Helsingör

 In 2014, Dänemark

Freitag, 15. August 2014

Die Fähren sind groß und transportieren Passagiere, Autos und Lastwagen (auch Wohnmobile, aber wir wollten ja ohne Wohnmobil hinüber). Der Fahrpreis betrug nur € 12 für uns beide (hin- und zurück). Schon in 20 Minuten waren wir in Helsingör. Beim Einlaufen in den dortigen Hafen erhaschten wir bereits einen Blick auf Schloss Kronborg (das berühmte Hamlet-Schloss).

Schloss Kronborg

Schloss Kronborg

Altstadt Helsingör

Altstadt Helsingör

In Helsingör war es fast windstill, da ablandiger Wind blies. Die wunderschöne Altstadt und die Fußgängerzone luden zur Entdeckungstour ein. Wir studierte einige Preise von ausgestellten Waren und Speisekarten in den Staßenrestaurants und waren der Meinung, dass doch alles etwas billiger als in Schweden war. Auf jeden Fall das Bier, das hier nur die Hälfte kostete. Die Schweden schleppten es kistenweise ab.

wir wanderten durch einige der kleinen Gassen in der Altstadt. Wünderschön, wie hier die alten Häuser restauriert waren. Viele Fachwerkhäuser waren in bunten Farben gestrichen, manchmal sogar die Balken des Fachwerks.

Wir kamen zur Domkirche St. Olai, die mitten in der engbebauten Altstadt liegt. Ein imposantes Bauwerk, das wir dann auch innen besichtigten.

Sehr schöne Wandmalerei in der Altstadt

Sehr schöne Wandmalerei in der Altstadt

Domkirche St. Olai

Domkirche St. Olai

Unser eigentliches Ziel war Schloss Kronborg, das wir ja von der Fähre aus bereits sehen konnten. In die Richtung marschierten wir dann weiter. Das gesamte Hafengebiet ist saniert worden. Ein modernes Gebäude (die Kulturwerft) beherbergt heute das Stadttheater, die Touristinformation und ein Museum. Das Seefahrtsmuseum wurde in einem alten Kai untergebracht. In unmittelbarer Nähe, am Kaiende stießen wir auf eine interessante Skulptur, die im Dänischen „Han“ heißt, was so viel wie „Er“ bedeutet. Ein nackter junger Mann in sitzender Stellung, der berühmten Meerjungfrau in Kopenhagen nachempfunden. Das ganze in blitzendem Chrom. Was wir garnicht bemerkten und erst später lasen, war, dass der Jüngling ab und zu mal blinzelte.

Die moderne "Kulturwerft"

Die moderne „Kulturwerft“

Figur "HAN" (ER) am Hafen

Figur „HAN“ (ER) am Hafen

Zum Schloss gelangt man über die alten Kaianlagen, wobei man noch eine Brücke über den Burggraben überqueren muss. Beim Hineingehen in die Anlage wurde man von militärischen Geräuschen überrrascht (Befehle, marschierende Soldaten, Kanonenfeuer, Reitgeräusche). Diese klangen aus Lautsprechern, die strategisch auf dem Gelände angebracht waren und die Geräuschkulisse sehr real wiedergaben. Man hatte das Gefühl, man wäre mittendrin.

Im Informationshäuschen erfuhren wir dann, dass es mehrere Führungen gab. Die für uns interessanteste war um 15.30 Uhr. Wir entschlossen uns, die Tickets zu kaufen und dann die Zeit (drei Stunden) damit totzuschlagen, die weitläufigen Außenanlagen zu besichtigen. Das Wandern in der Anlage machte hungrig und wir entschlossen uns, im Hofrestaurant etwas zu essen. Die Sonne schien und wir kamen noch mit unseren Tischnachbarn (Schweden) ins Gespräch. Die Zeit verging wie im Flug und schon mussten wir uns auf den Weg zu unserer Führung machen.

Schloss Kronborg hat Berühmtheit erlangt durch die mittelalterliche Legende von Hamlet. Shakespeare diente das Schloss offenbar als Vorbild für sein Schloss Helsingör. Unsere Führerin war in traditonelle Tracht aus der mittelalterlichen Zeit gekleidet und gab vor, die Hausdame des Königs zu sein, der am nächsten Tag mit seinem Tross das Schloss besuchen würde. Sie spielte diese Rolle hervorragend und die 45 Minuten, die die Führung dauerte waren sehr kurzweilig.

Schloss Kronborg

Schloss Kronborg

Wehranlage Schloss Kronborg

Wehranlage Schloss Kronborg

Nach dieser Kultureinlage machten wir uns auf zu einem weiteren Stadtrundgang. Die Stadt gefiel uns. Keine Hektik und überall gut gelaunte und freundliche Menschen. Hier schienen die Uhren langsamer zu gehen.

Wir genossen die Atmosphäre noch für eine Weile, gönnten uns ein (sehr leckeres) Eis aus der Hand und machten uns so langsam auf den Weg zurück zur Fähre.

Wieder in Helsingborg verbrachten wir den Rest des Tages und des Abends mit Vorbereitungen für die Rückreise am nächsten Morgen. Wir mussten ja um 9.00 Uhr in Malmö sein. Die Fahrt dorthin sollte 45 Minuten dauern.

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