Bad Harzburg

 In 2014, Deutschland

Sonntag, 25. Mai 2014

Am Morgen erfuhren wir von unserem Platzwart, dass es eine Bosch-Werkstatt im nur 3 km entfernten Nachbarort Drübeck gab. Am Sonntag ist natürlich alles geschlossen. Also noch einen Tag ohne Fernsehen, was nicht so schlimm ist, aber wir konnten weder den Laptop noch das iPhone nachladen, das war natürlich „fies“! Der Platzwart bot sich freundlicherweise an, das iPhone in seinem Auto nachzuladen, große Erleichterung!

Nach dem Frühstück fuhren wir von Darlingerode mit dem Bus nach Bad Harzburg, mussten aber in Stapelburg umsteigen in einen Minibus, und der Busfahrer akzeptierte unsere Kurkarte, die uns freie Fahrt gewähren sollte, nicht. Eben Sonntagsbedingungen, an Feiertagen läuft es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln halt anders! Wir bezahlten 8,80 Euro für uns beide für die Hin- und Rückfahrt und verschmerzten das gern, hatten wir doch ein schönes Ziel vor Augen.

Wir staunten nicht schlecht, wie hübsch es in Bad Harzburg ist. Offenbar wird alles dafür getan, für Gäste attraktiv zu sein und zu bleiben. Unglaublich viele bunte Blumenkästen und -rabatte säumen die Wege und Straßen, überall grünt und blüht es.

Kreative Parkgestaltung

Kreative Parkgestaltung

Lustige Kobolde im Springbrunnen

Lustige Kobolde im Springbrunnen

Von Leerstand keine Spur: es gibt viele kleine und schicke Bekleidungsläden, Cafes (Verlockungen!) ohne Ende, Geschenk-Boutiquen, einen Minigolf-Platz unter schattigen Bäumen, einen sehr schönen Kurpark mit Kneippschem Wassertreten etc., alles, was so eine Kurstadt braucht. Eine Seilbahn führt den Berg hinauf, da ich (Anne) nicht höhenfest bin, ersparten wir uns das! Das Thermalbad interessierte uns sofort, das wollten wir dann mal an einem Schlecht-Wetter-Tag ausprobieren.

Auch in Bad Harzburg, ähnlich wie in Wernigerode, fiel uns das bunte Treiben auf, Alt und Jung bevölkerten die „Bummel-Allee“, es ist also keine Kurstadt der alten Leute, sondern auch für junge Familien hat Bad Harzburg einiges zu bieten.

Im Kurpark sahen wir ein Kneipp-Becken. Es war sehr warm und spontan beschlossen wir , unseren Füßen etwas Gutes zu tun. Also hinein ins kalte Wasser. Dass es allerdings soooo kalt sein würde, dass einem die Füße drohten, abzufrieren konnte man nicht ahnen. Anne schaffte es mutig einmal herum, aber Frederick hielt es nicht mehr aus und hangelte sich am Handlauf mit den Füßen aus dem Wasser wieder aus dem Becken.

Furchtlose Anne im kalten Wasser

Furchtlose Anne im kalten Wasser

Lutherkirche

Lutherkirche

Die Rückfahrt klappte problemlos, und nach dem Abendessen spazierten wir noch einmal durch das Neubaugebiet Darlingerodes und bestaunten die sehr schicken Häuser der überwiegend jungen Familien. Darlingerode scheint das Dorf der Schlafwandler zu sein: auf fast jedem Dach der neugebauten Häuser befand sich so eine niedliche Keramikfigur und wir begannen, sie zu zählen (sind noch nicht durch). Nur manchmal wurde dieses einheitliche Bild von einer Katzenfigur oder einem Vogel aus rotem Ton gestört ………………….

Schlafwandler in Darlingerode

Schlafwandler in Darlingerode

Auf dem Stellplatz kamen wir mit unseren Nachbarn Dieter und Inge ins Gespräch und erzählten ihnen von unserem Missgeschick mit der Bordelektrik. Dieter meinte, da wäre eine Sicherung durchgebrannt. Also sofort den Sicherungskasten überprüft und siehe da, eine Sicherung war durchgeschmort. Wir hatten Austauschsicherungen dabei und konnten den Schaden somit beheben. Der Grund war ein defektes Ladeteil. wir suchten jetzt noch nach dem Sicherungskasten für das Führerhaus, aber dies war nicht zugänglich. Das mussten wir dann doch noch von der Boschwerkstatt erledigen lassen. Allerdings mussten wir noch ein neues Ladegerät kaufen. Im Internet fanden wir heraus, dass es in Wernigerode einen Elektronik-Fachmarkt gab (Medi-Max, hört sich an wie ein Apotheken-Großhandel!). Morgen oder übermorgen werden wir dort das Teil kaufen. Die Sache ging noch mal glimpflich und kostengünstig ab.

Montag, 26. Mai 2014

Wernigerode (bitte auf das Foto klicken)

Schloss Wernigerode

Schloss Wernigerode

 

 

 

Dienstag, 27. Mai 2014

Blumenpfau

Blumenpfau

Wie vorhergesagt, nieselte es heute Morgen und die Aussicht für den Tag war für noch mehr Regen. Also packten wir unsere Badesachen und ab ging es per (kostenlosem) Bus nach Bad Harzburg. Ziel war die dortige Salzwassertherme. Zwei Hallenbecken mit jeweils 32° und zwei Außenbecken mit 27° lockten. Es regnete in Strömen und trotzdem war es eine schöne, gemütliche Atmosphäre in dem warmen Wasser. Das salzige Wasser war schön weich und gut für die Haut. Zwei Stunden lang genossen wir die Therme und inzwischen hatte es dann aufgehört zu regnen. Leider war auch der Bus nach Wernigerode zwei Minuten vorher abgefahren. Das bedeutete drei Stunden warten.

Das Schwimmen hatte hungrig gemacht und wir kehrten in ein Café ein. Den Rest der Zeit wollten wir in der Wandelhalle des Kurhauses verbringen. In der Fußgängerzone hatten wir vorher einen „Bücherbaum“ gesehen. Dort gab es verschiedene Fächer, in denen gebrauchte Bücher zum Nulltarif angeboten wurden. Man konnte sich also einfach ein Buch oder mehrere Bücher mitnehmen. Genauso war es möglich, dort nicht benötigte Bücher einzustellen. Wir nahmen uns zwei Titel mit und hatten jetzt Lesestoff, um die Wartezeit in der Wandelhalle zu verkürzen. Dann war endlich die Zeit um und wir bestiegen unseren Bus für die Fahrt zurück nach Darlingerode.

Die Vorhersage für morgen war schlecht. Auch die ganze Nacht regnete es. Da werden wir wohl morgen unsere Aktivitäten etwas einschränken müssen.

Fotogalerie Bad Harzburg

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