Ahlbeck

 In 2013, Deutschland

20. Mai 2013 (Pfingstmontag)

Unser Stellplatz in Ahlbeck

Unser Stellplatz in Ahlbeck (Die Bahnlinie ist direkt hinter der Hecke)

Heute verließen wir nach dem Frühstück diesen schönen Platz. Gern wären wir noch einen weiteren Tag geblieben, aber wir mussten ver- und entsorgen. Ziel waren die Seebäder entlang der Usedom Küste von Zinnowitz bis Ahlbeck. Eigentlich wollten wir hier und da mal anhalten, um uns umzuschauen, aber dies war schwieriger als wir dachten. Nur gebührenpflichtige Parkplätze und meistens nicht für Wohnmobile geeignet. Wir entschieden uns, direkt den bereits im Internet ausgespähten Stellplatz in Ahlbeck anzusteuern und von dort auf Erkundungstour zu gehen. Dummerweise hatte das Navi sich einen nicht existierenden Platz ausgewählt. Wir mussten uns aus einer engen Einbahnstraße wieder herauswuseln. Einen km weiter fanden wir dann den richtigen Platz, der uns mit dem Schild „Keine Stellplätze“ begrüßte und Ver- und Entsorgung war für „durchfahrende Mobile“ nicht erlaubt!!

Also wieder umdrehen und weiter. Kurz vor dem Bahnhof Ahlbeck kam dann wieder ein Hinweisschild für Wohnmobile. Diesmal hatten wir Glück. Es war ein kleiner recht einfacher Platz für ca. 20 Wohnmobile, direkt an den Bahngleisen, von denen der Platz aber durch Bäume, Büsche und Hecken ganz gut abgeschirmt war. Der Besitzer sagte uns , dass nach 22.30 Uhr keine Züge mehr führen. Da waren wir aber beruhigt. Für 17 Euro pro Tag steht uns der Platz inklusive Ent- und Versorgung, Strom und Toiletten zur Verfügung. Außerdem kann man für zwei Euro so lange duschen, wie man will und eine Waschmaschine gibt es auch. Zum Strand sind es nur fünf Minuten zu Fuß.

Seebrücke in Ahlbeck

Seebrücke in Ahlbeck

Wir versorgten das Wohnmobil und machten uns dann auf zur Erkundung von Ahlbeck. Unser erstes Ziel war die durch Loriot berühmt gewordene Seebrücke. Etwas enttäuscht waren wir dann doch. Die Seebrücke in Sellin auf Rügen hatte uns wesentlich mehr beeindruckt. Aber der Loriot-Film ist ja auch schon eine Weile her …
Die Seebrücke in Ahlbeck (bekannt aus „Papa ante Portas“)

Wir waren ziemlich verärgert über die Kurtaxe. Drei Euro sollten wir pro Person bezahlen, um am Strand oder der Kurpromenade spazieren gehen zu können. Der Zugang zu Strand oder Promenaden auf Rügen ist kostenlos. Da wir auch auf unseren vielen Auslandsreisen noch nie etwas Derartiges erlebt hatten, fragen wir uns, wie werden dort die Kur-Einrichtungen finanziert? Wir jedenfalls verzichteten auf die Strandwanderung und marschierten (schlechten Gewissens, weil keine Kurkarte) auf einem Rad-/Fußweg durch den Wald zur 2.3 km entfernten polnischen Grenze, die nur noch symbolischen Charakter hat. Der Fuß- und Fahrradverkehr ist in beiden Richtung ohne Beschränkungen möglich. Das polnische Swinemünde ist nur noch zwei km entfernt.

Strandkörbe in allen Größen

Strandkörbe in allen Größen

Wolgast - Ahlbeck

Tagesetappe: 38 km

Leider tat sich die Sonne schwer, die Wolken zu durchbrechen. Daher mussten wir auf einige Fotomotive verzichten. Wegen der Kurtaxenregelung verzichteten wir auf eine Wanderung nach Heringsdorf. Stattdessen gab es ein frühes Abendessen im Mobil und einen Fernsehabend. Heute morgen kauften wir ein und Anne amüsierte sich mal wieder über einen lustigen Gegensatz: Der Schlachter hieß Fischer, irgendwie „Beruf verfehlt“ … Nun geht es weiter nach Swinemünde. Mal sehen, was uns dort erwartet. Übrigens haben wir seit dem 9. Mai noch nicht wieder getankt, Diesel soll in Polen ja billiger sein, dann muss es mal wieder sein.

Fotogalerie Ahlbeck

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