Monte Carlo

 In 2013, Frankreich

Samstag, 14. April 2013
Monte Carlo

Der Bahnhof von Monaco lag hoch oben über der Stadt, aber unterirdisch in den Felsen. Nachdem wir aus dem Gewölbe herausgefunden hatten, bot sich schon ein fantastischer Ausblick auf den Hafen!

Es ist unvorstellbar, wie die Häuser in den Berg gebaut wurden. Terrassenförmig war jedes kleine Fitzelchen bebaut mit mehr oder weniger ansehnlichen Hochhäusern. So war es ein Abenteuer, die richtigen Treppen bzw. den Fahrstuhl nach unten zum Hafen zu finden. Dort angekommen, verschlug es uns die Sprache (sogar mir!). Der Luxus und die Größe der Yachten waren kaum zu überbieten. Wir mussten uns kneifen, um zu glauben, was wir da sahen!! Bitte nicht daran denken, woher wohl das Geld stammte, das diesen Luxus bezahlte, als wir dort sahen: Heimathafen Cayman Island, Kingstown, Jamaica, Bahamas etc.

Monte Carlo Panorama

Monte Carlo Panorama


Offenbar waren die Reichen und Schönen aber gar nicht da, denn wir sahen zwar Leute an Bord, das war aber nur Putzgeschwader. Ich sagte ja bereits, Wohnmobile bringen das Beste im Manne heraus (Abwaschen, Müll wegbringen, Pflege des Mobils und so eine plötzliche Pingeligkeit). Dieser Eindruck lässt sich fortsetzen im Hinblick auf Boote: So waren alle jungen Männer, die wir sahen, barfuß, die Schuhe brav abgestellt vor der Gangway und es wurde Messing gewienert und der Teakfußboden gepflegt, so dass er vn keinem Stäubchen bedeckt war ….

Anne vor dem Monte Carlo Hafenpanorama

Anne vor dem Monte Carlo Hafenpanorama

Am Hafen wurden gerade Vorbereitungen (Aufbau von Zuschauertribünen) für das große Formel 1 Rennen von Monaco getroffen. Der Ring führt direkt durch die Enge der Stadt, der natürlich dann für den normalen Verkehr abgesperrt wird! Dale wird sich erinnern, hatte er doch schon einmal das Glück, auf der Tribüne über dem Schwimmbad zu sitzen und ein Rennen mitzuerleben!

Irgendwann hatten wir Hunger und aßen etwas auf der Promenade vor dem Hafen, es war sechs – sechs und sechs – Euro nämlich, also 18 Euro insgesamt für 2 Schinkenbaguettes und einem ¼ l Wein. Da haben wir sogar an der Ostsee schon mehr dafür bezahlt! Der Kellner hatte sich „vertippt“ und einen halben Liter Wein berechnet, aber inzwischen gucken wir dann doch schon mal auf die ausgedruckten Rechnungen, weil uns das schon einmal passiert war und wir dann aber nicht reklamieren wollten, dieses Mal schon! Die jungen Leute am Tisch nebenan kamen aus Neuseeland und waren „Crew“ einer großen Yacht, der ODESSA. Leider konnten wir das Boot nicht ausmachen, auf jeden Fall beantwortete der junge „Kiwi“ (Spitzname für Neuseeländer) die Frage, ob das Boot einen russischen Eigner hätte, mit JA. Kein Wunder, bei dem Namen … vielleicht Abramowitsch???

Rast im Hafen von Monte Carlo

Rast im Hafen von Monte Carlo

Wir entschlossen uns zu einer einstündigen Stadttour per Kleinbus mit offenem Verdeck, 36 Euro für zwei. So erfuhren wir, dass die monegassische Bevölkerung keine Steuern zu bezahlen braucht, es ihnen dafür aber verboten ist, im Casino zu spielen. Finden wir gut! So kommt das Geld von anderen Zockern zusammen, Boris Becker soll dort schon mal gesichtet worden sein …

 Das berühmte Casino In Monte Carlo

Das berühmte Casino In Monte Carlo

Luxusyachten im Hafen

Luxusyachten im Hafen

Harley mit Monte Carlo-Kennzeichen

Harley mit Monte Carlo-Kennzeichen

Selbst in den schicken neuen Hochhäusern gibt es Sozialwohnungen. Fürst Albert folgt in dieser Hinsicht den Vorgaben seines Vaters, dass die Bevölkerung anständig wohnt und wohl auch ordentlich verdient. Dass Monaco so ein kleines Fürstentum ist, hat eine lange Geschichte. Habe davon nur noch in Erinnerung, dass es irgendwann um 1840 90% Land verloren hat und der Vorfahr der Fürstenfamilie sich eine Einnahmequelle erschließen musste, das war dann das Spiel-Casino, das die Reichen wie Motten das Licht anzog. Mehr Information über den Fürstenstaat bitte im Internet nachlesen, man kann schließlich nicht alles behalten!

Der Bus war eine „Hop on – Hop off“-Tour, so konnte man an bestimmten Haltepunkten aus- und später wieder einsteigen. So brachte uns die Tour zu allen Sehenswürdigkeiten (Casino, Palast, Japanischer Garten, kleine Innenstadt). In einer Straße waren verschiedene Geschäfte, die Luxusautos „in der Auslage“ hatten, wie z.B. Ferrari, Rolls Royce, Maserati, McLaren. Schnell ein Foto gemacht!

Die meisten Touristen waren am Hafen, um die Yachten zu bestaunen. Am Casino hielten sich auch viele auf – Kamera im Anschlag – in der Hoffnung, irgendeine Berühmtheit zu sehen bzw. eines der tollen Autos zu fotografieren, die dort ihre Runde drehten (merke: Sehen und gesehen werden). Klischeehaft fuhr an uns ein Opa mit grauen Schläfen, dickem Auto und langhaariger junger Blondine vorbei, für ein Foto leider zu schnell! Wir wollten uns noch im Casino umsehen, touristisch gekleidet in Schlappen und T-Shirts. Dort sollten wir aber lt. der geschniegelten Aufpasser unsere Kamera abgeben (fotografieren verboten). Das war uns zu dumm und wir verzichteten.

Es wurde viel deutsch um uns herum gesprochen. Der Grund: das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ lag gerade im Hafen und 2000 deutsche Passagieren ergossen sich über die Stadt. Ansonsten war es ein reines Sprachengewirr um uns herum.

Bahnfahrt von Sanremo nach Monaco und zurück

Bahnfahrt von Sanremo nach Monaco und zurück

Kurz vor sechs stiegen wir wieder in den Zug Richtung San Remo. Dort angekommen, machten wir uns noch auf einen kurzen Stadtbummel inklusive eines Marktbesuchs. Auch kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten für das Abendessen und wanderten dann etwa eine Stunde lang Richtung Stellplatz, immer am Meer entlang. Diesmal gingen wir recht früh ins Bett, einmal, weil wir nach der ganzen Lauferei und den vielen Eindrücken doch recht müde waren und wir außerdem am nächsten Morgen gegen neun Uhr Richtung Lago Maggiore weiterfahren wollten.

Fotogalerie Monte Carlo

 

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