Hirtshals und Hjørring

 In 2015, Dänemark

Mittwoch, 9. September 2015
Hirtshals, Hjørring und Probleme mit der Servolenkung

Neun Uhr, Zeit fürs Frühstück und dann los. Kaum hatten wir uns in Bewegung gesetzt und waren um die nächste Kurve gefahren, war wieder dieses Vibrieren im Steuerrad zu spüren, nur wesentlich stärker als zuvor. So wollten wir auf keinen Fall weiterfahren. Frederick vermutete, dass es etwas mit der Servo-Lenkung zu tun hatte und suchte im Telefon nach der nächsten Ford-Werkstatt. Es gab eine im Ort Hjørring, 18 km entfernt. Dorthin fuhren wir und meldeten den Wagen zur Untersuchung an.

Die beiden jungen Herren an der Rezeption sprachen ausgezeichnetes Englisch. Lustig fanden wir, dass der eine (sofort unsympathisch!) ohne Umschweife fragte: wie alt ist das Mobil? Bestimmt war er für den Verkauf von Fahrzeugen zuständig, der andere für die Reparaturannahme. Der sorgte denn auch gleich dafür, dass ein Monteur sich den Wagen ansah und zum gleichen Ergebnis wie Frederick kam: Servo-Lenkung, die Zuleitung für die Flüssigkeit war defekt. Das erklärte auch, dass wir uns ein paarmal über nasse Flecken unter dem Auto gewundert hatten.

Leider fehlte der Werkstatt ein Ersatzteil, das am nächsten Morgen aber geliefert werden konnte. So verschob sich unsere Heimreise um einen Tag. Das war nicht schlimm. Die Hauptsache, der Schaden wird professionell behoben. Wir durften auf dem Gelände stehen bleiben und übernachten, waren froh, dass es kein größerer Schaden war und gaben gleich die Beschaffung und Montage der fehlenden Radkappe mit in Auftrag. Da haben wir ja noch die Hoffnung, dass die schwedische Firma Metronomen die Rechnung (ca. 30 €) übernimmt, mal sehen. Die Zeit vertrieben wir uns im Kunden-Warteraum mit dem Bearbeiten der Fotos und Nachtragen des Tagebuches (Gratis WLAN!) und danach mit einem Spaziergang ins Zentrum (ca. 4 km).

Unterwegs kamen wir an „Bauhaus“ und anderen Läden vorbei und durchstöberten die gleich mal. In der Stadt war es eher langweilig, Fußgängerzone, kaum etwas los, viel Leerstand. Warum wohl? Direkt im Ort gab es ein neues und schickes überdachtes Shopping Center.  Welche „Stadtväter“ das wohl erlauben. Hier „trieben“ sich die Leute herum. Da sieht man mal, was für Auswirkungen solche Entscheidungen haben. Wir schauten auch in den einen oder anderen Laden und fanden noch einige nette Mitbringsel. Auf dem Rückweg kauften wir im „Meny“ Supermarkt belegte Brötchen als spätes Mittagessen.

Bank für Riesen

Bank für Riesen, da kommt man sich richtig klein vor

Einkaufsstrasse Hjörring

Einkaufsstrasse Hjörring

Stellplatz bei Ford Hjörring

Stellplatz bei Ford Hjörring

Fussgängerzone Hjörring

Fussgängerzone Hjörring

Hirtshals - Hjörring

Hirtshals – Hjörring

Mittlerweile war es – nach 17 Uhr und sehr ruhig bei der Ford-Werkstatt. Unser Wagen stand in der hintersten Reihe an einem Feldweg. Wir beschäftigten uns mit diesem und jenem, Langeweile haben wir eigentlich nie! Die letzten Vorräte waren unser Abendbrot: Salzkartoffeln, Spiegeleier und Dosengemüse. Im hintersten Regal des Kühlschranks fanden wir noch den Nachtisch, Joghurt.

Im Fernsehen schauten wir uns den Film „Über den Tag hinaus“ an. Gute und rührende Unterhaltung. Katja Studt spielte eine der Hauptrollen. Diese junge Schauspielerin haben wir so lange nicht im Fernsehen gesehen. Wir erinnern uns an ihre Anfänge vor ca. 25 Jahren. Da spielte sie in einem kleinen Fernsehfilm mit Nils, einem Tennisfreund unseres Sohnes. Wir mochten ihr zurückhaltendes Spiel damals schon, wohl deshalb war sie uns in Erinnerung geblieben. Nils hat die Schauspieler-Karriere nicht weiter verfolgt, über Katja Studt lese ich nach, dass sie außer der Schauspielerei eine kleine Boutique namens „Lieblingsladen“ in Ottensen betreibt. Da müssen wir beim nächsten Hamburg-Besuch doch mal vorbeischauen!

Donnerstag, 10. September 2015
Werkstattaufenthalt und Weiterfahrt über Aalborg nach Flensburg

Hjörring - Flensburg

Hjörring – Flensburg

Wir waren extra früh aufgestanden, um der Werkstatt das Wohnmobil so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen.Aber leider machte das Büro erst um 9 Uhr auf.  Wir wanderten hinüber und gaben den Schlüssel dort ab und machten uns dann im Kundenbereich breit, um weiter an unserem Reisebericht zu arbeiten. Um 11 Uhr erfuhren wir, dass die benötigten Ersatzteil angeliefert wurden, aber dass man jetzt auf eine freie Hebebühne warten müsste.

Na ja, wir hatten ja mit unserer Schreiberei und Bildbearbeitung noch zu tun, so dass es das Warten nicht all zu schwer viel. Leider wurde dann erst um 13.30 Uhr eine Hebebühne frei und um 15 Uhr war dann alles erledigt. Die Rechnung war ein richtiger Schock: fast 460 €. aber leider nicht zu ändern.

Kurz darauf waren wir dann unterwegs, zuerst noch etwas zum Essen im Supermarkt einkaufen und einige Minuten später waren wir auf der Autobahn. Auf dem erstbesten Parkplatz machten wir halt, um ein bisschen zu essen. Dabei entdeckten wir, dass der Platz eine kostenlose Ver- und Entsorgungsstation hatte. Das nutzten wir natürlich, bevor wir dann Richtung Flensburg weiterfuhren. In Flensburg wollten wir am Industriehafen übernachten. In gut drei Stunden erreichten wir Flensburg. An einer Tankstelle nahe am Hafen lockte uns der Preis von 1,069 für Diesel. LPG hatten man dort auch, so dass wir sowohl Diesel als auch Gas nachfüllen konnten. Es war zu spät für eine Wanderung in die Stadt und wir machten es uns bequem für unsere letzte Nacht im Wohnmobil auf dieser Reise.

Fotogalerie Hjörring

Donnerstag, 11. September  2015
Letzte Etappe einer fast 8-wöchigen Reise

Gut ausgeschlafen frühstückten wir gemütlich und begaben uns dann auf den Heimweg. Statt Autobahn erschien uns die Küstenstrecke über Kappeln und Eckernförde interessanter. Leider begann es schon kurz nach unser Abfahrt zu regen, so dass wir von der schönen Landschaft nicht all zu viel genießen konnten.

In Kiel kehrten wir kurz bei Krüger Reisemobile in Schwentinenthal ein, um einen neuen Wassertankdeckel und einen neuen Brausekopf zu kaufen. Traditionell machen wir bei unseren Rückreisen immer in Eutin Halt, um das Wohnmobil dort auf einer Selbstwaschanlage gründlich zu säubern, so auch dieses Mal. Danach glänzte es wie neu. Doch beim Waschen stellte sich heraus, dass der rechte vordere Außenblinker fast komplett abgebrochen war. Also ging es noch kurz zur Fordwerkstatt in der Industriestraße, um ein neues Teil zu bestellen und einen Einbautermin zu vereinbaren (Dienstag, 15.9. –  8 Uhr). Ca. 100 € wird der Spaß kosten.

Flensburg - Malente

Flensburg – Malente

Die Reparaturen auf dieser Reise hatten es wirklich in sich. Nun gut, die Erneuerung der Bremsbeläge war sowieso fällig, das Problem mit der Servolenkung stammte schon vom Vorbesitzer (wie sich jetzt herausstellte) und der Wasserschaden, den wir bei Firma Wendt in Ludwigslust reparieren ließen, war auch schon älterer Natur, nur nie richtig diagnostiziert. Daher sind wir jetzt eigentlich hauptsächlich froh, dass wieder alles im Lot ist. Das gibt einem dann schon ein gutes Gefühl.

Aber die bösen Überraschungen waren noch nicht am Ende. Ich (Frederick) meinte, besonders clever zu sein, vor der langen Reise den Strom in unserer Wohnung auszuschalten. Erstens hatte ich dabei vergessen, dass dann auch die Telefonrufumleitung nicht funktionieren würde. Nun, das konnten wir noch verschmerzen, da die meisten auch unsere Handynummer kennen. Aber zu vergessen, dass der Gefrierschrank fast voll mit Lebensmitteln gefüllt war, hätte mir nicht passieren dürfen. Welch ein Gestank, als wir nach Hause kamen. Glücklicherweise hatten wir uns beide gut unter Kontrolle, so dass ein fundamentaler Ehekrach vermieden wurde. Nach den (sehr unangenehmen) Entsorgungs- und Reinigungsarbeiten sieht es heute (einen Tag danach) schon wesentlich besser aus. Mit Geruchsentfernern und sonstigen Hilfsmitteln sollte das Geruchsproblem bald vollständig beseitigt sein.

Mit dieser Reise ist unsere Wohnmobilsaison für dieses Jahr beendet. Da wir am 25. September mit Familie und Freunden mit dem PKW für 16 Tage nach Cornwall in England fahren und im Oktober noch nach Budapest fliegen, um unsere Zahnbehandlungen dort abzuschließen, werden wir das Wohnmobil bereits am Mittwoch abmelden und im Winterlager in Schaalby unterbringen.

Hier ein Überblick der ungefähren Reiseroute dieser Tour:

Rundreise Deutschland, Polen Schweden, Dänemark, Deutschland

Rundreise Deutschland, Polen Schweden, Dänemark, Deutschland – Gesamtdauer 7 Wochen und 6 Tage

Als Saison-Fazit bleibt festzustellen, dass wir die beiden längeren Reisen (6 Wochen Großbritannien und 8 Wochen Deutschland, Polen, Schweden, Norwegen und Dänemark) gut gemeistert haben. Es wurde nie langweilig. Im Gegenteil, wir konnten so viel Schönes erleben, dass jedem Tag wieder mit viel Vorfreude entgegengesehen wurde. Daher freuen wir uns schon jetzt auf das nächste Jahr. Noch haben wir keine konkreten Pläne. Die werden erst im Winter geschmiedet. Apropos Winter, wir werden im Februar für zwei Wochen nach St. Johann im Pongau zum Skilanglauf fahren und dann von Mitte Februar nach Teneriffa fliegen, um dort bis Mitte März ein paar schöne Wochen in angenehmer Frühlingstemperatur zu verbringen. Wer auch einmal Interesse daran hätte, in unserem Haus Urlaubstage zu verbringen, kann sich auf www.teneriffaferienhaeuser.de einen Eindruck verschaffen. Über einen entsprechenden Rabatt können wir gerne reden.

So, das soll’s gewesen sein für dieses Jahr. Vielen Dank fürs Lesen. Hoffentlich hat es euch Freude gemacht. Gern könnt ihr unsere Reisen kommentieren, Vorschläge machen oder Fragen stellen. Einfach unten auf dieser Seite in das Feld „LEAVE A COMMENT“ klicken.

Bis zum nächsten Jahr.

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