Marseille

 In 2013, Frankreich

Sonntag, 07.April 2013
Marseille

Parkplatz vor der Kathedrale Le Major

Parkplatz vor der Kathedrale Le Major

Für uns ging es dann weiter in die nur 35 km entfernte Großstadt Marseille. Du meine Güte, ist diese Stadt riesig! Da glaubten wir, weil Sonntag sei, wäre viel-leicht nicht so viel Verkehr, dafür gab es Touristenströme en masse! Wo bloß konnten wir einen Parkplatz für unser großes Gefährt ergattern: Frederick fuhr mutig hinein in die Stadt, über eine ewig-lange Umgehungsstraße an Hafenanlagen vorbei. In der Ferne sahen wir Mega-große Kreuzfahrtschiffe am Quay, vielleicht war es die „World“? Zwei dieser Schiffe sahen aus wie riesige Hochhäuser! Immer Richtung „Vieux Port“ (Alter Hafen). Der erste Eindruck war überwältigend: Im Hafen lagen so viele Yachten wie wir es bisher noch nie gesehen haben. Baustellen und Umleitungen gab es überall, die Stadt befindet sich offenbar in einer Restaurierungsphase und sieht direkt am Hafen wie blankgeputzt aus. Überall die vielen Straßencafés, Restaurants, Bars wo tausende von Leuten das tolle Wetter genossen. Viele Ausflugsboote, die ihre Dienste anbieten, Marseille und Umgebung von der Wasserseite zu erleben lagen im Hafen.

Nach zweimaligem Umrunden der Hafengegend waren wir schon nahe dran, aufzugeben, bis wir dann den perfekten Platz fanden, gegenüber der Kathedrale La Major. Um nicht gleich den Genüssen der Restaurants am Hafen zu erliegen, aßen wir erst mal Salat und einen Teil des leckeren Brathähnchens aus Berre l’Etang.

Die Kongresshalle "Villa Mediterannée" in Marseille

Die Kongresshalle „Villa Mediterannée“ in Marseille

Wir waren wohl das einzige Wohnmobil in ganz Marseille, haben jedenfalls keine weiteren gesehen – und es flanierten viele Sonntagsausflügler an unserem Parkplatz vorbei Richtung Festung St. Jean und Hafen. Wir brauchten ihnen nur zu folgen, sie wiesen den Weg und in ca. 20 Minuten waren wir im Centrum. Unterwegs kamen wir an wohl der neuesten Errungenschaft Marseilles in puncto moderner Architektur vorbei: Villa Mediterranee, ein futuristisch aussehendes Gebäude, viel Glas, viel Stahl. Gleich danach die schöne alte Festung St. Jean zu sehen, war um vieles besser. Damals hatte man mehr Geschmack! Außerdem hält das neue Gebäude garantiert nicht so viele Jahre wie die Jahrhunderte alte Festung!

Um uns in der kurzen Zeit einen Überblick in Marseille zu verschaffen, entschieden wir uns für die „Train Tour“ mit einer kleinen Toursitenbahn, 1 ½ Stunden für 7 Euro pro Person schien uns angemessen. Und los ging es im gemächlichen Tempo, am Hafen entlang, vor jeder Ampel wurde gehalten, so blieb Zeit zum Fotografieren und Schauen. Im Wagen hinter uns ein quengelndes afrikanisches kleines Mädchen, vor uns ein süßer kleiner (koreanischer?) Bengel, ganz brav und leise, fasziniert von der kleinen Quenglerin … Die Eltern taten ihr Bestes!

Die Fahrt führte an der atemberaubenden Küste entlang, durch alte Stadtteile und Villenviertel. Vielerorts sah man Baustellen, man ist offenbar bemüht, Altes zu restaurieren und zu erhalten und Neues zu schaffen. Auf jeden Fall machte Marseille auf uns einen sauberen und auch sicheren Eindruck (viele Polizisten unterwegs!).

Bereit zur Stadtrundfahrt in Marseille

Bereit zur Stadtrundfahrt in Marseille

Turm der Kirche Notre Dame de la Garde

Turm der Kirche Notre Dame de la Garde

Eine enge Straße schnürte sich auf den ca. 162 m hohen Berg bis zur Kathedrale Notre Dame, von den Einheimischen liebevoll „La Bonne Mère“ genannt. Hier durften wir aussteigen und ein wenig Zeit verbringen. Alle 20 Minuten kam die Bahn wieder vorbei und man konnte den Rückweg antreten. Es waren recht viele Leute unterwegs, PKW’s konnten sogar dort oben parken.  

Kein Wunder, an diesem schönen Sonntag wollten eben viele das atemberaubende Panorama der Stadt erleben und der Blick war wirklich fantastisch. In der Kathedrale selbst gab es wunderschöne Wand- und Deckenmalereien sowie alte Mosaiken. Wir hatten Glück, es fand gerade die Sonntagspredigt statt und ein Mädchen mit glockenheller Stimme sang ein französisches Kirchenlied,

Panorama von Marseille von der Notre Dame de la Garde

Panorama von Marseille von der Notre Dame de la Garde

sehr stimmungsvoll!

Uns reichten diese Erlebnisse und wir fuhren mit der Bahn zurück zum Hafen. Dieses Mal saß die Familie mit der immer noch quengelnden Kleinen vor uns und der kleine Junge wiederum davor, das gab ihm genug Gelegenheit, einen kleinen Flirt, ein scheues Lächeln zu dem Mädchen auszusenden … leider ohne Erfolg, die Kleine ließ sich nicht beeindrucken, war wohl ein schlechter Tag!                 

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