Uelzen

 In 2014, Deutschland

Mittwoch, 11. Juni 2014

Für heute war die Rückreise geplant. Udo hatte uns eingeladen, auf dem Rückweg auf seiner Datscha in Nettelbeck vorbeizuschauen, was etwa auf der halben Strecke nach Uelzen lag. Uelzen war unser Tagesziel, da wir uns dort noch den Hundertwasser-Bahnhof anschauen wollten.

Das Wetter sollte heute merklich abkühlen und wir würden sogar auf der Fahrt noch Regen und Gewitter erleben – laut Vorhersage. Gegen Mittag setzten wir uns in Bewegung, doch schon bald bemerkten wir, dass die Vorderreifen des Wohnmobils offenbar nicht in Ordung waren. Das Vibrieren, das wir schon auf der Fahrt von Magdeburg nach Berlin bemerkt hatten, war jetzt wesentlich stärker. Es war so stark, dass wir schon befürchteten, dass es ein Problem mit den Radlagern geben könnte. Wir konnten so nicht weiterfahren und hielten Ausschau nach einer Werkstatt. In Fredersdorf im Südosten von Berlin wurden wir fündig. Die Mechaniker waren sehr nett, schauten sofort nach dem Problem und stellten fest, dass der rechte Vorderreifen völlig deformiert war. Diagnose: Bruch der Karkasse, dem Stabilitätsmantel in einem Stahlgürtelreifen. Der Reifen wäre uns bei einer Weiterfahrt geplatzt.

Lieder konnte unser freundlicher Mitarbeiter in der Werkstatt die Reifen nicht wechseln, da man diese nicht am selben Tag heranschaffen konnte. Man gab uns aber den Namen einer Reifenwerkstatt am anderen Ende des Ortes. Dort angekommen, erfuhren wir, dass der von uns benötigte Reifen auch nicht am Lager war, aber man könnte zwei Reifen (wir mussten dann natürlich beide Vorderreifen austauschen) in etwa einer Stunde anliefern lassen. Da wir darauf angewiesen waren, bestellten wir die beiden Reifen und machten es uns im Warteraum gemütlich. Dort wurden uns sogar Kaffee, Zeitschriften und Würstchen angeboten.

Wie versprochen, wurden die Reifen nach einer Stunde angeliefert. Die Montage dauerte nur ein paar Minuten und nach Zahlung von € 448 fuhren wir dann weiter. Die neuen Puschen machten einen Riesenunterschied im Fahrverhalten. Es war eine reine Freude, wie ruhig das Fahrzeug jetzt lief.

Wir hatten Udo informiert, dass wir uns wegen des Reifenproblems verspäten würden und kamen dort gegen 16 Uhr an. Der Regen setzte nach kurzer Zeit ein. Wir sahen auch ein paar Blitze am Horizont, aber es blieb doch recht harmlos. Aber die Temperatur fiel von 28 auf 18° innerhalb weniger Minuten. Udo hat in Nettelbeck (auf halbem Weg zwischen Berlin und Hamburg) eine kleine ländliche Scheune komplett und sehr geschmackvoll renoviert und benutzt es jetzt als Wochenendhaus.Wir hatten viel Spaß mit seinem ballspielenden Jack Russell Snoopy. Der Hund war erstaunlich geschickt mit dem Ball. Er könnte im Zirkus auftreten …

Snoopy Video

Leuchtturm am Hafen bei Vollmond

Leuchtturm am Hafen bei Vollmond

Nach einem gemütlichen Plausch und einem sehr guten Kaffee machten wir uns dann auf Richtung Uelzen. In Neuhaus stockten wir noch unseren Proviant auf und kamen gegen 20 Uhr auf dem Stellplatz am Yachthafen in Groß Liedern bei Uelzen an. Wir brauchten noch Bewegung und entschlossen uns zu einem Spaziergang ins Zentrum von Uelzen (ca. 3 km). Um es kurz zu machen, die Stadt enttäuschte uns. Viel Leerstand, viel renovierungsbedürftige Bausubstanz und der vielgepriesene Hundertwasser-Bahnhof war kein Vergleich zu der „Grünen Zitadelle“ in Magdeburg.

Obwohl wir eine längere Stadtbesichtigung für den nächsten Tag geplant hatten, war uns die Lust daran vergangen. Bei einem romantischen Vollmond wanderten wir zurück zum Stellplatz. Fernsehen konnten wir nicht, da uns die Sicherung des 12 V Ladekabels durchgebrannt war. Aber der Vollmond verlockte noch zu einem interessanten Nachtfoto.

Berlin - Uelzen

Tagesetappe: 302 km

Donnerstag, 12 June 2014
Rückfahrt

Nach einem üppigen Frühstück mit frischen Brötchen vom Bäcker erreichten wir ohne Zwischenfälle Eutin am frühen Nachmittag, wo wir bei der dortigen Autowaschanlage das Wohnmobil von vorne bis hinten wieder zum Glänzen brachten.

Tagesetappe 182 km

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