Bourg-en-Bresse

 In 2017, Frankreich

In aller Ruhe planten wir unsere Weiterreise, gemütliches Frühstück, gefolgt vom Fertigmachen des Reisemobils: Grauwasser, Frischwasser und Klo via Sani-Station – alles auf dem kleinen Stellplatz von der Stadt zur Verfügung gestellt. So wirbt man Besucher! Wir mussten auch noch einmal in die Stadt nach den Osterfeiertagen waren die Läden wieder geöffnet und Frederick wollte für unsere Aufenthalte in Frankreich eine SIM Karte für den Internet-Zugang kaufen, für jetzt und für später im Jahr (geplante Reise in die Normandie und Bretagne).

Wir hatten uns für die Fahrt auf den Landstraßen entschieden, weil wir mehr von Land und Leuten sehen und auch nicht unbedingt Maut auf den Autobahnen zahlen wollen. So fuhren wir durch ein landschaftlich sehr schönes Gebiet der Region Auvergne-Rhóne-Alpes, zeitweise ziemlich kurvig. Nach ca. drei Stunden Fahrt erreichten wir den kostenfreien Stellplatz am Stadtrand in Bourg-en-Bresse neben einem Sportplatz. Zwar recht ruhig, aber er war doch mehrere km von Zentrum entfernt. Also fuhren wir ins Zentrum, denn dort sollte es auch noch einen Stellplatz geben, auch kostenlos von der Kommune zur Verfügung gestellt, den wir auch prompt fanden.

Rapsfeld auf dem Weg nach Bourg-en-Bresse

Rapsfeld auf dem Weg nach Bourg-en-Bresse

Montbeliard - Bourg-en-Bresse

Montbeliard – Bourg-en-Bresse

Es war bereits später Nachmittag und die Kaltfront war auch hier angekommen. Aber es war sonnig (aber nur 12 Grad). Trotzdem wollten wir uns die Beine vertreten und drehten eine Runde im Zentrum. Durch die kleinen Gassen pfiff der kalte Wind nur so. Interessant sind einige alte Fachwerkhäuser aus dem 15. Und 16. Jahrhundert, die offenbar – wie man an den Gardinen erkennen konnte noch bewohnt sind. Wie es sich wohl lebt in so einem alten Haus mit knarrenden Dielen und sicherlich schiefen Wänden?

Bourg-en-Bresse Kirche

Bourg-en-Bresse Kirche

Bourg-en-Bresse Stadtbild

Bourg-en-Bresse Stadtbild

Bourg-en-Bresse Rathaus

Schon von außen kann man erkennen, wie sehr die Häuser unter ihrem Alter ächzen. Wer sich in Kochbücher oder Rezepte vertieft, hat sicher schon einmal vom Bresse-Huhn gehört. Das Geflügel ist für die Qualität seines Fleisches und seines unvergleichlichen Geschmacks berühmt. Das hübsche Huhn mit weißen Federn, rotem Kamm und blauen Beinen wird im Freien auf den Wiesen der Region Bresse in den Vogesen aufgezogen und mit Getreide und Milch gefüttert. Poularde, Pute und Kapaun ergänzen das „Sortiment“. Es ist das einzige Geflügel, das über eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung verfügt. Wie gesagt, für die Gourmets und Koch-Fans ein Hinweis …. Aber Bourg-en-Bresse liegt nicht in den Vogesen und somit hat dieses Bresse nichts mit den Hühnern zu tun.

Ein Bierchen bei Sonnenschein, aber nur 12 Grad

Ein Bierchen bei Sonnenschein, aber nur 12 Grad

Handwerkshaus aus dem 15. Jahrhundert

Handwerkshaus aus dem 15. Jahrhundert

Bourg-en-Bresse Stadtbild

Bourg-en-Bresse Stadtbild

Schnell zurück ins Wohnmobil! Es wurde jetzt am Abend doch recht ungemütlich wegen des schneidenden Winds. Mit dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Platz waren wir jedoch sehr zufrieden. Fester Untergrund und viel Grün um uns herum. Wir gingen früh schlafen, weil wir für den nächsten Tag eine große Tour vor uns hatten, weiter südlich, bloß ins Warme!

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