York

 In 2015, England

Montag, 22. Juni 2015
Wallington House (National Trust)

Nach längerer Überlegung hatten wir uns nun entschieden, Richtung Kent (da sollte der Sommer lt. Wetterbericht, 22 Grad sein und eine schöne, sommerliche Woche vor uns liegen) zu fahren. Auf der Route lag noch unser schon in der Planung anvisiertes Ziel, die Stadt York. Dort wollten wir unbedingt das Wikinger-Museum besuchen. Wir entschieden uns außerdem für einen vorherigen Abstecher zum National Trust Projekt „Wallington House“, das uns von deutschen Wohnmobilfahrern, die neben uns auf dem Platz in Edinburgh standen, zur Besichtigung empfohlen worden war.

Enge, hügelige Strassen auf dem Weg zum Wallington House

Enge, hügelige Strassen auf dem Weg zum Wallington House

Parkplatz für Wohnmobile - Übernachten nicht erlaubt

Parkplatz für Wohnmobile – Übernachten nicht erlaubt

Die Tour dorthin dauerte ca. 1 1/2 Stunden, hatte sich aber gelohnt: wir besichtigten eines der schönsten Herrenhäuser, das wir bisher gesehen hatten. Der letzte Besitzer, John Trevelyan hatte es zwar dem National Trust überlassen, aber bis vor drei Jahren übte noch seine jüngste Tochter dort ihr Wohnrecht aus (sie wurde 98 Jahre alt). Der Reichtum der Familie hatte sich durch Kohle begründet und dann durch geschicktes geschäftliches Taktieren gefestigt.

Das Haus war noch so gut eingerichtet, als wenn die Familie mal gerade eben für den Tag fort war. Auch die herrschaftliche Küche war so besonders interessant, mit den vielen riesigen Töpfen und Pfannen, dem AGA, den Herden. Hier einige fotografische Eindrücke:

Eingangshalle

Eingangshalle

Der Salon

Der Salon

Der Speisesaal

Der Speisesaal

Eins der prunkvollen Schlafzimmer

Eines der prunkvollen Schlafzimmer

Wallington House

Wallington House

Das Torhaus

Das Torhaus

Unser Tagesziel war ja York, also mussten wir weiter, eine Fahrt von zweieinhalb Stunden, da es unterwegs einige Staus gab (Unfälle, wie wir den Verkehrsnachrichten entnehmen konnten). Hier ging wieder die Suche nach einem kostenlosen Stellplatz los. Die brachte uns durch das enge schöne alte Stadtzentrum mit den sandsteinfarbenen Häusern, dann in einen Außenbezirk und schließlich zu Beningbrough Hall, zum National Trust gehörend.

Wir fuhren die schmale Straße entlang – bitte keinen Gegenverkehr! – durch die Felder und geradewegs vor dem Haus  und Gelände (zu besichtigende Galerie, Gärten sowie Café und Shop) war eine betonierte Fläche mitten im Feld, auf die wir uns stellen konnten. Ein Pkw parkte hier bereits. Dieser inoffizielle Stellplatz war ca. 5 km von der Yorker Innenstadt entfernt. In allen Reisebeschreibungen wurde empfohlen, Park + Ride zu nutzen, da es um das Parken im Zentrum schlecht bestellt war. Wir wollen unbedingt das Wikinger Museum ansehen, das Frederick im Internet recherchiert hatte und zum Glück die Tickets bereits gebucht hat. Es geht wohl so gar nichts ohne Voranmeldung, so sehr nachgefragt ist das Museum mit seiner Show. Unsere Besuchszeit ist am Dienstag um 15.20 Uhr. Auf unserem Feldplatz im Grünen fühlten wir uns gut aufgehoben, freuten uns auf zwei Besichtigungen (Beningbrough Hall und Jorvik Viking Museum) und hatten ansonsten einen sehr ruhigen Abend, den wir mit Fernsehen verbrachten, dieses Mal wieder englisches Programm, mit dem deutschen klappte es nicht.

Weitere Bilder Wallington House

Dienstag, 23. Juni 2015

York – Beningbrough Hall und Jorvik Viking Museum

Gut ausgeschlafen machten wir uns ans Aufarbeiten, Tagebuch schreiben, Fotos bearbeiten. Plötzlich stellte Frederick fest, dass wir über Nacht das Licht am Auto angelassen hatten! Der sofortige Versuch, das Auto zu starten, schlug fehl, Batterie leer – Hilfe! – ADAC! Ein Anruf in Deutschland genügte, man versprach, uns einen der Gelben Engel Auslandsdienst England vorbei zu schicken, um ca. 10.45 Uhr – Große Erleichterung! Um 10.50 Uhr kurvte der gelbe Wagen auf unseren Platz und innerhalb von 10 Minuten waren wir wieder fit zur Weiterfahrt! Wie gut doch einige Mitgliedschaften sind. Diese hatte sich ein weiteres Mal bewährt! Nun können wir noch in aller Ruhe die Beningbrough Hall besuchen und fahren später per Park +Ride zum Museum in York.

Fast wären wir versucht gewesen, „schnell mal rüber“ zur Beningbrough Hall zu gehen, aber Frederick entschied sich dann doch für’s Hinfahren, zum Glück! Das Gelände war so weitläufig, zuerst kamen wir am Farmshop vorbei, mit Café natürlich wieder mal, dann an Weiden mit schwarzen Rindern und Kühen, endlich kamen der Parkplatz und das Herrenhaus in Sicht. Von außen sah es recht schmucklos aus, keine Schnörkel oder Verzierungen.

Beningbrough Hall

Beningbrough Hall

Breningbrough Garten

Breningbrough Garten

Zum wievielten Male freuten wir uns über unsere Mitgliedschaft beim National Trust, da der Eintritt zu diesem Haus auch schon wieder 10£  pro Person kostete. Es ist gleichzeitig immer wieder eine große Freude darüber, wie gut der Trust die ihm anvertrauten Häuser und Estates in Schuss hält, zusammen mit dem Heer der freiwilligen dienstbaren Geister. Zunächst besichtigten wir das Haus mit seiner opulenten Eingangshalle. Ein riesiges Gemälde neuerer Zeit hing an einer Wand, es zeigte vier Generationen der Royals: Queen Mum, Königin Elisabeth, Ihren Sohn Prinz Charles und dessen beiden Söhne William und Harry (im Teenager-Alter). Im Vordergrund des Bildes waren 4! Hunde zu sehen, Corgis, die Lieblinge der Queen. Ein gut getroffenes Bild!

Gemälde der königlichen Familie

Gemälde der königlichen Familie

Der Salon und Ballsaal

Der Salon und Ballsaal

Die Räumlichkeiten zu beschreiben, ist unmöglich, so viel Geschichte und Prunk prasselte auf uns ein. Dazu die vielen goldgerahmten, alten Gemälde mit den Vorfahren der Besitzer, großer Persönlichkeiten und schöner Damen. Kaum eine Wand blieb frei. Ungewöhnlich war die Deckenhöhe aller Räume, sehr hoch! Wo Holz verarbeitet worden war, war es mit komplizierten Schnitzereien versehen, die Möbel alt und wertvoll. Nett war, dass in diesem Haus jemand am Piano saß und musizierte, zur Freude der Besucher. Es gab sogar ein Schild mit der Aufforderung, dass – sofern einer der Besucher sich dazu in der Lage fühlte und das entsprechende Können hatte – er/sie sich gern ans Klavier setzen könne und etwas zum besten geben könnte. Ein musikalischer und talentierter Mensch ließ nicht lange auf sich warten und spielte recht gut eine kleine Melodie.

In Erinnerung bleibt uns die Schwarz-Weiß-Fotografie von Mario Testino, die Prinz William im Alter von 21 zeigt. Und endlich einmal von Diana, der Mutter der Prinzen William und Harry, ein wunderschönes (ebenso schwarz-weiß) Foto von David Bailey, dem Modefotografen. Beide Fotografen, Testino und Bailey, galten lange als Lieblingsfotografen der jüngeren Royals. Wohl deshalb wirken diese Fotos sehr natürlich und nicht gestellt.

Uns schwirrten die Köpfe nach der Besichtigung, im großen Garten stellten wir um auf Erholung und genossen die Farbenpracht der Blumen. Im Küchengarten duftete es herrlich nach Kräutern.

Breningbrough Garten

Breningbrough Garten

Der schöne Garten von Breningbrough

Der schöne Garten von Breningbrough

Auch der Shop war wieder sehr verlockend mit den vielen schönen Dingen die man so gar nicht braucht …

Weitere Bilder Beningbrough Hall

Mittlerweile war es 14 Uhr und wir mussten uns sputen, zum Park + Ride Platz zu kommen. Die Besichtigung im Jorvik Center sollte für uns um 15.20 Uhr losgehen. Nach 10 Minuten Fahrt hatten wir den Parkplatz erreicht. Man braucht kein Extra-Parkticket zu kaufen. Durch den Kauf des Bustickets (2,60£ pro Person hin und zurück) hat man das Recht, dort zu parken. Das ist ein wirklich fairer Deal. Wir mussten nicht lange warten, da kam auch schon der Bus und nach ca. weiteren 10 Minuten waren wir bereits im Getümmel der engen Innenstadt.

Wie schon erwähnt, konnten wir auch hier wieder schöne alte Häuser (Sandstein, Roter Backstein, Tudor Stil/Fachwerk) bewundern. Zudem ist noch ein Teil der alten Stadtmauer erhalten. Wir fragten uns durch zum Jorvik Viking Centre und kamen dabei durch die Fußgängerzone mit den vielen Läden, Cafés und Restaurants. 1984 wurde das Zentrum eröffnet und gilt seither als Modell für Museen in aller Welt. Über 17 Millionen Besucher aus England weltweit konnten über die Jahre gezählt werden. Es berichtet von der Landung der Wikinger in England und der Landnahme (im Jahr 793). In York gab es Ausgrabungen, speziell Coppergate, die darauf hinweisen, dass die Welt der Wikinger nicht nur aus Gewalt und Kampf bestand, sondern dass es Handel und Handel mit verschiedenen Ländern gab. Die Ausstellung ist unglaublich gut. Außer den vielen Informationstafeln gibt es die netten jungen Leute, die als Wikinger verkleidet nur allzu gern bereit sind, Auskunft über das Leben in alter Zeit zu geben. Innerhalb des Gebäudes bestiegen wir das Abteil eines „Zuges“ und los ging die langsame Fahrt durch das York im Jahre 793 oder ähnlich ..

Wir fuhren im Halbdunkel (ein bisschen Geisterbahn-Gefühl) in die alte Stadt hinein, begleitet von Kommentaren per Kopfhörer über das, was vor uns lag. Alte mit Stroh gedeckte Lehm-Holzhäuser säumten den Weg, das Leben fand davor statt: der Schmied, der Holzschnitzer, der Fischhändler, der Schumacher und zankende Hausfrauen, lärmende Kinder, Hunde und ein Hühnerhof.Alle Puppen waren lebensgroß und bewegten sich lebensecht, sogar die Gesichter und die Münder, wenn sie „sprachen“. Auch Gerüche wehten einem entgegen, jedenfalls war versucht worden, eine Idee davon zu geben, wie es einst gewesen sein könnte …

Die Reise in die Vergangenheit war faszinierend! Unbedingt mal im Internet nachlesen, wer daran Gefallen gefunden hat. Eine Hinterlassenschaft der Wikinger möchte ich noch erwähnen, das „by“ (Dorf) in vielen Städten. Das ist den Engländern geblieben, so viele Ortschaften enden auf „by“.

Der Besuch des Centers war jeden Penny wert. Nun wollten wir aber doch noch das schöne Sommerwetter genießen, ein paar lange vermisste Sonnenstrahlen einfangen und bummelten durch die Straßen. Unser Entschluss: Wir bleiben eine weitere Nacht auf unserem Stellplatz und machen die Stadt am Mittwoch noch mal unsicher! Für so eine tolle Stadt wie York muss man sich einfach mehr Zeit nehmen.

Mittwoch, 24. Juni 2015
York

Gestern Abend, gegen 21.00 Uhr, hatten wir ja wieder unseren kostenlosen Stellplatz bei Beningbrough Hall angefahren. Kurz nach uns stellte sich ein Pkw hinzu. Der Fahrer stieg aus und kam auf unser Wohnmobil zu. Frederick stieg aus und ging ihm entgegen. Es war ein netter junger Mann, der sich für die Störung entschuldigte. Er wollte uns nur mitteilen, dass er „Sternengucker“ sei und sein großes Teleskop in Position bringen würde zwecks Himmelsbeobachtung. Er richtete es auf den Mond, Jupiter und Saturn aus. Zwischendurch kroch noch ein kleiner dürrer Hund (Mini Whippet wohl) aus dem Auto und wurde vom Besitzer erst mal ordentlich eingekleidet, weil es so ein kalter Abend war. Als wir später auch mal einen Blick durchs Teleskop riskierten (wir waren eingeladen), erzählte der junge Mann, dass der Hund schon sehr alt sei (13 Jahre) und gerade seinen Kumpel verloren hätte. Wohl deshalb wirkte es so verloren, das kleine Hundchen.

Yorker Münster St. Peter

Yorker Münster St. Peter

Stonegate Gasse

Stonegate Gasse

Antique Centre und St Wilfrids Kirche

Antique Centre und St Wilfrids Kirche

Heute Morgen dann ein Schreck: von irgendwoher läuft Wasser aus, unterhalb der Sitzbank. Wir haben – soweit wir das konnten – mal in das Fach mit dem Frischwassertank geschaut, da gab’s nur eine kleine nasse Stelle. Der Tank selbst sieht heil aus. Wir tippen auf eine defekte Schlauchverbindung. Wischten alles trocken und dann rief Frederick beim Hobby-Vertragspartner in Lensahn an.Dort haben wir einen Termin am 8.7.15. Solange muss es nun irgendwie weiter gehen. Nach dem Frühstück machten wir uns erneut zum P&R (Park & Ride) auf und dann per Bus in die Stadt.

Bei dem schönen Wetter und um die 20 Grad war alles unterwegs, was Beine hatte! Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist das Münster (Ebglisch Minster). Es ist die größte mittelalterliche Kirche in England (St. Peter Kathedrale).

Im Jahr 1472 wurde die Kirche nach einer Bauzeit von ca. 250 Jahren fertiggestellt. Sie ist von einer gewaltigen Größe und ein wunderschönes Bauwerk! Wir wollten aber nicht schon wieder 20£ für eine Besichtigung ausgeben, sondern die Atmosphäre der Stadt genießen.

St Helens Square

St Helens Square

Punchbowl Restaurant

Punchbowl Restaurant

1900 alte römische Saeule

1900 alte römische Saeule

Wir staunten über eine große römische Säule, ca. 1900 Jahre alt und bei Bauarbeiten 1969 entdeckt. Wir bummelten weiter durch die kleinen Gassen, auch durch die berühmten Shambles. Hierbei handelt es sich um eine sehr alte Straße in York, mit Häusern aus dem vierzehnten Jahrhundert. Die kleinen Handwerkerbetriebe hatten ihre Läden und Werkstätten dort. Es ist bekannt, dass es in York noch 1872 ca. 25 Schlachterläden gab, heute jedoch keinen einzigen mehr.

Am späten Mittag wurden wir hungrig und hatten die Qual der Wahl: Italienisch, Indisch, Chinesisch, Englisch (Fish and Chips oder Baked Potatoe), Cream Tea mit Scones … Da fiel unser Blick auf ein Ladenschild: Cornish Bakery. Das war gerade das Richtige, eine „Proper Cornish Pasty“! 2,70£ das Stück. Ohne zu zögern entschieden wir uns dafür, die nächste Sitzbank war unsere und wir aßen genüsslich im Freien. Um uns herum das geschäftige Treiben der Stadt.

Ein junges Mädchen sprach uns an, verteilte Prospekte für eine Theateraufführung. „Whitness for the Prosecution“, Zeugin der Anklage heißt das Stück. Es wird zur Zeit zu Ehren Agatha Christies (125. Geburtstag) in York aufgeführt. Die Tickets wurden zum Sonderpreis – Matinee wohlgemerkt, also die Nachmittagsvorstellung – von 15£ pro Stück verkauft (Abendkasse 35 Pfund). Das Stück läuft fast vier Wochen in der York Guildhall, Vorstellungsbeginn: 14.00 Uhr, Dauer: ca. drei Stunden, mit 15minütiger Pause!

Für uns war der Zeitpunkt gerade noch rechtzeitig, so günstig und so früh kommt man nicht so schnell wieder ins Theater – und die nachgelesenen Kritiken waren hervorragend! Wir fanden uns in dem aus dem 15.Jahrhundert stammenden Versammlungshaus (es diente einst den Zünften) ein und waren sehr gespannt auf die Vorführung. Wir durften in die alt-ehrwürdige Council Chamber, dem heutigen Sitzungssaal der Stadtverwaltung. Die hohe Zimmerdecke ist mit Holz vertäfelt, Die Sitzreihen sind im Halbrund angeordnet. Halt wie ein kleines Parlament. Alles sieht sehr alt und gediegen aus. An die 50 Personen haben wohl Platz. Die Vorstellung war ausverkauft.

Das Stück spielt etwa nach Kriegsende. Schauplatz ist ein Gerichtssaal. Ausstattung und Kostüme (auch der Ticketverkäuferin, von der Brille über die Frisur bis hin zum Kleid) schienen aus den 40er/50er Jahren zu stammen. Staatsanwalt,Richter und Gerichtsdiener trugen Perücken und schwarzen Roben. Wir Zuschauer wurden ins Stück einbezogen, mussten uns auf Zeichen des Gerichtsdieners zu Ehren des Richters erheben. Die Schauspieler/innen spielten sich die Seele aus dem Leib – es war sehr spannend und ergreifend, vor allem in so einem Umfeld!

Zurückversetzt in die 50er Jahre

Zurückversetzt in die 50er Jahre

Gerichtsaal für den Agatha Christie Krimi

Gerichtsaal für den Agatha Christie Krimi

Gegen 17 Uhr wussten wir endlich,  wer der Mörder war! Die Schauspieler wurden mit viel Applaus bedacht. Es war eine durch und durch professionelle Darbietung.

Das Ende des Theaterstücks war wirklich überraschend! Ich lag falsch mit meiner Vermutung – erst in meiner Erinnerung dämmerte es mir, dass ich den Film mit Marlene Dietrich, Charles Laughton und Tyrone Power vor ewigen Zeiten schon mal gesehen hatte. Der Film hatte 1958 sechs Oscarnominierungen erhalten! Im Jahr 2008 wurde „Zeugin der Anklage“ vom American Film Institute auf Platz 6 der 10  größten Gerichtsdramen aller Zeiten (Wikipedia) gewählt.

 

Wir bummelten anschließend noch einmal durch York, Richtung Park & Ride Haltestelle und stellten uns, brav wie die Engländer, in die lange Reihe der Wartenden. Ruck-zuck kam der Bus auch schon und fuhr uns zum Parkplatz, wo unser Wohnmobil abgestellt war. Von dort fuhren wir zu unserem Stellplatz im Felde. Dieses Mal stand schon ein Pkw auf der Fläche und zwei Männer wuselten dort herum. Wir stellten uns kurz vor, sie erzählten uns, was sie dort wollten: Drohnen aufsteigen lassen. Das sind diese kleinen Hubschrauber-ähnlichen ferngelenkten Apparate, mit denen eine Reichweite von ca. 700 Metern erreicht werden kann und eine beträchtliche Höhe auch. An der Drohne ist eine Kamera angebracht und man kann Bilder und Videos direkt auf iPad oder iPhone verfolgen. Gestochen scharf, wie er uns zeigte! Aufgepasst also, Promis, eure Gartenparties sind nicht mehr unbeobachtet und sicher!! Nein, so geht es natürlich nicht, es gibt viele rechtliche Beschränkungen, die „Do’s and Don’ts“ für die Nutzung der Drohnen. Wenn man diese nicht beachtet, handelt man illegal. Die Männer zeigten uns sehr beeindruckende Filmchen mit Aufnahmen ihrer Drohnen. Zum Beispiel, wie die Drohgne des einen die Spitze des immens hohen Turmes am Minster in York umkreiste (das war allerdings illegal, er hat sich nur nicht erwischen lassen).

Für uns hätte der Tag mit dem Abendessen beendet sein sollen, aber eine Aufregung bahnte sich an: Wasser auf dem Fußboden des Wohnmobils! Vielleicht ist irgendwo eine Schlauchverbindung bei der Fahrt über holprige Straßen gelöst oder was auch immer. Jedenfalls können wir unseren Plan, weiter entlang der Küste Richtung Dover zu fahren, nicht fortsetzen. Die beiden Männer hatten uns empfohlen, unbedingt noch den Küstenort Whitby anzusteuern, hätte noch zu einem Highlight gehört … (Dracula-Autor Bram Stoker, alte Stadt etc.). Das wird nun leider nichts.

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