg zu machen. Wir können wirklich behaupten, dass die Autofahrer Fußgängern gegenüber sehr viel Respekt zeigen, sei es beim Überqueren von Zebrastreifen oder sonst wo! Immer wird ein guter Sicherheitsabstand eingehalten, sehr sympathisch!

Schon nach einer 3/4 Stunde Wanderung und dem Durchqueren von drei Kreisverkehren erreichten wir den Hafen von Honfleur (ca. 7500 Einwohner OHNE Touristen!).

Anne „füttert“ die Pferde

Kutter im Hafen

Kutter im Hafen

Der Ausblick auf die Stadt ist überwältigend – schon 1504 wurde von Seeleuten aus Honfleur vor der Küste Neufundlands gefischt. Man nennt den Ort auch „die Wiege der französischen Schifffahrt“.

Honfleur Innenstadt und Binnenhafen

Innenstadt und Außenhafen

Innenstadt und Außenhafen

Frederick mit seinen "Moules Marinières"

Frederick mit seinen „Moules Marinières“

Glockenturm der Holzkirche

Honfleur Binnenhafen

Honfleur Binnenhafen

Viele der Häuser (teilweise 6-stöckig!) aus dem Mittelalter sind erhalten und restauriert. Dementsprechend hat sich Honfleur, an der Mündung der Seine gelegen, zu einem der reizvollsten und vielbesuchten Orte der Normandie entwickelt. Kein Wunder, dass alle so begeistert darüber berichten. Da ließen Maler wie Monet, Cézanne und Renoir nicht lange auf sich warten. Überall in den schmalen Gassen gibt es Gallerien, Antik-Läden, kleine (und teure) Boutiquen. Um den Hafen herum haben sich die Restaurants angesiedelt und überbieten sich geradezu mit den Angeboten für Menüs und natürlich hauptsächlich Speisen aus dem Meer. Ein gefundenes Fressen für Frederick! Und so musste es denn auch einmal sein, die Atmosphäre genießen und eine Vorspeise mit Fruits de la Mer (grässlich aussehende Schnecken und hübsche Garnelen) und ein Topf voller mieser Muscheln in Weinsoße gekocht. Ich bestellte einen Cesar’s Salat, der leider mit Anchovis dekoriert war. Bin ja überhaupt kein Fisch-Esser …. die wollte Frederick aber auch nicht essen, zu salzig! Die Miesmuscheln schmeckten Frederick ausgezeichnet, ich ließ meinen Blick über Boote und Hafen schweifen. Zum Essen tranken wir einen trockenen Weißwein und es gab auch leckeres frisches Baguette dazu.

Honfleur ist so zauberhaft, dass man gar nicht mehr weg will – wenn nicht die vielen Touristen wären, denn ich würde den Ort fast schon als überlaufen bezeichnen. Aber das ist ja auch klar, dort wo es schön ist, will jeder hin! Beweisfotos sind beigefügt!

Nach all den tollen Eindrücken der Stadt Honfleur zog es uns Richtung Meer und Strand am südlichen Ufer der Seine-Mündung. Dort genossen wir die Ruhe, es waren nur wenige Menschen am Strand unterwegs. Wir haben bei Strandspaziergängen immer die Augen auf den Bogen gerichtet. Man weiß ja nie, was man dort findet. Und so wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht. Wir fanden zwei ganz tolle Hühnergötter, etliche große Muschelschalen und abgeschilferte Glasscherben. Fast zwei Stunden verbrachten wir am Strand bis es Zeit für uns war, wieder nach La-Rivière-St.-Sauver zurückzuwandern.

Honfleur Strand

Honfleur Strand

Der russiche Segler "Shtandart", ein Nachbau im Hafen

Der russiche Segler „Shtandart“, ein Nachbau im Hafen

Einer der gefundenen Hühnergötter

Fensterputzer am Heck der "Shtandart"

Fensterputzer am Heck der „Shtandart“

Lustige Figur in einem Fenster

Statue der Muschelsammler

Statue der Muschelsammler

Wir wählten eine andere Strecke, durch ein kleines Industriegebiet. Nach fast sechs Stunden kamen wir dann endlich wieder am Stellplatz an.

Es gab nur noch ein kleines Abendessen, wir waren dann doch ziemlich erledigt vom Laufen und den vielen neuen Eindrücken und gingen früh schlafen.

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