Magdeburg

 In 2014, Deutschland

Dienstag, 3. Juni 2014

Pünktlich um 10.00 Uhr verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück im Grünen von der Familie König und machten uns auf den Weg nach Magdeburg. Unterwegs lasen wir die Ortshinweisschilder Thale, Blankenburg (mittelalterliches Festival im Juni), Aschersleben. Alles Ziele, wo man unbedingt noch mal hin möchte (Wikipedia), aber das heben wir uns dann für die nächste Reise auf.

Gegen Mittag kamen wir am direkt an der Elbe gelegenen Stellplatz an. Die Sonne schien, die Elbe lag glitzernd vor uns und ein paar Boote zogen schnell vorbei (enorme Fliessgeschwindigkeit!). Hier kostet es 5 Euro für 3 Tage, billiger geht es kaum!

Stellplatz an der Elbe in Magdeburg

Stellplatz an der Elbe in Magdeburg

Wallona Kirche

Wallona Kirche

Wir besorgten uns einen Stadtplan und zogen los, um die Stadt zu erkunden. Ein wenig waren wir vorbereitet und wussten, dass Magdeburg a) eine Großstadt ist und b) im Krieg sehr zerbombt worden war. So empfing uns die Stadt mit kastenförmigen modernen Gebäuden mit Fassaden a la Karstadt aus den 60er Jahren. Perlen waren hier und da alte Brunnen und Statuen, Kirchen und einige Häuser im Barockstil.

Unser Ziel war die Grüne Zitadelle, das zuletzt geplante Bauwerk von Friedensreich Hundertwasser. Wie üblich bei dem Künstler faszinieren uns und jeden anderen Besucher die farbenfrohe Fassade mit 900 verschiedenen Fenstern, Goldkugeln und duftenden Blumenwiesen auf den Dächern. In kleinen Galerien und Geschäften kann man auf Entdeckungsreise gehen oder sich in Cafe’s und Restaurants verwöhnen lassen.

Die Grüne Zitadelle von Hundertwasser

Die Grüne Zitadelle von Hundertwasser

Grüne Zitadelle aus einer anderen Perspektive

Grüne Zitadelle aus einer anderen Perspektive

Leider erlebte Friedensreich Hundertwasser die Vollendung seines Bauwerks (2005) nicht mehr, er starb 2000 auf einer Seereise mit der Queen Elisabeth 2. Es ist wert, einmal nachzulesen, was der Künstler mit seinen ungewöhnlichen Ideen, hauptsächlich in der Architektur, aber auch im Umweltschutz für den Menschen erreichen wollte, nämlich ein lebenswertes Leben mit der Lust an Form, Farbe und Gestaltung.
Eine andere Perspektive der Grünen Zitadelle

Allerdings war der Bau nicht unumstritten, kostete er doch ca. 27 Millionen Euros. Es befinden sich 55 Wohnungen sowie Praxen und Büros, eine Kindertagesstätte und ein Theater im Gebäude. Wir sind begeistert von der Grünen Zitadelle in Magdeburg, ebenso wie wir das Hundertwasser-Haus in Wien lieben!

Im Dom-Viertel besichtigten wir den Magdeburger Dom. 955 veranlasste Otto der Große den Bau dieser prächtigen Kathedrale in seiner Lieblingspfalz Magdeburg. Schon kurze Zeit nachdem er als Kaiser mit seiner Frau zum ersten Male Einzug in den Dom hielt, verstarb er. Leider wurde der ottonische Bau 1207 durch einen Stadtbrand zerstört, doch schon 1209 begann der Neubau. Er wurde nach französischem Vorbild gebaut.Interessant sind u.a. Die frühgotischen Skulpturen der Klugen und Törichten Jungfrauen (Gleichnis aus der Bibel).

Magdeburger Dom

Magdeburger Dom

Magdeburger Dom

Tagesetappe: 91 km

Wir hätten gern am Abend das Kabarett „Die Zwickmühle“ besucht, leider waren zur Premiere des Stückes alle Karten ausverkauft. So beendeten wir den Spätnachmittag mit Kaffee und Kuchen und erwanderten noch einige schöne Gegenden der Stadt.

Auf das Abendessen verzichteten wir und genossen den Blick auf die Elbe in unseren Liegestühlen vor dem Wohnmobil.

Mittwoch, 4. Juni 2014
Magdeburg – Berlin

Zwar hatten wir gut geschlafen, jedoch wurde es gegen 6.00 Uhr schon lauter um uns herum, Großstadt eben. Gegen 9.00 Uhr frühstückten wir in der Sonne sitzend am Elbufer und schauten dem Treiben auf dem Fluss zu.

Vor unserer Nase ist der Anleger für Elb-Kaffeefahrten, Dauer 4 Stunden für ca. 25 Euros pro Person. Wir verschieben das aufs nächste Mal. Jetzt geht es ab nach Berlin.

Fotogalerie Magdeburg

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