Bad Bevensen

 In 2017, Deutschland

Samstag, 9. September 2017

Abreise nach Frankreich

Auf Los geht’s los, – wenn es denn mal immer so einfach wäre. Das Reisemobil für eine längere Tour vorzubereiten, dauert seine Zeit. Und letztendlich fielen mir noch ein paar vergessene Dinge ein kurz vor der Abfahrt. Dann wollten wir diesmal ohne Autobahnen auskommen, sondern nur über Landstraßen fragen. Zeit haben wir und so lernt man natürlich die Landschaft und die vielen Orte, durch die man fährt, wesentlich besser kennen. Frederick hatte sich für Bad Bevensen als erste Übernachtung entschieden. Bei strömendem Regen und das Navi auf „ohne Autobahnen“ eingestellt, rollten wir aus Malente heraus in Richtung Lübeck-Moisling. Nachdem wir dort günstig auftanken konnten, ging es etwas chaotisch weiter, weil die Possehl-Brücke gesperrt war und unser Navi mit den ganzen Umleitungen nicht fertig wurde. Das zog sich also hin und Frederick musste wieder auf „Bauchgefühl“ und „Nase“ umschalten.

Nach Lüneburg ging es durch die Heide, deren Heide-Felder man ja von der Straße aus nie sieht. Leider ist es nicht so wie in der Provence, wo man an den leuchtenden Lavendelfeldern vorbeifährt, vorausgesetzt, man fährt zur richtigen Jahreszeit. Aber wir fuhren durch gepflegte Heidedörfer und bewunderten die vielen Fachwerkhäuser.

Ohne Pause kamen wir nach vier Stunden in Bad Bevensen an und fanden sofort den Stellplatz im Grünen, am Elbeseiten-Kanal gelegen. Mittlerweile war das Wetter wieder besser geworden und wir vertraten uns die Beine in Richtung Stadtzentrum, ca. 10 Minuten entfernt. Ein netter Spaziergang, der uns direkt durch den weitläufigen und sehr schön angelegten Kurpark führte. Wir bewunderten einen interessant gestalteten Brunnen mit Neptun-Figur. Im Zentrum war von den ca. 9000 Einwohnern des Ortes und seinen Kurgästen so gut wie nichts zu sehen, aber die Läden waren um 17 Uhr ja auch alle schon geschlossen und damit wirkt jede Stadt irgendwie nicht lebendig, eher tot …

Neptunbrunnen im Kurpark

Neptunbrunnen im Kurpark

Ein Herz für Schlösser im Kurpark

Ein Herz für Schlösser im Kurpark

Wir lasen, dass die Geschäfte dafür Sonntags von 13 bis 17 Uhr öffnen Dann mag es hier etwas betriebsamer zugehen. Die Dreikönigskirche besitzt ein von den Bürgern und Vereinen des Ortes gespendetes wunderschönes Glockenspiel, das gerade in vollem Gange war, als wir vor der Backsteinkirche standen. Innen war sie eher schlicht ausgestaltet.

Glockenspiel an der Kirche

Glockenspiel an der Kirche

Glockenspiel Gedenktafel

Glockenspiel Gedenktafel

Malente - Bad Bevensen

Malente – Bad Bevensen

Ein paar schöne restaurierte Fachwerkhäuser gab’s auch zu sehen. Erst seit 1929 ist Bad Bevensen anerkannter Luftkurort und verfügt über zahlreiche Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Wir spazierten zurück, denn es war Zeit fürs Abendbrot. Und natürlich wartete die Sportschau auch auf uns, bzw. auf Frederick.

Sonntag, den 10. September 2017

Auf diesem ruhigen Platz hatten wir wunderbar geschlafen, frühstückten in aller Ruhe und nutzten danach unsere neu erworbenen Klappräder für eine weitere kleine Stadterkundung und fuhren zum Tourist-Büro im Kurpark. Wir wollten gern eine kleine Wanderung durch die Heide einschieben und wussten nicht, wo zu beginnen ist. Nicht weit von uns liegt die Klein Bünstorfer Heide, und wir überlegten, diese per Fahrrad zu erkunden. Lt. Faltblatt führte ein Radweg am Elbe-Seiten-Kanal entlang und dann per Abstecher in die Heide. Also machten wir uns bei bestem Wetter auf den Weg. Der geteerte Radweg gefiel mir gut! Aber dann war er kurz darauf plötzlich zu Ende und es ging eher über unebene Flächen. Den Abzweiger zur Heide fanden wir auch nicht. Also zurück zum Reisemobil, wir wollten ja sowieso weiter nach Göttingen, unserem nächsten Ziel.

Immerhin hatten wir die Vorteile der schnelleren Erreichbarkeit mittels Fahrräder mal ausprobiert und haben die Anschaffung nicht bereut. Und bei Frederick klappte es schnell mit den kleinen 7-Gänge-, 20 Zoll- und Rücktrittsbremse-Klapprädern, sie wieder wegzupacken!

Wieder entschieden wir uns für die Landstraßen Strecke, deshalb eine ca. 3 1/2 Stunden eher geruhsame Fahrt durch die schöne Landschaft. Nach über einer Stunde sprang mir das Richtungsschild „Peine“ ins Auge. Peine, was gab es da noch mal zu sehen? Schnell mal gegoogelt, und Zack – änderten wir unsere Richtung: denn in Peine fand gerade das Stadtfest „Eulenmarkt“ statt, das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Das ist halt das Schöne am Wohnmobilreisen. Wir können spontan reagieren und erleben so viel Schönes und Ungeplantes.

Leider hat diese schöne Stadt keinen Wohnmobil-Stellplatz, also fragten wir uns auf einer Tanke durch nach einem entsprechend großen Parkplatz in der Innenstadt. Der Platz am E-Center wurde uns empfohlen, den wir nach einigem Herumkurven dann auch fanden. Es war sogar, weil Sonntag, freies Parken.

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