Goslar

 In 2014, Deutschland
Freitag, 30. Mai 2014
Goslar und OkertalsperreEndlich wieder Sonne. Heute stand Goslar auf dem Plan. Nach einem Frühstück im Freien fuhren wir dieses Mal mit dem Wohnmobil los. Wir wollten uns nicht von Busfahrplänen abhängig machen und es war ja auch nur eine halbe Stunde Autofahrt bis Goslar. Wir hatten Glück mit einem Stellplatz (Parkbucht in einer Wohnstraße) nahe des Zentrums. Wir bummelten zum Touristenbüro und buchten eine Stadtführung. Bis es losging, hatten wir noch Zeit und schauten uns zunächst selbst ein wenig um. Auch hier beeindruckten uns die großen restaurierten Fachwerkhäuser im Zentrum.

Altstadtgasse

Altstadtgasse

Dagegen seh ich doch richtig schlank aus...

Dagegen seh ich doch richtig schlank aus…

Zur Kaiserpfalz zog es uns, diesem alten und geschichtlichen Platz der Kaiser und Könige. Die Reiterstandbilder (Wilhelm I. und Friedrich I., Barbarossa) erschienen uns riesig. Auf eine Besichtigung der Innenräume verzichteten wir jedoch, wir ließen das Gebäude und die Außenanlagen auf uns wirken, das Wetter war einfach zu gut.

Goslar erschien uns nach all den kleinen Orten, die wir bisher besucht hatten, als sehr groß, so viele Besucher, so viel Trubel! Aber auf einer Harzfahrt ist diese Stadt natürlich ein Muss! Dann ging es zurück zum Touristenbüro.

Statuen von Wilhelm I und Friedrich Barbarossa

Statuen von Wilhelm I und Friedrich Barbarossa

Marktplatz mit Rathaus

Marktplatz mit Rathaus

In 1 1/2 Stunden „jagte“ uns die Stadtführerin buchstäblich durch enge Gassen, über Plätze und zuletzt durften wir sogar noch in das Innere eines sehr berühmten Hauses blicken: das Simens-Haus. Richtig, vor vielen Jahrzehnten schrieb sich der Name noch ohne „e“, und auch sehr viel später erst wurde die Familie Siemens wegen ihrer großen Verdienste in den Adelsstand erhoben und durfte sich mit einem „von“ vor dem Nachnamen schmücken.

Das Jahrhunderte alte Haus ist heute wieder im Besitz der Familie Siemens und einmal im Jahr versammelt sich die Familie dort zu einem einfachen Mahl im Andenken an die Vorväter. Das Innere des Hauses ist eher schlicht gehalten, kein Prunk, ein alter polierter Holzfußboden, wenige alte Möbel, eine geschwungene Treppe mit einer wunderschönen Schnitzerei, uralt! Wir wurden auf den Hof hinter dem Haus geführt. Dort waren Räume zu besichtigen, die früher als Brauerei dienten. Auch dieses aus lange vergangener Zeit.

Das Siemenshaus

Das Siemenshaus

Innenhof des Siemenshauses

Innenhof des Siemenshauses

Punkt 15.00 Uhr erreichten wir unser Ziel vor dem Schiefer-Haus (heute ein Hotel): Im Erker des Hauses setzte sich das Glockenspiel in Bewegung, kleine Türen öffneten sich und Figürchen kamen heraus, die einen Teil von Goslars Geschichte darstellten. Das war die Erklärung für die Eile während der Besichtigung, unsere Stadtführerin wollte uns dieses kleine Spiel nicht vorenthalten.

Leider wollte sie uns auch die Besteigung eines Kirchturms nicht vorenthalten und empfahl es uns wärmstens für einen besonders guten Ausblick auf die Stadt oder fantastische Foto-Aufnahmen. Es waren ja „nur“ ca. 251 Stufen hinauf auf einer – wie ich fand – ziemlich wackeligen Holztreppe … der Aufstieg machte mir nichts aus, wenn nur der Blick nach unten nicht wäre … Aber Frederick hat die Möglichkeit für ein paar schöne Aufnahmen gern genutzt.

Goslarer Panorama

Goslarer Panorama

Bimmelbahn vor dem Gildehaus

Bimmelbahn vor dem Gildehaus

Die Stunden vergingen wie im Fluge, mit Bedauern verließen wir Goslar mit seiner schönen Altstadt.

Weiter ging es zur Okertalsperre. Da Niedrigstand des Wassers war, gab es nicht so richtig etwas zu sehen. Das Ganze machte einen überalterten Eindruck auf uns, Imbiss-Lokal mit Kitsch-Souvenirs, Hexen, Hexen, Hexen … Viel zu sehen gab es nicht mit Ausnahme einer Wolke, die wie ein Raumschiff über dem Kiosk an der Staumauer schwebte.

Darlingerode - Goslar Braunlage - Darlingerode

Tagesetappe: 210 km

Die Wolke über dem Kiosk an der Okertalsperre

Die Wolke über dem Kiosk an der Okertalsperre

Auch Altenau mit seiner einzigen Durchfahrtstraße hinterließ bei uns keinen guten Eindruck. Aber wenigstens kamen wir noch durch Torfhaus, das wir als Einstiegspunkt für unsere Wanderung auf den Brocken nehmen wollten und erspähten auch schon die Möglichkeit zum Parken des Wohnmobils.

Über St. Andreasberg, Braunlage (wo wir einen Stopp für einen kurzen Spaziergang einlegten) und Schierke fuhren wir dann zurück. Es war ein langer Tag gewesen und wir waren schließlich froh, dass wir wieder im ruhigen Darlingerode angekommen waren!

Fotogalerie Goslar

 

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