Husum

 In 2013, Deutschland, Husum

Mittwoch, 8. Mai 2013
Husum

 Ina und Anne im Gleichschritt im Schlosspark

Ina und Anne im Gleichschritt im Schlosspark

Heute wollen wir nach Husum, um uns mit Freundin Ina zu treffen. An sich hatten wir diesen Trip schon im März zur Krokusblüte im Schlosspark geplant. Aber dies fiel ja auf Grund des Frostes aus. Wir hatten uns gegen 13 Uhr auf dem Loof Wohnmobilhafen verabredet. Wir kamen pünktlich an und Ina war auch schon da. Sie sah uns bereits 100 m vorher und konnte noch das kurze Stück zum Stellplatz mitfahren.

Der Stellplatz liegt sehr günstig nur wenige Geh-Minuten vom Zentrum und wir machten uns dann auch gleich auf, um uns bei Loofs Fischstube zu stärken. Dieser Platz direkt am Hafen ist ein Geheimtip. Es gibt dort fast alles, was Fisch oder Schellfisch heißt (und nicht viel anderes, sagt Anne …) zu sehr günstigen Preisen und alles wirklich lecker, sagt Frederick! Bei der großen Auswahl fällt es schwer, sich für etwas zu entscheiden. Am liebsten würde man von allem etwas bestellen. Fisch ist ja nicht so Annes Ding, so dass sie sich für eine langweilige Folienkartoffel (ohne Fischiges) entschied. Ina wählte Krabbensuppe mit garantiert frischen Krabben und ich entschied mich für gebratene Miesmuscheln mit Speck und Zwiebeln. Alles wirklich lecker. (Anne sagt: WIRKLICH??)

Danach machten wir uns auf zu einem Spaziergang durch die schöne Innenstadt und Richtung Schlosspark. Auf dem Rückweg führte Ina uns in einen Bioladen, der sehr leckere Kuchen anbot. Zu unserer Überraschung war die Verkäuferin schottisch und wir genossen es, sie in ihrer Muttersprache mit dem schönen Akzent reden zu hören.

Im Wohnmobil gab es dann Kaffee und Kuchen und wir plauderten noch eine ganze Weile. Ina war mit dem Fahrrad gekommen und hatte noch einen 16 km langen Weg zu radeln, um nach Hause zu kommen. Mittlerweile hatte sich der Himmel verdunkelt und es zogen Gewitterwolken auf. Dann fing es auch schon an zu blitzen und zu donnern und der folgende Regen war so heftig, dass an Fahrradfahren für eine Weile nicht zu denken war. Im Wohnmobil war es aber gemütlich und wir hatten viel Spaß bis es dann endlich aufhörte zu regnen und Ina sich auf den Weg machte. Wie sie uns dann später am Telefon sagte, war sie unterwegs doch noch von einem heftigen Schauer erwischt worden und kam klatschnass nach Hause. Sorry, Ina!

Die Kirche und der Marktplatz

Die Kirche und der Marktplatz

Wir machten uns dann auf, um Husum zu erkunden. Es war jetzt trocken und immer noch recht warm und es waren viele Leute unterwegs die es sich in den vielen Straßencafés, Eisdielen oder Restaurants gutgehen ließen. Ina hatte uns empfohlen, am Deich in Richtung Nordsee zu wandern. Nach einer halben Stunde entschieden wir uns aber, es nicht darauf ankommen zu lassen, da bereits wieder dunkle Wolken aufzogen. Bei einem Glas Wein und Fischbrötchen bzw. Pizza für Anne ließen wir den Abend dann ausklingen.

Nachtrag zur Deichwanderung, Titel: Lach- und Sachgeschichten

Am Deich waren eine Menge Schafe zu sehen und auf einem Feld hatte sich ein Hahn dazugesellt! Ich fand das sehr komisch und stellte mir vor, dass nach einigen Tagen die Schafe vielleicht krähten und der Hahn bähte … Das brachte die Erinnerung an Onkel Henri aus Glückstadt zurück, der einen sprechenden Wellensittich hatte. Dieser konnte sagen: „Buttje Möller schitt op’n Teller“, Schwesterherz Eva und ich konnten uns darüber kaputtlachen, aber für vornehme Ohren war das natürlich nix. Der Vogel konnte auch „Buttje lieb“ sagen, das war dann schon besser. Seinem Hund Bobby hatte Onkel Henri nicht die Flöten- sondern andere Töne beigebracht. Auf den Zuruf „Bobby sing“ fing der Hund in allen vorstellbaren Tönen an zu jaulen, fanden wir als Kinder auch immer toll!

Nun die Sachgeschichte: Husum hat etwas über 22.000 Einwohner.

Donnerstag (Himmelfahrt), 9. Mai 2013
Husum

Das Theodor Storm Haus

Das Theodor Storm Haus

Heute ist Feiertag. Es hat fast die ganze Nacht heftig geregnet, aber nach dem Frühstück wurde es trocken. Die Sonne ließ sich allerdings nicht blicken. Wir hatten uns für heute das Theodor Storm Museum vorgenommen und waren dann sehr froh über diese Entscheidung. Das Theodor Storm Haus war beeindruckend.

Viele Originaldokumente waren ausgestellt. Die ursprünglichen Möbel waren noch in den Räumen und in einem Raum wurde ein Film über die Lebensgeschichte Theodor Storms gezeigt, der uns sehr beeindruckte. Wir hielten uns fast zwei Stunden im Museum auf, da es so viel zu sehen und zu lesen gab.          

Storms eindrucksvoller, geschnitzter Schreibtisch

Storms eindrucksvoller, geschnitzter Schreibtisch

Husum ist wirklich eine Reise wert. Der Ort hat sich von der „Grauen Stadt am Meer“ zu einer attraktiven, touristisch interessanten und farbenfrohen Stadt gemausert. Das kulinarische Angebot ist beeindruckend. Wohltuend ist auch, dass es hier noch statt der sonst überall ansässigen Filialisten viele wirkliche Einzelhandelsgeschäfte gibt, die häufig auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dadurch ergibt sich ein interessantes Stadtbild, das auch vom Angebot sehr reizvoll ist.

Als wir dann gegen 13 Uhr zum Wohnmobil zurückkehrten und uns startklar für die Rückfahrt machten, erlebten wir eine böse Überraschung: der Wagen sprang nicht an. Offenbar war die Batterie leer. Das war schon seltsam, da keine Geräte, Lichter oder Instrumente über Nacht eingeschaltet waren. Innerhalb einer Stunde war dann der ADAC vor Ort und startete den Motor mit Hilfe eines Überbrückungskabels, und wir machten uns auf den Weg. Unsere anfängliche Befürchtung, dass die Batterie defekt sei, hat sich aber bisher nicht bestätigt. Am nächsten Morgen sprang der Motor ohne Mühe an. Jetzt müssen wir mal abwarten, wie es uns in den nächsten Tagen auf Tour ergehen wird.

Fotogalerie Husum

Recent Posts

Leave a Comment

Kontakt

Deine Nachricht:

Not readable? Change text.