Vechta

 In 2015, Deutschland

Sonntag, 5. Juli 2015
Abreise von Maastricht und Übernachtung in Vechta

Der Tag der Abreise war gekommen. Gut ausgeschlafen, geduscht und gefrühstückt machten wir das Wohnmobil startklar, verabschiedeten uns von den netten Betreibern des sehr gepflegten Platzes und los ging es. Über Nacht hatte es ein wenig geregnet und sich somit etwas abgekühlt, aber es war kaum der Rede wert. Die Außentemperaturen stiegen schnell an. Wir wählten die Autobahn Richtung Venlo, eine Stunde Fahrt und schon waren wir kurz danach auf deutschem Boden. Das ist das einzig Bedauerliche in den letzten Hitzewelle-Tagen, dass wir uns nicht in der Lage für  eine Stadtbesichtigung fühlten. Denn der erste Eindruck von Maastricht war gut gewesen, das ganze Programm wie gehabt in England: kleine Gassen, alte Häuser, Kirchen – nur alles eben in Holland, unserem Nachbarland, schade. Aber wir wollen ja wiederkommen.

Da wir gerade beim „V“ wie Venlo waren, hatten wir uns für V-echta als Stellplatz entschieden, zwei weitere Fahrtstunden. Den Platz kannten wir schon, freies Stehen für fünf Wohnmobile, längstens für drei Tage auf dem Parkplatz des Hallen- und Wellenschwimmbades (auch Freibad). Wir suchten Schutz vor dem angekündigten Unwetter mit Hagel, Regen, Sturmböen. Hier steht man ruhig und in Innenstadtnähe.

In Vechta tankten wir Diesel und füllten Gas nach, beides so viel billiger als in England (ca. 20%!).

Stellplatz Vechta

Stellplatz Vechta

Maastricht - Vechta

Maastricht – Vechta, 330 km

Bei einem Kaffee mit Keksen fingen wir mit dem Aufarbeiten – Fotos und Berichte – an. Wir hörten die Durchsage vom Schwimmbad gegen 17 Uhr. Alle sollten die Schwimmbäder verlassen wegen des bevorstehenden Unwetters. Vereinzelt sahen wir Leute mit den Autos wegfahren. Es sah eher so aus, als würde der große erwartete Regenschauer an uns vorbeiziehen, denn nichts vom Vorhergesagten passierte.

Gegen sieben Uhr wollten wir in die Stadt aufbrechen. Alles andere brach auf, nur nicht wir: der Himmel öffnete seine Schleusen und es schüttete geradezu. In der Ferne grollte der Donner. Keine Aussicht auf die Pizza als Abendessen? Pizza heißt doch auch immer „Service“. Gutes Internet, danke! Schnell war ein Lieferant ausfindig gemacht, angerufen und der Abend war gerettet. Nach einer halben Stunde fuhr das Pizza-Auto vor, 15 Euro für zwei. Echt günstig, einen Rotwein hatten wir noch im Gepäck. Morgen geht’s heim.

Montag, 6. Juli 2015
Rückreise nach Malente

Vor dem Frühstück ging’s direkt ins Freibad. Eine halbe Stunde schwammen wir Bahnen in dem 50m Becken. Die ganze Anlage ist vorbildhaft, obwohl von der Stadt Vechta betrieben. Hier zeigen die Stadtväter mal, was möglich ist wenn man will.

Schwimmbad Vechta

Schwimmbad Vechta

Vechta - Malente

Vechta – Malente

Nach dem Schwimmen fühlten wir uns toll – und hungrig. Aber alle unsere Vorräte waren aufgebraucht – es reichte nicht einmal mehr zum Frühstück. Daher marschierten wir bei schönstem Wetter und nur 22 Grad (welch eine Erholung nach den Hitzetagen) zum nächsten Bäcker in der Innenstadt und genossen dort ein fürstliches Frühstück. Die Rückfahrt nach Malente verlief reibungslos. Keine Staus, sogar erstaunlich wenig Verkehr. In Eutin machten wir einen Zwischenstopp bei der manuellen Waschanlage, um die Insekten am Wohnmobil abzuwaschen. Gegen 15 Uhr waren wir dann wieder zuhause – nach einer Reise von genau 6 Wochen und 4 Tagen.

Auch schön, –  meine Waschmaschine reibt sich schon die Hände … Und Klar Schiff machen für die nächste Reise: Polen und Schweden! Bleibt neugierig!!

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Comments
  • Herbert Volk-Duchene
    Antworten

    Hallo ihr beiden,

    ich bin begeistert von eurem Reisebericht in England. Was für eine tolle Tour. Ich war 2011 mit einem kleinen Campmobil aus 6 Wochen und 3 Tage unterwegs. Die Tour ging von Frankfurt über Malente !! (Sielbeck – Hof Damlos – jahrelang unser Urlaubsdomizil) nach Dänemark, Oslo, Süden Norwegens, Bergen, von dort über die Lofoten zum Nordkap und von da über Finnland bis zur russischen Grenze wieder nach Schweden quer durch nach Hause. Leider musste ich die Tour alleine machen, da meine liebe Gattin nichts für Womos übrig hat.
    Wir machen seit 2005 aber jährlich Urlaub auf der Insel und buchen da immer Ferienhäuser. Ist auch schön – man fühlt sich richtig zu Hause.
    Ich werde demnächst auch noch euere anderen Berichte lesen.

    Liebe Grüße

    Herbert

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