Bornholm

 In 2013, Dänemark

Sonntag, 15. September 2013
Kurztrip von Ystad nach Bornholm.

Die schnelle Bornholm Fähre

Die schnelle Bornholm Fähre

Schon um 7 Uhr morgens klingelte der Wecker und schreckte uns aus dem Schlaf, denn wir mussten um viertel nach acht an der Fähre sein. Die ganze Nacht über hatte es geregnet und es regnete immer noch. Laut Vorhersage sollte es aber am Nachmittag aufhören. Nach dem Aufstehen fuhren wir mit dem Wohnmobil zum Hafen, parkten dort und frühstückten erst einmal. Dann ging es zur Fähre (ein schneller Katamaran, der die Strecke in 80 Minuten bewältigt).

Die Überfahrt war entspannt, die See war ruhig, nur war wegen des Regens außer grau nichts zu sehen. Wir vertrieben uns die Zeit mit einem kniffligen Kreuzworträtsel, dass wir gemeinsam lösten.

10 Minuten vor 10 Uhr kamen wir pünktlich in Rönne, der kleinsten Hauptstadt der Welt an. Übrigens für die, die es vielleicht nicht wissen, Bornholm ist dänisch. An Bord wurde dänisch gesprochen und in dänischen Kronen bezahlt.

Hauptkirche in Rönne

Hauptkirche in Rönne

Rönne Altstadt

Rönne Altstadt

Es regnete immer noch recht heftig, aber wir hatten unseren großen Golfschirm dabei und blieben bei unserem Rundgang einigermaßen trocken. Gegen Mittag steuerten wir ein kleines Café an und verbrachten dort bei Kaffee und Kuchen die nächste Stunde. Dann ging‘s es zum Busterminal im Hafen. Wir wollten zum Hafenort Nexö zur anderen Seite der Insel. Von dort fahren Fähren nach Kolberg in Polen. Die Busfahrt sollte eine Stunde dauern. Der Regen wurde langsam weniger und wir konnten während der Fahrt einen guten Eindruck der Landschaft Bornholms gewinnen.

In Nexö angekommen, waren wir doch etwas enttäuscht. Vieles sah recht schmuddelig aus. Die öffentliche Toilette am Hafen war eine Zumutung. Einigen Gebäuden hätten etwas Farbe gut getan. Da Sonntag war, waren auch kaum Geschäfte auf. Da fehlte dann auch jede Atmosphäre, gerade auch des Regens wegen.

Rote Briefkästen - wie in England

Rote Briefkästen – wie in England

Setsames Fahrrad, gesehen in Nexö

Setsames Fahrrad, gesehen in Nexö

Wir hatten zwei Stunden in Nexö zur Verfügung. Der Ort ist überschaubar (nur knapp über 3000 Einwohner). Da es immer noch etwas regnete, nutzten wir die Gelegenheit, in einem kleineren Supermarkt herumzustöbern. Außerdem kauften wir in einem Hafenkiosk noch eine Ausgabe der Welt vom Vortag. Als wir die kleine, aber feine Kirche besichtigen wollten, waren wir überrascht, dass dort eine Aufführung stattfand. Drei in mittelalterliche Gewänder gekleidete, junge Frauen spielten eine Geschichte in verschiedenen Rollen (auf Dänisch natürlich)und spielten begleitend dazu Musik auf mittelalterlichen Instrumenten. Obwohl wir fast nichts verstanden, war die Darbietung, allein wegen der Musik und des Gesanges auch für uns höchst unterhaltend. Welch ein Glück, dass wir gerade im rechten Moment in die Kirche gekommen waren!

Leuchtturm am Hafen von Rönne

Leuchtturm am Hafen von Rönne

Kirche in Nexö

Kirche in Nexö

Pünktlich um 14 Uhr, wie vorhergesagt, hörte der Regen auf und unser weiterer Rundgang durch Nexö machte dann etwas mehr Spaß. Um 15 Uhr ging es mit dem Bus zurück nach Rönne. Dort angekommen, blinzelte schon vereinzelt die Sonne hervor und wir konnten jetzt einen guten Eindruck von der 13.000 Einwohner großen Stadt gewinnen. Auch waren wieder Fotos möglich, teilweise mit recht dramatischen Wolkengebilden.
Typische Altstadtgasse in Rönne

Als wir gegen 17.30 Uhr zur Fähre zurückkehrten, waren wir überrascht über die vielen Menschen dort. Auf der Hinfahrt waren nur ein paar Leutchen an Bord, doch diesmal war die Fähre proppenvoll. Die Überfahrt war stürmisch. Der Katamaran hat die Eigenschaft , sich von Seite zu Seite zu bewegen, was Anne gar nicht so lustig fand und ihr war doch recht mulmig. Sie war froh, nach 80 Minuten in Ystad wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Alles in allem war es ein gelungener, wenn auch etwas nasser Tag. Wir konnten uns einen recht guten Eindruck von Bornholm machen. Aber sicherlich werden wir keine 600 € ausgeben, um für eine Woche mit dem Wohnmobil dorthin zu reisen.

Fotogalerie Bornholm

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