Erftstadt

 In 2013, Deutschland

Donnerstag, 21.03.2013
Ab nach Frankreich!

Es ist bitter kalt und ganz ehrlich, wir haben wirklich genug von Schnee, Eis und Kälte und einem Wohnmobil, das nur da steht und

Restaurantzug in Liblar

Der Restaurantzug in Liblar

kaputt friert! Also auf die Wetterkarte geguckt, nicht lange gefackelt und schon waren wir unterwegs gen Süden. Valencia in Spanien ist das Ziel. Wir denken etwa vier Wochen unterwegs zu sein. Gepackt war mehr oder weniger schon alles  (Ergebnis von unserer ersten wegen Wasserschadens abgebrochenen Tour …). So nahmen wir nur noch einige Lebensmittel an Bord und fuhren gegen 13.00 Uhr aus Malente los, KM-Stand 59.228. Erst mal weg!

Circa 20 Minuten entfernt von Köln fanden wir in dem Ort Erftstadt-Liblar einen netten Wohnmobil-Stellplatz, Frischwasserentnahme gegen einen Euro und 6 Euro Parken pro Nacht und das Beste: ein sehr niedliches Restaurant namens „Ville-Express“, angesiedelt in vier alten Eisenbahnwaggons und einer Dampflokomotive! 

Der Besitzer hatte den Zug 1991 aus ehemaligen DDR-Beständen gekauft. Zug und Waggons waren aus den Jahren 1939. Sofort waren mir die Abteile, selbst die Gerüche von vielen reisenden Menschen – vertraut, sind doch Eva und ich viele Jahre mit unserem Großvater die Strecke Itzehoe – Glückstadt -Itzehoe gefahren, wenn zugegebenermaßen auch nicht 1. Klasse!!

20.00 Uhr war genau die richtige Zeit für ein schönes Abendessen, das vor allem Frederick nach guter und langer Fahrt verdient

Essen im 1. Klasse Abteil

Essen im 1. Klasse Abteil

hatte. Wir entschieden uns für das „Menue“, Zucchini-Suppe/gegrillte Hähnchenbrust mit Champignonsoße und Salat, gefolgt von Eis mit Früchten für 12.95 Euro, dazu – wenn schon, denn schon ein „Kölsch“. Das muß so sein in dieser Gegend! Serviert wurde in den jeweiligen Abteilen und viele Abteile waren besetzt von weiteren Gästen. Wir kamen nicht umhin, einige Gesprächsfetzen mitzubekommen. Da beklagte sich der eine über die schlechte und unkollegiale Atmosphäre an seinem Arbeitsplatz (lokale Zeitung), die Überstunden („sehe meine Kollegen mehr als meine Familie“) usw. …. Ach, das Rentner-Dasein kann ja so schön sein! 

Malente - Erftstadt-Liblar

Tagesetappe 546 km

Dass unser Fernseher im Moment nicht funktioniert, stört uns gar nicht. Wir haben einige Bücher dabei und natürlich Radio. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir im Wohnmobil sehr gut schlafen. Es ist genug Platz zum Recken und Strecken und Ausdehnen, das ich mehr brauche als Frederick. Er krümelt sich zusammen auf ca. 75 cm Breite und schläft wie ein Baby, er leistet ja aber auch die Hauptarbeit, das Fahren. Macht ihm aber nichts aus, er fühlt sich wie ein Kapitän der Landstraße!

Rückblickend war es erstaunlich, durch welche Gegenden wir schon gekommen sind: aus dem tief verschneiten Norddeutschland durch die Eifel mit zauberhaftem Rauhreif an den Bäumen und auf den Feldern bis hin zu grünen Landschaften, aber kalt und von Schnee keine Spur.

Fotogalerie Erftstadt

 

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